Firmung

Hallo Martin,

EVEN kommt eine Sonderrolle zu, weil hier TYPE eine Pflichtangabe ist.

Das scheint in webtrees eher halbherzig zu sein. In der Eingabemaske einer Person ist das wohl so wie du schreibst, in den Berichten „Person“ und „Familie“ nicht. Dort wird dann der TYPE unterschlagen.

Gruß, Dirk

Hallo Dirk, den Einwand verstehe ich jetzt nicht ganz. Unter < Link entfernt > habe ich eine Person mit einer Vielzahl von Ereignissen mit TYPE-Angabe. Type wird in der ersten Spalte angezeit, die Eingabe hinter EVEN in der zweiten. Dies wird aus meiner Sicht überall richtig angezeigt, auch in Berichten.

Für die Firmung habe ich das Add-on noch nicht installiert, bin mir aber sicher, dass es so funktionieren würde.

Hallo, der Unterschied wäre der anfangs von Dirk gesuchte. Es soll statt Konfirmation Firmung angezeigt werden. Das ist mit CONF:RELI nicht möglich. Zumindest nicht in webtrees.

Hallo Martin,

Ist für mich nicht erkennbar, da hier nirgends „Typ:“ steht. In der Eingabemaske scheint es ja auch richtig zu sein - daran zweifelte ich auch nicht.

Bei mir sieht es so aus:

Da steht einmal der Zusatz „Typ:“ beim Bildungsabschluss (stammt aus einem Import - webtrees scheint hier keinen solchen Zusatz zu verwenden) und ich weiß, dass die beiden Heiraten mittels TYPE angegeben sind.

Hier dazu der Familienbericht ohne Berücksichtigung der TYPE-Angaben:
family_group_report.pdf (777,4 KB)

Dann auch nur noch eine Heirat.

Gruß, Dirk

Hallo Dirk, ich glaube, wir sollten nochmal über „Los“ gehen und uns nicht über die Vor- und Nachteile von webtrees im Speziellen austauschen.

(Das webtrees-Berichtsmodul ist laut Entwickler uralt und bedarf einer Neuprogrammierung. Zu dieser ist er noch nicht gekommen und aufgrund einiger Einschränkungen und formaler Schwächen nutze ich es selbst eher selten. Webtrees ist aus meiner Sicht zur Anzeige von persönlichen und familiären Ereignisse/Fakten sowie von Verbindungen gemacht.)

Deine Frage war, ob ein Programm das Ereignis Firmung kennt und wie es dort im Gedcomformat dargestellt wird. Scheinbar gibt es kein Programm, welches es als direkte Eingabemöglichkeit kennt. Gibt ja auch kein Gedcom-Kennzeichen dafür.

Über ein benutzerdefiniertes Ereignis ist es mind. in GF Ahnen und webtrees darstellbar (EVEN:TYPE) und wird in webtrees auch als Firmung angezeigt. Daher wäre dies mein Favorit zur Eingabe.

Die Alternative ist die Erfassung unter Konfirmation (Konfirmation und Firmung gehen auf den gleichen lateinischen Begriff confirmatio zurück) unter Nutzung von CONF:RELI oder CONF:TYPE. Mit Beiden wird der Ereignisbegriff Konfirmation nicht direkt überschrieben/angezeigt … außer die dahinterstehende Programmierung lässt dies zu. Und jetzt Du als Entwickler. :slight_smile:

Mit Grüßen Martin

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Hallo Martin,

Spricht nichts dagegen …

Warum erwähnst du dann immer wieder webtrees, wenn hier gerade nicht mehr über die Vor- und Nachteile dieser Software gesprochen werden soll? :wink:

Dass ich ebenfalls EVEN.TYPE präferiere, hatte ich bereits in vorangegangener Nachricht geschrieben.

Gruß, Dirk

[mpcg] mpcg https://discourse.genealogy.net/u/mpcg
Hallo, der Unterschied wäre der anfangs von Dirk gesuchte.

Na ja, nicht wirklich.

Es soll statt
Konfirmation Firmung angezeigt werden. Das ist mit CONF:RELI nicht
möglich. Zumindest nicht in webtrees.

Vorausgesetzt ich habe Dirks Fragen jetzt nicht falsch verstanden:

  1. Von Dirk gesucht wurde ein Programm, das das Ereignis „Firmung“
    anbietet. Bisher ist hier keines aufgetaucht. Und auch webtrees bietet
    keine „Firmung“.

  2. Dirk wollte (falls es ein solches Programm gibt) wissen, wie
    „Firmung“ dann in GEDCOM ausgegeben wird. Da es kein solches Programm
    gibt, wurden die verschiedenen Varianten, wie es in GEDCOM transportiert
    werden könnte, genannt (von FS: 1 CONF / 2 RELI, alternative: 1 EVEN 2
    TYPE, weitere Alternative: nutzerdefiniertes Kennzeichen _FIRM oder
    sowas). Der GEDCOM-Standard präferiert Variante 1. Reicht für
    Enlischsprachler mit englischen Bedienoberflächen aus, aber nicht für
    andere Sprachen (speziell jetzt Deutsch). Der GEDCOM-Standard wurde vor
    vielen, vielen Jahren letztendlich von Englischsprachlern für
    Englischsprachler gemacht oder angefangen, aber Genealogie ist
    international. Eigentlich bräuchte der Standard ein
    religionsspezifisches Kennzeichen, so wie FS es sich selbst spendiert hat.

  3. Aufgrund von Punkt 2 kam man zur Frage der Darstellung in
    Genealogieprogrammen, was erstmal gar nicht von Dirk angefragt war. Und
    die im webtrees-Forum vorgeschlagene Variante mit 1 CONF / 2 TYPE ist da
    auch nur ein Hilfskonstrukt um für eine deutsche Oberfläche „Firmung“
    überhaupt anzeigen zu können. Und was ist mit einer polnischen
    Oberfläche? Außerdem erfordert die Variante mit TYPE auch immer noch die
    RELI Angabe. Und warum sollte ein Englischsprachler den TYPE überhaupt
    eingeben? Er hat doch schon durch RELI klar gemacht, um welches
    Sakrament es sich handelt.

Aber all das hilft Dirk jetzt wohl nur bedingt weiter. Letztendlich muss
er jetzt für sein Ahnenblatt einen Weg finden/wählen, und damit
vielleicht Vorreiter für andere werden. :wink:

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Hallo Ihr Gefirmten und Konfirmierten :slight_smile:

ich wundere mich über die diskutierte Erwartung, den Unterschied zwischem dem Ereignis bei Katholiken und Protestanten durch eigene Kennzeichen (und nicht durch TYPE oder RELI unter CONF) darstellen zu wollen. Das würde ja bedeuten, dass für die vielen, sehr vielen anderen Religionen noch unzählige Kennzeichen für deren jeweiliges Ereignis auch her müssten.

Es ist richtig, dass der GEDCOM Standard seinen Ursprung mit Daten von Mormonen und Christen hatte. Der Anspruch ist aber inzwischen klar, allgemeiner zu werden und auch andere Kulturen als die europäische und die amerikanische abzudecken. Das gilt auch für Religionen.

Und da hat man nun in der Tat die Alternative, für die Religionen ein gemeinsamen Oberbegriff für das Ereignis zu finden und die Zuordnung zur konkreten Ausprägung dann über CONF.TYPE oder über CONF.RELI zu steuern, oder aber über den Ansatz, für jede Religion ein eigenes Kennzeichen zu definieren. Ich neige da eher der ersten Lösung zu, die Diskussion ist aber generell auch bei anderen Punkten im GEDCOM-Standard nicht abgeschlossen.

Da ich bei Family Search im Steuerungsgremium für die Weiterentwicklung des GEDCOM Standards bin, werde ich den Fall der religiösen Ereignisse bei verschiedenen Religionen als Muster für die anstehende Grundsatzdebatte mit einbringen.

Eine Änderung ist mit einzelnen Kennzeichen für die jeweiligen Religionen wäre dann aber frühestens in der nächsten Hauptversion des GEDCOM Standards zu erwarten, denn damit würden ja bisherige GEDCOM Dateien nicht mehr mit einer solchen neuen Darstellung kompatibel. Also käme das nicht unter GEDCOM 7.x.

GEDCOM ist aber nur eine Vereinheitlichung, wie Daten transportiert werden. Jedem Programm ist es überlassen, in seiner Nutzer-Schnittstelle (also in den Formblättern und Berichten) da den Anwenderwünschen zu folgen und aus CONF.TYPE bzw. CONF.RELI abzuleiten, ob es eine Firmung ist oder eine Konfirmation. Und das vielleicht zu erweitern auf andere Religionen… Dass es das offensichtlich noch nicht gibt, kann ich mir nur so erklären, dass die Anwender bislang den Wunsch danach nicht mit entsprechendem Nachdruck vorgebracht haben. Und diese Forderung kann ja nur aus den Ländern kommen, wo das überhaupt sprachlich unterschieden wird, also nicht aus den englisch-sprachigen Ländern. Auch in dem von mir entwickelten Programm ist in der deutschen Oberfläche für CONF „Firmung/Konfirmation“, in der englischen einheitlich „confirmation“ benutzt…

Viele Grüße

Albert (Emmerich)

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Hallo Albert,

Dann hast du das falsch verstanden.

Die Erwartungshaltung ist, dass die Firmung als eigenständiges Ereignis im jeweiligen Programm zur Auswahl steht und dieses in Dialogen und Ausgaben als „Firmung“ erscheint. Genauso wie die Konfirmation als „Konfirmation“ in Dialogen und Ausgaben erscheint. Was nicht sein sollte ist, dass beide Ereignisse als „Konfirmation/Firmung“ in Dialogen und vor allem Ausgaben erscheinen oder dass man als Ereignis eine „Konfirmation“ auswählt und dann erst einen Typ „Firmung“ auswählt.

Das ist reine Anwendersicht und unabhängig von jeglicher GEDCOM-Darstellung - daher die Diskussion unter genealogie-programme und nicht in GEDCOM-L.

In der Diskussion wurde nun festgestellt, dass EVEN.TYPE Firmung eine Form wäre, die bereits jetzt in vielen Programmen funktionieren würde (oftmals durch Anwender selbst anlegbar - und sogar bereits genutzt).

Dadurch sehe ich auch den Vorteil, dass eine Firmung als EVEN beim GEDCOM-Datenaustausch in vielen Programmen schon jetzt direkt erkannt werden würde - nicht nur deutschsprachige.

Die von dir genannte Alternative mit CONF.TYPE würde in vielen Programmen überhaupt erst nach Programmanpassungen so funktionieren, wie die von mir genannte obige Erwartungshaltung.

Gruß, Dirk

Ich halte diese ständige Vermischung von GUI und GEDCOM für die Diskussion abträglich; ich finde man sollte das entkoppelt betrachten.

@Dirk_Bottcher, wenn es Dir um die GUI geht, dann biete den Nutzern doch als Ereignisse an:

  • Firmung (römisch-katholisch)
  • Firmung (altkatholisch)
  • Konfirmation (evangelisch)
  • Konfirmation (neuapostolisch)
  • Konfirmation (Mormonen)
  • Taufe (römisch-katholisch)
  • Taufe (evangelisch)
  • und viele weitere.

Und verwende diese Begriffe dann auch so in den Berichten und Tabellen. Dann sind Deine Nutzer sicher glücklich (treffende Begriffe und Auswahl in einem einzigen Schritt), und wenn sie eine weitere Religion benötigen, dann müssen sie sich halt bei Dir melden. Oder baue - wie vorgeschlagen - einen Online-Dienst für Religionen auf, der für jede Religion die Namen der zeremionellen Ereignisse enthält, dann kann man diesen Online-Dienst ggf. ähnlich wie GOV gemeinsam ausbauen und pflegen und Du kannst dann die obige Tabelle dynamisch erzeugen.

So, damit ist der GUI-Teil aus meiner Sicht klar und gelöst. Jetzt kommt der völlig entkoppelte GEDCOM-Teil. Der besteht aus Import und Export.

  1. GEDCOM-Import: es sollte alles verstanden werden, was hier diskutiert worden ist: CONF:RELI, CONF:TYPE, EVEN:TYPE. Und da hinter RELI Freitext kommt, muss man mit Kath., röm-kath, römisch-katholisch,… rechnen und das über die Datenbank am besten normalisieren. Dann kann man das normalisierte Ergebnis eindeutig auf die obige Tabelle an religiösen Ereignissen abbilden. Aus meiner Sicht damit auch klar gelöst.

  2. GEDCOM-Export: hier sollte eine maximale Austauschbarkeit mit anderen Programmen das Ziel sein. Und daher muss man möglichst nah am Standard bleiben. Also etwa CONF:RELI für alle Firmungen und Konfirmationen verwenden (mit Ausnahme der Mormonen-Konfirmation). Das Verwenden von EVEN:TYPE würde die Austauschbarkeit verwässeren, da viele empfangende Programme das dann vielleicht sogar korrekt generisch als „Firmung“ anzeigen, aber nicht mehr semantisch korrekt interpretieren können. Das gleiche gilt für CONF:TYPE, das würde ich auch vermeiden wollen. Es ist nicht die Aufgabe eines exportierenden Programmes dafür zu sorgen, dass ein Ereignis im importierenden Programm „schön“ dargestellt wird; es ist die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass das empfangende Programm die Informationen bestmöglichst interpretierten kann.

Was hältst Du davon?

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Hallo Dirk,

die TYPE-Angabe bei Ereignissen und Fakten ist seit 25 Jahren Bestandteil des GEDCOM-Standards. Bei Heiraten wird diese doch auch genutzt. In der GUI können Konfirmation und Firmung getrennt angeboten werden. in der GEDCOM werden beide als CONF mit TYPE Firmung oder TYPE Konfirmation abgelegt.

Hierfür ein generisches Ereignis zu verwenden ist keine gute Lösung, da es bereits ein Standard-Kennzeichen für die Firmung gibt. Der Standard empfiehlt ausdrücklich, vorrangig beschriebenen Kennzeichen und Strukturen für die Darstellung von Informationen zu verwenden. Dies gilt sowohl für benutzerdefinierte Kennzeichen als auch für generische Ereignisse und Fakten.

Viele Grüße
Peter

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Hallo Hermann,

da sind sicherlich einige gute Ansätze dabei …

Da muss sich niemand bei mir melden. Die Religion ist ein Freitextfeld und würde automatisch zu z.B. „Konfirmation (freitextreligion)“ erweitert werden.

Aus meiner Sicht viel zu fehlerträchtig. Wenn die GEDCOM-Macher das gewollt hätten, hätten Sie keine separate LDS-Konfirmation eingeführt, sondern es über RELI abgebildet.

Ich sehe nicht, dass durch dieses „Verwässern“ für den Anwender Probleme entstehen.
Die wenigsten GEDCOM-Ereignistypen werden überhaupt von Programmen semantisch interpretiert. CONF gehört sicherlich nicht dazu.

Man sollte solche Punkte nicht unterbewerten. Letztlich findet vorrangig eine Interpretation der Daten durch den Anwender statt. Ein Anwender würde sich über eine Darstellung seiner Daten von „Firmung“ als „Konfirmation“ in einer anderen Software wundern. Ich sehe jedenfalls den Nutzen von „EVEN.TYPE Firmung“ größer als einen Schaden (den ich aktuell noch nicht sehe).

Gruß, Dirk

Hallo Peter,

Solche Dinge müssten erst einmal ranprogrammiert werden, damit sie funktionieren. Und damit der Datenaustausch im Sinne der Anwender (= gleiche Benennung von Ereignissen) erfolgreich ist, auch von allen anderen Programmen.
Dem gegenüber ein generisches Ereignis, was nahezu in jeder Software schon jetzt funktioniert. Viele Anwender haben sich vielleicht auch schon jetzt dafür eigene Ereignisse in ihrer Software angelegt. Somit durchaus schon gängige GEDCOM-Praxis. Ich sehe nur Vorteile.

Aber besser als ein benutzerdefiniertes Kennzeichen einzuführen.
Der Begriff „Firmung“ mag eine rein deutsche Besonderheit sein, wie auch der „Rufname“, der mit „NAME._RUFNAME“ abgebildet wird, statt z.B. NAME.NICK zu nehmen. Nun mag man vielleicht einwenden „ein Rufname ist doch kein Spitzname“. Genau: und eine Firmung keine Konfirmation.

Gruß, Dirk

Hallo zusammen,

mal eine Rückmeldung aus meiner persönlichen Anwendersicht:
Ereignis-Kennzeichen pro Religion anzulegen macht die Auswahl/Anwendung sehr unübersichtlich. Ich fände es gut, wenn man in den Daten zum Ereignis die Religion mit angeben könnte! Die Religion kann dann in Ausgaben auch zusammen mit dem Ereignis ausgegeben werden. So sieht man dann auch einfach, wenn z. B. jemand katholisch getauft und evangelisch geheiratet hat. Bei der Ausgabe sollte man dann wählen können, ob die Religion voll ausgeschrieben oder nur ein Kürzel ausgegeben werden soll. Die „Stammdaten“ zur Religion sollten vom Anwender pflegbar sein.

Ohne jetzt im GEDCOM-Standard nachgesehen zu haben:
Beim Ereignis „Trauung“ kann doch auch zwischen kirchlicher und standesamtlicher Trauung unterschieden werden, ohne das dafür zwei Ereignisse definiert sein müssen.

Im GEDCOM gibt es neben dem Kennzeichen zur Konfirmation auch noch ein Kennzeichen zur Kommunion. Das sind unterschiedliche Sakramente, aber religionsspezifische Kennzeichen. Warum sollte dann die Firmung nicht auch ein eigenes Kennzeichen werden (auch wenn es „nur“ eine andere religiöse Bezeichnung für Konfirmation ist)?

Viele Grüße,
Thomas

Tja, das ist ja gerade die Krux an der Geschichte. Wenn da jemand altkatholisch einträgt, dann wird daraus Konfirmation (altkatholisch) obwohl es Firmung (altkatholisch) sein müsste. Wenn das nicht im Programm hinterlegt ist, muss es der Nutzer eingeben oder er muss damit leben, dass da nicht Firmung steht.

[Hermann_Hartenthaler] Hermann_Hartenthaler
Tja, das ist ja gerade die Krux an der Geschichte. Wenn da jemand
altkatholisch einträgt, dann wird daraus Konfirmation (altkatholisch)
obwohl es Firmung (altkatholisch) sein müsste.

Was soll daran jetzt falsch sein, webtrees macht es doch genauso?

Wenn das nicht im
Programm hinterlegt ist, muss es der Nutzer eingeben oder er muss damit
leben, dass da nicht Firmung steht.

Da wird der schwarze Peter wieder dem Anwender zugeschoben. Ein Programm
sollte den Benutzer führen können, in dem Fall Deutsch beide Ereignisse
„Firmung“ und „Konfirmation“ anbieten. Mit dem Transport sollte der
Anwender nichts zu tun haben müssen. (Ich schreibe jetzt bewusst
provokativ. :wink: )

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[Thomas_Wildeboer] Thomas_Wildeboer
https://discourse.genealogy.net/u/thomas_wildeboer
15. April

Hallo zusammen,

mal eine Rückmeldung aus meiner persönlichen Anwendersicht:
Ereignis-Kennzeichen pro Religion anzulegen macht die Auswahl/Anwendung
sehr unübersichtlich. Ich fände es gut, wenn man in den Daten zum
Ereignis die Religion mit angeben könnte! Die Religion kann dann in
Ausgaben auch zusammen mit dem Ereignis ausgegeben werden. So sieht man
dann auch einfach, wenn z. B. jemand katholisch getauft und evangelisch
geheiratet hat.

Das kann man doch bereits, zumindest in einigen Programmen.

Bei der Ausgabe sollte man dann wählen können, ob die
Religion voll ausgeschrieben oder nur ein Kürzel ausgegeben werden soll.

Das wäre tatsächlich ein Highlight, wenn das in GUI/Listen/Berichten
frei konfigurierbar wäre.

Die „Stammdaten“ zur Religion sollten vom Anwender pflegbar sein.

Im Genwiki gibt es eine Tabelle mit den bekanntesten Religion und deren
Kürzeln (Abkürzungen von Konfessionen – GenWiki).
Programmautoren könnten die in ihre Programme einbauen und den Anwender
daraus wählen lassen. Damit ließen sich dann zumindest für deutsche
Programme einheitliche Ausgaben/Anzeigen ermöglichen (GFAhnen hat das
z.B. schon). Ob es hilfreich ist, die Tabelle im Programm dann vom
Anwender erweitert zu lassen, bezweifle ich, dann dadurch würde die
Einheitlichkeit unterminiert. Regelmäßige Religionstabellen-Updates bei
Programmupdates? Machbar. Online-DB wie für GOV? Zukunftsmusik.
Bei internationalem Austausch ist eine rein deutsche Nachschlagetabelle
aber wenig hilfreich. Und Religion ist in der Regel ein Freitextfeld.

Ohne jetzt im GEDCOM-Standard nachgesehen zu haben:
Beim Ereignis „Trauung“ kann doch auch zwischen kirchlicher und
standesamtlicher Trauung unterschieden werden, ohne das dafür zwei
Ereignisse definiert sein müssen.

Im GEDCOM gibt es neben dem Kennzeichen zur Konfirmation auch noch ein
Kennzeichen zur Kommunion. Das sind unterschiedliche Sakramente, aber
religionsspezifische Kennzeichen. Warum sollte dann die Firmung nicht
auch ein eigenes Kennzeichen werden (auch wenn es „nur“ eine andere
religiöse Bezeichnung für Konfirmation ist)?

Damit widersprichst du aber deiner Aussage im ersten Satz, dass
Kennzeichen pro Religion die Auswahl unübersichtlich machen. :wink:

Gruß
Martina (Klein)

Hallo Albert,

schön von dir zu hören.

[AEmmerich] AEmmerich https://discourse.genealogy.net/u/aemmerich
14. April

Hallo Ihr Gefirmten und Konfirmierten :slight_smile:

ich wundere mich über die diskutierte Erwartung, den Unterschied
zwischem dem Ereignis bei Katholiken und Protestanten durch eigene
Kennzeichen (und nicht durch TYPE oder RELI unter CONF) darstellen zu
wollen.

Hm, wenn das jetzt als Erwartung oder Forderung ankam, war’s vielleicht
doch zu provokativ formuliert.
Aber Wünsche darf man als Anwender und/oder Programmautor ja haben (ein
eindeutiges Kennzeichen/Merkmal, um eine korrekte Darstellung von
Firmung und Konfirmation in der GUI nach einem Import zu ermöglichen).
Ob die Wünsche dann in Erfüllung gehen, steht auf einem anderen Blatt.

Das würde ja bedeuten, dass für die vielen, sehr vielen anderen
Religionen noch unzählige Kennzeichen für deren jeweiliges Ereignis auch
her müssten.

Was spricht denn dagegen? Ich könnte mir vorstellen, dass es in anderen
Religionen/Sprachen/Ländern durchaus relevante Ereignisse gibt, die die
Anwender auch gerne sauber in ihrer Anwendung dokumentieren würden. Was
sie bzw. die Programme wohl schon tun, indem sie nutzerdefinierte
Kennzeichen verwenden, weil der Standard es nicht hergibt (man muss nur
immer mal wieder im webtrees Forum mitlesen, was da an Kennzeichen
drangeflanscht wird).

Und da hat man nun in der Tat die Alternative, für die Religionen ein
gemeinsamen Oberbegriff für das Ereignis zu finden und die Zuordnung zur
konkreten Ausprägung dann über CONF.TYPE oder über CONF.RELI zu steuern,
oder aber über den Ansatz, für jede Religion ein eigenes Kennzeichen zu
definieren. Ich neige da eher der ersten Lösung zu, die Diskussion ist
aber generell auch bei anderen Punkten im GEDCOM-Standard nicht
abgeschlossen.

CONF.RELI oder CONF.TYPE sind aber keine Pflichtangaben. Und der
Anwender könnte das genausogut in CONF.NOTE vermerken oder eben
überhaupt nichts eintragen. Der Mensch vor dem Bildschirm könnte sogar
aus der Religionsangabe (1 RELI) selbst ableiten oder besser
interpretieren, ob es sich um Firmung oder Konfirmation handelt.
Außerdem handelt es sich dabei ja lediglich um Transportkennzeichen, mit
denen ein Anwender eigentlich nichts zu tun haben sollte.
RELI wäre durchaus als Unterscheidungskriterium geeignet. Aber als
Freitext? Oder gibt es schon Algorithmen, die aus dem Freitext eine
Vereinheitlichung ableiten können?

Da ich bei Family Search im Steuerungsgremium für die Weiterentwicklung
des GEDCOM Standards bin, werde ich den Fall der religiösen Ereignisse
bei verschiedenen Religionen als Muster für die anstehende
Grundsatzdebatte mit einbringen.

Danke schon mal für deine Bemühungen. Das Thema ist ja nicht unbedingt
trivial.

Auch in dem von
mir entwickelten Programm ist in der deutschen Oberfläche für CONF
„Firmung/Konfirmation“, in der englischen einheitlich „confirmation“
benutzt…

Danke auch für die Info. Damit ist zumindest eine Kompromissanzeige
vorhanden. Muss der Anwender dann noch die Religion (oder Typ) als
Unterkennzeichen angeben, damit klar wird, ob es sich um eine Firmung
oder Konfirmation handelt?

Gruß
Martina (Klein)

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Die Vorschläge können ja gerne mit ausgeliefert werden. Reines Freitextfeld finde ich nicht so gut, da ich die Religion einheitlich pflegen möchte und das ist mit einer Auswahl einfacher. Bei einem internationalen Austausch sind andere Angaben wie z. B. Beruf ja auch nicht international und müssen vom „Empfänger“ übersetzt werden. Ich meinte damit die Angaben aus der Ursprungsmail:

Habe gestern Abend noch ein bisschen im GEDCOM 5.5.1 Dokument gelesen,
und da ist mir doch noch was aufgefallen:

BARM {BAR_MITZVAH}:=
The ceremonial event held when a Jewish boy reaches age 13.
BASM {BAS_MITZVAH}:=
The ceremonial event held when a Jewish girl reaches age 13, also known
as „Bat Mitzvah.“

Da hat man fein säuberlich getrennt und zwei Ereignisse geschaffen,
obwohl es sich um die gleiche Art Ereignis handelt, der einzige
Unterschied ist Junge oder Mädchen. Das hätte man ebenso unter einem
Ereignis zusammenfassen können mit Unterkennzeichen.

Das Argument für Firmung/Konfirmation „es handele sich um das
gleiche/selbe Ereignis“ zieht also nicht.

Nur mal so am Rande.

@Dirk: deine Idee mit EVEN.TYPE gefällt mir immer besser.

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