man lernt nie aus beim Hobby Ahnenforschung. Nun bin ich über eine sogenannte Leichentrauung gestolpert, die im Juni 1943 (also offenbar kurz nach Veröffentlichung des dazugehörigen Gesetzes) geschlossen wurde. Der Ehemann ist 1940 gefallen.
Warum man bzw. sie das getan hat, erschließt sich mir momentan nicht. Steht aber auf einem anderen Blatt.
Wie kann ich das nun plausibel im Programm darstellen? Momentan habe ich ein gelbes Dreieck im Eintrag, wegen Unplausibilität.
Welche Auswirkungen hätte das Dreieck, wenn ich dieses ignoriere?
In dem Fall ist das gelbe Dreieck ein berechtigter Hinweis, den man ignorieren muss. Ich habe so eine Leichentrauung auch mal gefunden. Allerdings war der Verlobte nur einen Monat zuvor gefallen. Das sicherte dann z.B. eine Rente für die Verlobte. Ich denke man sollte so einen Sonderfall in einer Notiz zur Trauung gut erklären.
postume Trauung“ oder „Leichentrauung“
Eine durch den Krieg bedingte Sonderform der Eheschließung war die postume Trauung oder Leichentrauung. Oft, aber nicht immer, gab es gemeinsame Kinder.
Zur Leichentrauung hatte ich mich dann belesen. Kannte ich bis dato überhaupt nicht.
Kurios ist, das (zumindest per Stand jetzt) keine gemeinsamen Kinder bekannt sind. Also wird die Ehe wohl „nur“ erbrechtliche Gründe gehabt haben.
Die Witwe hat aber wohl doch den Nachnamen des Gatten bekommen. Ich meinte jedoch gelesen zu haben, das die Ehefrauen weiterhin ihren Nachnamen behielten…
Viele Grüße aus der Bauhausstadt Dessau
Matthias Palmer