Liebe Listenmitglieder,
nachdem sich das Problem mit Kobylin nicht so einfach l�sen l��t ein
kurzer Hinweis auf einen aus schlesischer Sicht einfacheren Fall.
Rawitsch war zweifelsohne eine bedeutende Zufluchtsst�tte f�r
verfolgte Evangelische aus Schlesien - die ganze Stadt wurde
praktisch nur f�r diesen Personenkreis errichtet. Hierzu sind
zwei Quellen publiziert worden, mit deren Hilfe man die
Herkunft der Fl�chtlinge feststellen kann. Zun�chst sind dies
die B�rgerrechtslisten der Stadt und noch viel interessanter
f�r den Familienforscher sind die Geburtsbriefe. Einen
solchen mal als Beispiel:
Rawitsch, 4.6.1686
Ausgestellt f�r Caspar Gerocke.
Vater: Paul Gerocke, B�ger und Zimmermann [erhielt am 21.11.1659 als
Schindelmacher Paul Jerocke das B�rgerrecht].
Mutter: Anna Remisch
Gro�eltern I: Mertin Gerocke, M�ller zu Kensen[das ist Kendzie, sp�ter
Gr�ntal im Krs. Militsch] und Barbara Kernosch.
Gro�eltern II: Georg Remisch, Bauer zu Laskowo[das ist Lauskowe, sp�ter
Waldh�h, Krs. Militsch] und Barbara Zuschke.
In einem Rutsch mit Gro�eltern + Herkunftsort!
Diese Geburtsbriefe waren Bestandteil der Ratsprotokolle und befanden
sich vor dem II. Weltkrieg im Staatsarchiv von Posen.
Ver�ffentlicht wurden:
Wentscher, Dr., Erich, Die Rawitscher B�rgerrechtslisten 1639-1688, in:
Archiv f�r Sippenforschung, Band 10 (1933), S. 177-206.
ders., Die Rawitscher Geburtsbriefe 1661-1666, in:
Archiv f�r Sippenforschung, Band 12 (1935), S. 22-25, 55-59.
ders., Die Rawitscher Geburtsbriefe 1683-1688, in:
Archiv f�r Sippenforschung, Band 13 (1936), S. 70-73, 113-115, 149-152.
Mit freundlichem Gru�
Klaus Liwowsky