Zwangstod im Jahr 1976

Hallo zusammen,

im Jahr 1976 ist ein damals 64-jähriger Richard BILSING in Dittichenrode bei
Roßla an verstorben. Todesursache war „Zwangstod“. Interpretiere ich das
richtig, dass er hingerichtet wurde oder gibt es eine andere Übersetzung des
Begriffs „Zwangstod“? Gab es so etwas wie aktive Sterbehilfe? Wofür wurde in
der DDR jemand in den 70er Jahren hingerichtet?

Viele Grüße

Ulli (Wilding)

Hallo Ulrich,

vielleicht hilft Dir die Wikipedia-Seite etwas weiter: Todesstrafe – Wikipedia

Viel Grüße

Frank (Wolfermann)
email ahnen@wolfermann.info
home Ahnenforschung

Hallo Ulli,
ich habe im Freundeskreis hier in Dresden nach "Zwangstod" gefragt. Niemand konnte mit dem Begriff etwas anfangen, hatte ihn je gehört.

Schöne Wochenendgrüsse aus der Gartenstadt Hellerau
Rainer

-----Original-Nachricht-----

Hallo Ulli,

als Dresdner habe ich mich ebenfalls mit Deiner Frage befasst und best�tige
die Aussage von Rainer.

Als Todesursache bei Hinrichtungen wurde stets "akutes Herzversagen" o.�.
angegeben. Eine Hinrichtung kommt sicher nicht in Frage. Eventuell Suizid,
aber das ist nur eine vage Vermutung.

Eine Nachfrage bei dem Dresdner Krematorium w�re denkbar, da dort auch die
Akten �ber die Hinrichtungen aufbewahrt werden. Ich bin mir aber relativ
sicher, dass man da mit dem Begriff "Zwangstod" ebenfalls nichts anfangen
kann.

Sch�nes Wochenende

J�rg

-------Originalmeldung-------

Hallo Ulli,

ich stamme aus der Gegend um Ro�la und w�rde meinen, dass damals durchaus ein Suizid von einem Pfarrer, der die Bezeichnung "Selbstmord" oder selbst "Selbstt�tung" ablehnte aus religi�sen Gr�nden auf seine ganz individuelle Weise als "Zwangstod " bezeichnet worden sein kann, in dem Sinne: Er t�tete sich aus Zwang bzw. er t�tete sich, weil er sich als unter Zwang stehend betrachtete, warum auch immer. Es gab Druck, weil man verantwortlich war oder gemacht wurde f�r wirtschaftliche Probleme oder als Leiter f�r Unf�lle, die im eigenen Bereich passierten...
Ich w�rde mich mit der Frage an den jetzigen Pfarrer von Ro�la wenden.

eMail: blischke@kirchspiel-rossla-tilleda.de.

Freundliche Gr��e

Dagmar