Hilfe Transkription Urkunde 1357

Hallo zusammen,

inzwischen sind im Hauptstaatsarchiv Stuttgart einige mittelalterliche
Urkunden vom Kloster Weingarten mit inhaltlichen Beschreibungen und den
jeweiligen Digitalisaten der Urkunden online einsehbar.

In der Verkaufsurkunde der Tuchsessen von Waldburg an das Kloster
Weingarten aus dem Jahre 1357 stehen im Kurzregest leider nicht alle
Ortschaftsnamen dabei. Es ist zu erwarten, dass hier noch ein paar neue,
unbekannte Ersterwähnungen aus der Region zwischen Ravensburg und Wangen
i. A. dabei sind. Die Urkunde beinhaltet hauptsächlich Orte aus den
heutigen (Alt)Gemeinden Amtzell, Karsee, Vogt, Waldburg, Wangen.

Bei manchen Ortschafts- und Personennamen habe ich noch
Transkriptionsschwierigkeiten und würde mich freuen, wenn mir hier
jemand dabei helfen könnte, diese zu entziffern. Die Qualität der
Urkunde ist gut, die Schrift ist „gewöhnungsbedürftig“.

Sie ist auch deswegen wichtig, da die Namen der Bauern genannt sind, die
in dieser Zeit den Hof bewirtschafteten.

Die Urkune ist hier:

http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-2374297

Vielen Dank schonmal.

Viele Grüße,
Daniel (Oswald)

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Hallo Daniel,

sehe das auch als Herausforderung und will dir auf jeden Fall helfen.

Schade nur, dass mich das im Urlaub erreicht, heute Abend nach Bier und Wein am Lido di Lago.

War das der legendäre Verkauf, nachdem eine Waldburgerin zu sehr geprasst hätte? Meistens waren es aber eher die kostspieligen Feld- und Kreuz-Zug-Eskapaden der Männer.

Glaube, man muss die Topograf. Karte daneben haben, um evtl. Wohnplätze zu finden. Und die hab ich daheim. Manche Orte könnten aber auch einfach nicht mehr existieren.

Hilfreich wär es natürlich, die noch nicht aufgelösten Partien/Zeilen zu haben. In der beil. Datei gilt Wagenbach z.B. als „unbestimmt“, obwohl das uns ja ziemlich bekannt ist.

Ja, das wird spannend. Wie gesagt, muss dich eher auf nächste Woche zu Hause vertrösten. Da regnet es vllt.

Viele Grüße

Franz

LUB_I_5_266.pdf (285 KB)

Hallo Franz,

danke für Deine Bereitschaft zur Hilfe. Kannst Dich ja wieder melden,
wenn Du wieder zurück bist.

Viele Grüße
Daniel

Hallo Daniel,

sind seit gestern wieder in deutschen, badischen Landen.

Jetzt müssten wir nur einen Plan machen, wie wir das am Besten angehen, ohne zu viel Doppelarbeit.

Du hast sicher einen und hast gewiss schon angefangen. Hab natürlich auch schon reingeschaut. Man kann es lesen.

Zweigleisig? Zeilengetreu transskribieren und dazu eine Excel-Tabelle anlegen?

Viele Grüße

Franz

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Hallo Franz,

erstmal danke für Dein Hilfsangebot.

Also mir wäre der transkribierte Text im Word am liebtsten. Excel ist
mir dafür auch zu unübersichtlich. Hab ich Dir Anhang mitgeschickt.

Jeder Textabsatz ist eine neu beginnende Urkundenzeile (zur Orientierung).

Wenn Du danach noch Lust hast, können wir auch gerne über die
unbekannten Orte sprechen, diskutieren. Unser Mitglied Norbert Graf hat
mir übrigens auch schon etwas beisteuern können.

Viefle Grüße

Daniel Oswald

  1. Vorsitzender Forschergruppe Oberschwaben e.V.
    Bernhard-Göz-Weg 4
    88250 Weingarten
    0751 / 5069437
    www.forschergruppe-oberschwaben.de

Urkunde Waldburg 1357.docx (21 KB)

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Hallo Daniel,

im Prinzip ist diese Schrift von einem geübten Kanzleischreiber viel besser zu lesen als viele spätere Sau… :wink:

Gewöhnungsbedürftig ist eher die Sprache, die halt nach 666 Jahren anders geworden ist, aber doch ganz nahe am urspr. alem. Dialekt liegt.

Glaube, dass da noch viele Kringel, Wellen, Apostrophen usw. sind, die wir nicht immer richtig auf dem Schirm haben. Ganz sicher richtig liegen wir mit „guot“ und „müli“.

Mit den unermittelten Orten hab ich mich an denen im Lichtensteinischen Urkundenbuch orientiert. Jetzt scheinen doch aber fast alle klar zu sein. Getriggert hat mich Gailenhoven, der erste ON von Gornhofen. Aber wie da Ackenhoven dazupasst?

So, nach den ziemlich rot gelesenen Augen, hab ich mir ein Bier genehmigt.

Gued Nachd

Franz

Urkunde Waldburg 1357 - ArbeitsKopie.docx (22.1 KB)