Ehemalige deutsche Ostgebiete

Die Umbenennung auf Staaten anstatt Roots ging vom Team aus. Das ging also nicht nur den Deutschen so, dass ihr Projekt keine „Roots“ mehr hatte, sondern z.B. auch den Niederländern. Ziel war höchstwahrscheinlich die Vereinheitlichung der Namen der Staatenprojekte.

Dass die Böhmen erst zu Österreich, dann zur Tschechoslowakei, dann zu Hitlerdeutschland und am Ende wieder zur Tschechoslowakei gehörten, weiß ich. Dass die meisten Leute aus den Ostgebieten vertrieben wurden, ist mir auch bekannt. Mit Schlesien gibt es aber noch ein anderes Problem, wenn man es ganz genau nimmt. Die waren erst österreichisch, dann wurden sie preußisch und am Ende polnisch. Wo willst du die jetzt unterbringen? Im Österreich-„Projekt“, im deutschen Projekt oder im polnischen? Irgendwie muss man sich da entscheiden. Und die ehemalige Projektleiterin hat zusammen mit den Polen entschieden, dass die Profile, die die heutigen polnischen Gebiete betreffen, bei den Polen besser aufgehoben sind. Das kann auch damit zu tun haben, dass wir Deutschen entschieden haben, dass wir keine historischen Kategorisierungen (mehr) unterstützen, sondern dass die Kategorisierungen sich an den aktuellen (Staats-/Landes-/Kreisgrenzen) orientieren. Sonst ist das alles zu viel Kuddelmuddel.
Ein anderer Aspekt, der für die aktuelle Einteilung spricht: Ich weiß von den tschechischen Archiven, dass die auch nach aktuellen Okres-Einteilungen gegliedert sind. Trotzdem sind dort auch Kirchenbücher zu finden, für die Tschechen Deutsch können müssen, um die zu verstehen. Es geht also offensichtlich auch mit aktuellen Einteilungen.