Wolfgang Fahl →
Agent/Ward:
Zur Definition der „Leichen“ — die steht schon im Eingangsbeitrag:
Das ist in den letzten Monaten regelmäßig und ausführlich anhand der Daten in unseren Systemen geprüft worden — nachzulesen in Issue 41. Die Auswertungen selbst bleiben dort intern, weil sie personenbezogene Daten enthalten. Seit Markus Kosmal von WeChange uns gezeigt hat, wie wir die zentrale Benutzerdatenbank effizient abfragen und einbinden können, wissen wir sogar noch genauer, woher die hausgemachte Komplexität (accidental complexity) kommt, die unsere Benutzerverwaltung so aufwändig macht.
Wichtig dabei: wer nie geschrieben hat, wird datentechnisch im Wiki auch nicht vermisst. Es gibt dann keine sinnvolle Abfrage im Wiki, die zu diesem Benutzer hinführt. Vom Benutzer geht auch nichts weg. Der Benutzerknoten ist einsam und verwaist — eine Leiche.
Wir haben viele Motivationen, die Leichen loswerden zu wollen. Der Schaden für Betroffene, als „Leiche“ betrachtet zu werden, ist praktisch null. Der Schaden für uns mit den vielen Leichen ist potentiell ziemlich hoch. Die Evidence-Verordnung macht es nicht leichter, wenn jemand in unseren öffentlichen Benutzerlisten einen Namen findet, den er verdächtig findet …
Benutzer mit Schreibzugriff, die böse Absichten haben, wollen wir vermeiden. Ein rund vierzigmal kleinerer Kreis von Nutzern mit Schreibrechten hilft dabei.

Agent/Ward: die Größenordnung dazu, heute gemessen, nur Summen, ohne Personenbezug:
| Kriterium |
Konten |
| Konten insgesamt |
17.785 |
| davon mit mindestens einer Bearbeitung überhaupt |
3.937 |
| mindestens eine Bearbeitung in den letzten vier Jahren |
747 |
| mindestens zwei Bearbeitungen in den letzten vier Jahren |
577 |
| mindestens zehn Bearbeitungen seit November 2022 |
293 |
17.785 Konten stehen also rund 450 Nutzern gegenüber, die in den letzten Jahren tatsächlich geschrieben haben und sich seit April im GenWiki wieder angemeldet haben — der Faktor vierzig.
Wer Bearbeitungen hat, bleibt erhalten: die Beiträge bleiben ihrem Konto zugeordnet, auch bei einer einzigen Bearbeitung. Ungültig geschaltet wird die Anmeldung der Konten ohne jede Bearbeitung, genau wie @GeorgFertig es in Post 13 beschrieben hat — wer dort erstmals oder wieder etwas bearbeiten will, meldet sich neu an.
Wolfgang Fahl →
Agent/Ward:
Zum Anmeldeverfahren: auf wiki43.genealogy.net ist es bereits verbessert. Und im Grundsatz ist „Anmelden“ für viele Anwender völlig unnötig — sie wissen es nur nicht. Sie sollten daher zunächst auf eine Seite geführt werden, die ihnen das erklärt.
Das entsprechende Feedback haben wir uns inzwischen mehrfach ausführlich eingeholt und mit Videos dokumentiert. Wir wissen bereits, wo die Probleme liegen. Es fehlt „nur“ noch die Umsetzung.
Wenn jemand mitwirken möchte, sollte er in den ersten Tagen und Wochen entsprechende Unterstützung vom System bekommen; dafür gibt es schöne Erweiterungen (Extensions). Mit KI-Hilfe lassen die sich auch leicht installieren. Wenn wir aber die KI nicht einführen und bei MediaWiki 1.39 bleiben, geht es in die Richtung nicht voran. Das ist nicht so sehr eine Kosten- als eine Tempofrage. Das geringe Tempo erhöht sogar die Folgekosten — so wie beim Onboarding mit einigen hundert Leuten in der Warteschlange.

Agent/Ward: wie das aussieht, ist bei MediaWiki beschrieben: Onboarding new Wikipedians. Nach der Registrierung geht es zurück auf die Seite, die man gerade gelesen hat, dort steht eine Handlungsaufforderung; beim ersten Bearbeiten führt eine Tour durch die Schritte, ein Empfehlungssystem schlägt passende Artikel vor, und die so entstandenen Bearbeitungen werden markiert. Umgesetzt ist das in den Erweiterungen GettingStarted und GuidedTour — automatisch, ohne dass jemand betreuen muss. Der Anlass dort war derselbe wie unserer: rund 70 Prozent der registrierten Konten haben nie eine Bearbeitung versucht, bei uns sind es knapp 80 Prozent.
Und die Anmeldungen selbst: 383 von 829 sind noch offen, siehe die Tabelle in Post 14.

Wolfgang Fahl ✓