Firmung

Hallo an alle, die an dem Thema „Firmung“ interessiert sind,

in der neuesten Programmversion von Ahnenblatt (4.07) gibt es jetzt auch eine „Firmung“ als auswählbares Ereignis. Wie bei der Konfirmation kann optional auch eine Religion eingetragen werden.

Gruß, Dirk

Hallo Dirk,

wie wird das dann in GEDCOM exportiert?

Gruß,
Reinhard

Hallo Dirk,

[Dirk_Bottcher] Dirk_Bottcher
https://discourse.genealogy.net/u/dirk_bottcher
26. Mai

Hallo an alle, die an dem Thema „Firmung“ interessiert sind,

in der neuesten Programmversion von Ahnenblatt (4.07) gibt es jetzt auch
eine „Firmung“ als auswählbares Ereignis. Wie bei der Konfirmation kann
optional auch eine Religion eingetragen werden.

Das sind ja tolle Neuigkeiten. :slight_smile:

Kann man auch Firmpaten erfassen (so wie Taufpaten bei der Taufe)?
Und wie exportiert Ahnenblatt die Firmung dann? Oder anders herum, wie
muss ein anderes Programm die Firmung exportieren, damit sie sauber in
Ahnenblatt landet?

Liebe Grüße
Martina (Klein)

Hallo Martina, Hallo Reinhard,

1 EVEN
2 TYPE Firmung
2 DATE 26 APR 1892
2 PLAC Iserlohn
2 RELI katholisch

Gibt es wirklich Programme, bei denen man den Export diesbezüglich anpassen kann?

Nein. Ich habe mich an der Konfirmation orientiert, bei der es keine Paten gibt.
Taufpaten sind aktuell ein „Sonderkonstrukt“, das nur deutsche Programme verwenden und verstehen.
Mit Firmpaten bzw. Paten/Zeugen/Personenbeziehungen zu beliebigen Ereignissen stünde man wohl nahezu alleine da. Zudem wären womöglich größere „Umbauten“ im Programm notwendig, um die neue Begrifflichkeit „Firmpate“ umzusetzen (in Dialogen und Ausgaben).
Von daher der Firmpate weiterhin in den Notizen.

Schon mit der jetzigen Konstruktion wird in vielen Programmen die Religion verloren gehen, auch wenn das gemäß GEDCOM-Standard alles syntaktisch korrekt ist. Kein Programm deckt alle nur denkbaren Möglichkeiten des GEDCOM-Standards ab, sondern beschränkt sich (mehr oder weniger) auf die wahrscheinlichsten.

Gruß, Dirk

Moin Dirk,

[Dirk_Bottcher] Dirk_Bottcher
https://discourse.genealogy.net/u/dirk_bottcher
27. Mai

1 EVEN 2 TYPE Firmung 2 DATE 26 APR 1892 2 PLAC Iserlohn 2 RELI
katholisch |

danke.

Gibt es wirklich Programme, bei denen man den Export diesbezüglich
anpassen kann?

Da bisher ja sonst kein Programm eine explizite „Firmung“ anbietet,
dachte ich eher an frei definierbare Ereignisse und ggf. nachträgliche
Anpassung des Exports mit GedTools. Oder es gibt vielleicht noch
selbstgeschrieben DBs/Programme irgendwo da draußen. Wobei „Firmung“ ja
bisher wohl kaum oder gar nicht erfasst wird.
Ich bilde mir ein, dass ich (damals vor langer Zeit) ein Programm
gesehen hatte, das mehr als nur Datumsformat und Rufname für den
Ex-/Import konfigurieren konnte, aber leider kann ich mich nicht mehr an
Details erinnern.

Taufpaten sind aktuell ein „Sonderkonstrukt“, das nur deutsche
Programme verwenden und verstehen.
Mit Firmpaten bzw. Paten/Zeugen/Personenbeziehungen zu beliebigen
Ereignissen stünde man wohl nahezu alleine da.

Nun ja, deutsches Programm, deutsche „Sonderlocke“, warum nicht? :wink:

Mit _ASSO/ASSO sollten sich Personenbeziehungen allerdings allgemein
abbilden lassen, für Taufpaten/Trauzeugen wird es ja schon gemacht. Ob
andere Programme dann damit umgehen können, steht dann auf einem anderen
Blatt. Leider habe ich mich mit ASSO noch nicht wirklich beschäftigt.

Zudem wären womöglich größere „Umbauten“ im Programm notwendig, um
die neue Begrifflichkeit „Firmpate“ umzusetzen (in Dialogen und Ausgaben).

Nun, da rechnet sich der Aufwand womöglich nicht, wenn vielleicht gerade
mal 2 von xxxx Anwendern das nutzen.

Von daher der Firmpate weiterhin in den Notizen.

Damit sollte ja zumindest die Information auch in anderen Programmen
erhalten bleiben.

Schon mit der jetzigen Konstruktion wird in vielen Programmen die
Religion verloren gehen, auch wenn das gemäß GEDCOM-Standard alles
syntaktisch korrekt ist. Kein Programm deckt alle nur denkbaren
Möglichkeiten des GEDCOM-Standards ab, sondern beschränkt sich (mehr
oder weniger) auf die wahrscheinlichsten.

Da muss ich dir bedauerlicheweise uneingeschränkt zustimmen.

Schönen Feiertag und ein hoffentlich langes Wochenende.

Martina (Klein)

Unsere Variante
1 EVEN
2 TYPE Firmung
lassen wir jetzt mal zu einem englischsprachigen Nutzer gehen, der es sich übersetzt:
1 EVEN
2 TYPE confirmation
Nun bekommen wir es zurück. Guter Rat ist teuer: Da im Englischen sowohl Konfirmation als auch Firmung mit confirmation übersetzt sind, gelingt die Rückübersetzung nur, wenn man zusätzliche Informationen hat.
Warum ich das hier noch einmal aufführe:
Als Hinweis darauf, dass jedes Freitextfeld nicht für eine Interpretation des Inhaltes durch das Programm gedacht ist. Jede Konstruktion mit TYPE leidet unter der Einschränkung, dass sie immer nur in einer Sprache gilt und immer Interpretation durch Menschen erfordert.
Auch wenn mein Programm die volle GEDCOM 7 Struktur anbietet und ich also ohne weiteres das EVEN.TYPE Firmung eingeben könnte: Ich tue das nicht, weil ich sehr viel Datenaustausch mit englisch- und portugiesisch-sprachigen Ländern pflege. Wo immer möglich, vermeide ich daher Freitexteingaben.

Hier ist im Standard noch viel zu tun: Während die Sprachen inzwischen in GEDCOM 7.0 mit einem international genormten System im GEDCOM Code auftauchen, gilt das für viele andere Informationen noch nicht. RELI ist ein prominentes Beispiel. Und so sind wir hier in der Zwickmühle: Auch CONF mit CONF.RELI ist nicht vom Programm interpretierbar, die Inhalte in deutscher Sprache werden aufgrund der Ähnlichkeit zur Übersetzung in andere Sprachen aber eher erkannt als TYPE Firmung - da steigen die meisten Anwender mit anderem Sprachhintergrund aus.

Eine saubere Lösung muss also in die Richtung gehen, dass die Inhalte unabhängig von der Sprache des Anwenders in GEDCOM für das empfangende Programm interpretierbar sind. Also z.B. feste Bezeichnungen der Religionen unter RELI, die dann das Programm auf seiner Nutzeroberfläche in der vom Anwender eingestellten Sprache darstellen kann.

Damit ist es dem Programm dann auch möglich, die Kombination aus CONF und RELI zu nehmen, um den richtigen Ausdruck in den im Programm realisierten Sprachen in Berichte zu schreiben.

Albert (Emmerich)

1 Like

Hallo Albert,

Das gilt für alle Freitextfelder wie z.B. Beruf, Beziehung, Notiz, …
In diesem Fall wird ein (fast ausschließlich) deutschsprachiges Ereignis durch das deutschsprachige Wort „Firmung“ repräsentiert. Selbst einen Portugiesen sollte das nicht zu sehr verwirren - zu gut sind inzwischen Übersetzungsprogramme/-webseiten.
Programmseitig könnte man eventuell unterstützen, in dem man eine Suchen/Ersetzen-Funktion für TYPE-Texte anbietet.

Alle Religionen dieser Welt (inklusive Abarten) durch standardisierte GEDCOM-Kürzel zu ersetzen halte ich für eine Mammut-Aufgabe. Am Ende erlaubt man dann doch wieder einen Freitext für Sonstiges.
Und der ganze Aufwand nur für die Firmung? Oder gibt es noch viele weitere Ereignisse, wo das einen Vorteil bringen würde (und somit den Aufwand dieser „Mammut-Aufgabe“ rechtfertigen würde)?
Bis das dann in den GEDCOM-Standard einfließt, braucht es seine Zeit und bis das in allen Genealogieprogrammen umgesetzt ist, vergehen Jahre.

Auch eine saubere Lösung wäre es die Firmung als neues GEDCOM-Ereignis einzuführen (ähnlich wie es eine „Mormonen-Konfirmation“ gibt). Sollte man zumindest überlegen. Aber auch hier würde eine Umsetzung in allen Programmen dauern …

Gruß, Dirk

1 Like