Württemberger in Schlesien (Siedlerlisten)

Hallo,

offensichtlich bin ich nicht so gut informiert über einige geschichtliche Einzelheiten in Schlesien.
Vielleicht kann mir jemand sagen, wann Württemberger in Schlesien Besitzungen hatten
und in welcher Region in Schlesien.
War dies auch im Raum Liegnitz ?

Schlesien war im Mittelalter das größte Zentrum des Flachsanbaus in Mitteleuropa. Der Flachs-
und Hanfanbau hatte seine frühe, vorrömische Konzentration in der Schweiz und war in keltisch-
römischer Zeit bis in Mittelalter vor allem im Raum Schwaben besonders stark vertreten. Schon
früh spielte der Handel mit Saatgut eine große, gewinnbringende Rolle.

Kann es einen Zusammenhang geben zwischen Württemberg und Schlesien auf der Ebene
des Flachs/Hanfanbaus ?

Grüsse
Jürgen (Marx)

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Hallo :slight_smile:

Ich kann zwar darauf keine Antwort geben, aber der Gedankengang ist f�r meine eigene Familie interessant. Ich frage mich schon l�nger, warum ein Zweig meiner Familie im fr�hen 18. Jahrhundert von "Italien" (war wohl der heutige schweizer Kanton Tessin) nach Schlesien ausgewandert ist.
http://buguet.com/individual.php?pid=I142&ged=hoffmann.ged
Laut m�ndlicher Familien�berlieferung folgten die Benz(i)onelli den Handelswegen: Der Sankt Bernhard verlor teilweise seine Bedeutung und die Handleswege �ber Schlesien bl�hten auf, und so wanderten einige Familien dorhin aus, wo das Gesch�ft war. Ebenfalls laut m�ndlicher Familien�berlieferung lief das analog zu "Soll und Haben"

was wiederum auf historischen Familien aufbaut, siehe

Aber warum ausgerechtnet Schlesien? Wenn man vom Tessin auswandert und Handelspl�tze sucht, bieten sich ja zum Beispiel Hamburg oder London an. Ich vermute, dass die jeweilige Religion der Famillien und Landesherren eine Rolle spielte, und es gab auch eine Verbindung �ber die italienischen Universit�ten

aber der Flachsanbau ist nat�rlich ein interesssanter Aspekt. Schliesslich handelten die Reymann, in welche die Benzonelli sp�ter eingeheiratet haben, vor allem mit Stoffen. Im 19. Jahrhundert gab es dann mit der Verbindung der Reimann und Hoffmann die Verbindung der Stoff-H�ndler und Stoff-Fabrikanten. Sind die Benzonelli also nach Schlesien gewandert, weil es dort das Material f�r Stoffe gab? Jedenfalls Danke f�r den Hinweis...

:slight_smile: Oliver Hoffmann

mj.marx@arcor.de schrieb:

Oliver Hoffmann schrieb:

>Ich frage mich schon l�nger, warum ein Zweig meiner Familie im fr�hen 18. Jahrhundert von "Italien" (war wohl der heutige schweizer Kanton Tessin) nach Schlesien ausgewandert ist. http://buguet.com/individual.php?pid=I142&ged=hoffmann.ged
>Laut m�ndlicher Familien�berlieferung folgten die Benz(i)onelli den Handelswegen: Der Sankt Bernhard verlor teilweise seine Bedeutung und die Handleswege �ber Schlesien bl�hten auf, und so wanderten einige Familien dorhin aus, wo das Gesch�ft war. Ebenfalls laut m�ndlicher Familien�berlieferung lief das analog zu "Soll und Haben"
>http://gutenberg.spiegel.de/freytag/sollhabn/sollhabn.htm was wiederum auf historischen Familien aufbaut, siehe
>Joseph von Zerboni di Sposetti – Wikipedia Aber warum ausgerechtnet Schlesien? Wenn man vom Tessin auswandert und Handelspl�tze sucht, bieten sich ja zum Beispiel Hamburg oder London an. Ich vermute, dass die jeweilige Religion der Famillien und Landesherren eine Rolle spielte,
>
Hallo Oliver und J�rgen,
wenn Weberei, dann f�llt mir bei Preu�en sofort die Barchent-Produktion
ein. Schon der Soldatenk�nig (Vater Friedrichs des Gro�en) hat ihre
Einf�hrung in allen seinen Landen vehement betrieben. Und wenn Mailand
und unter den deutschsprachigen Landen neben Augsburg und Ulm vor allem
die Schweiz darin f�hrend gewesen ist, k�nnte das auch bei der Wanderung
nach Schlesien eine Rolle gespielt haben.

Gr��e vom Niederrhein,
G�nther B�hm

Hallo Oliver,
da ich gerade eine Familienchronik aus dem Raum Waldenburg übertrage, hier
ein kleiner Beitrag zum Thema "Flachs".
Johann Carl Kramer in Dörnhau schreibt:
1817, den 17. Januar, haben wir erst den Flachs reingenommen, der voriges
Jahr, wegen der schlechten Witterung nicht konnte reingebracht werden.
Grüße aus Leipzig
Wolfgang (Leistritz)

Online-Fotoalbum:
http://wolfgang-leistritz.fotoalbum-medion.de
Homepage:
            http://home.arcor.de/eulengebirge

Guten Tag Wolfgang,

Johann Carl Kramer in D�rnhau schreibt:
1817, den 17. Januar, haben wir erst den Flachs reingenommen, der voriges
Jahr, wegen der schlechten Witterung nicht konnte reingebracht werden.

Es passt prima dazu, was gestern �ber die CompGen-Liste lief : N�mlich, WARUM es 1816 keine Flachs-Ernte gab ...

[Ralf v. L�nenschlo�] => Jahr ohne Sommer – Wikipedia

... diese Info ist kein Flachs !
Mit Gruss
Hanno (V.J.Kolbe)