Seite 8 Um die Auslieferung von Koch
Der Ex-Gauleiter von Ostpreußen und Reichskommissar für die Ukraine, Erich Koch, ist aus Bielefeld, wo beim Spruchgericht ein Verfahren gegen ihn durchgeführt werden soll, dieser Tage nach Hamburg gebracht worden. Hier wird er sich am 7. November 1949 vor einem birtischen Auslieferungsgericht zu verantworten haben. Die Sowjetuinion und Polen haben Auslieferungsanträge gestellt.
Dr. von Buchka, Neulandermoor über Stade, schreib uns:
Zu Kochs Flucht aus Ostpreußen, Folge 16 von Wir Ostpreußen, kann ich aus eigenem Erleben noch folgendes nachtragen: Ich war im April 1945 als Divisions-Adjutant auf Hela. Untergebracht war ich in einem netten kleinen Hause von Helaheide, das dem Schwiegersohn des Elbinger Oberbürgermeisters gehörte. Ende des monates, es wird der 23.04.1945 gewesen sein, erhielt ich abends vom Divisions-Kommandeur Befehl, in meinem Quartier, den Gauleiter, aufzunehmen. Damit konnte nur Erich Koch gemeint sein, denn der Danziger Gauleiter Albert Forster residierte schon längere Zeit auf Hela, und zwar auf der äußersten Spitze der Halbinsel in seinem Sonderzuge. Die mir zugedachte Einquartierung ließ etwas auf sich warten. Koch kam überhaupt nicht zu mir. Erst am nächsten Morgen gegen 6 Uhr erschienen an seiner Stelle drei seiner engsten Mitarbeiter, nämlich Gauamtsleiter Dargel, NSFK-Obergruppenführer Oppermann sowie der höhere SS- und Polizeiführer Nordost, General der Waffen-SS Hellwig.
Koch selbst habe ich auf Hela nicht gesehen. Ich hatte aber bald darauf Gelegenheit, mit dem Adjutanten unseres Befehlshabers über ihn zu sprechen. Bezeichnenderweise hatte Koch sich nicht zu seinem, Freunde, Forster in den Sonderzug begeben, hatte vielmehr borgezogen, den Befehlshaber, General der Infanterie Specht, aufzusuchen. Dort hatte er den denkbar schlechtesten Eindruck gemacht. Specht, der nach der Kapitulation auf seinem Posten pflichtgemäß ausharrte und in sowjetische Kriegsgefangenschaft geriet, mag sich schon seine eigenen Gedanken über den Gauleiter und Reichverteidigungskommissar gemacht haben, der das belagerte Königsberg Pr. und seine Bevölkerung schnöde im Stich ließ, um nur sein teueres Leben zu retten. Den Soldaten auf Hela, die mit Koch zusammengekommen waren, erschien er aber auch sonst charakterlich als durchaus minderwertig. Bei Gesprächen über nationalsozialistische Politik, nach dem Siege, hatte er mit leichter Handbewegung grundlegende Auffassungen der Partei, die auch er bisher mit bekanntem Pathos vertreten hatte, als völlig ungeeignet abgetan. War es zu verwundern, dass deine Wahrhaftigkeit in ein bedenkliches Licht geriet, wenn er z. B. die gerade in Ostpreußen, in Polen und in der Ukraine auch von ihm selbst den Juden gegenüber geübte Politik als ganz verfehlt und unbedingt revisionsbedürftig bezeichnete? Sprach es für Kochs Ehrlichkeit, dass er Entsprechendes hinsichtlich der gleichfalls von ihm in Ostpreußen durchgeführten Kirchenpolitik sagte? Der Befehlshaber, General Specht, war bis dahin trotz allem ein überzeugter Anhänger des Führers gewesen. Ihm stürzte eine Welt zusammen, als er einen der hauptsächlichsten Würdenträger des Dritten Reiches in dieser Weise reden hörte. Gab doch Koch, ohne mit der Wimper zu zucken, das preis, was von ihm und der ganzen Partei den, Volksgenossen, immer und immer wieder als heiligstes und unantastbares Gedankengut der, Bewegung, eingehämmert war. Zum Glück hatten wir Soldaten, die wir auf der schmalen Halbinsel Hela in der Mausefalle saßen, andere Aufgaben und Sorgen, als über den fahnenflüchtigen ostpreußischen Gauleiter nachzudenken. Immerhin kam es uns so vor, das, Erste Bataillon Garde, als das Koch sich und seine Getreuen in Ostpreußen so gerne bezeichnet hatte, habe kein sehr rühmliches Ende genommen.
Seite 10 Bei uns zu Haus zu dieser Zeit. Wenn es in die Kartoffeln ging
Überall da, wo im Westen Hackfrucht gebaut wird, müssen wir uns wundern, wie viel Zeit sich die Menschen lassen, ehe sie mit der Arbeit beginnen. Sie haben hier eben nicht die kurze Vegetationsperiode mit späten Mai- und frühen Oktoberfrösten, die alles, was wir in unserer Heimat für den Winter vorbereiten mussten, auf einige Monate zusammendrängte. Auch während der Kartoffelernte war überall Hochbetrieb. Niemand durfte heiraten oder taufen, und verreisen durfte man nur, um Verwandten, in den Kartoffeln, zu helfen. In dem Agrarland Ostpreußen gibt es viel größere Flächen Roggen- und Kartoffelböden als im Westen, und die großen Schweine- und Geflügelherden konnten nicht ohne die Winterkartoffel auskommen. Unmengen davon wurden nicht nur in Süd- und Mittelostpreußen, sondern auch im Großen Moosbruch am Kurischen Haff gebaut.
Allmählich mehrten sich auf den Chausseen die gummibereiften Rollwagen, die Zugmaschinen und die, kurzgemachten, Helwagen, vierspännig vom Sattel mit edlem ostpreußischem Warmblut gefahren. Hinter den feingeformten, nickenden Pferdeköpfen thronten auf Bergen praller Kartoffelsäcke Vater, Mutte und Kinder, die in der Stadt ihre Kartoffeln, an den Mann, brachten oder Verwandte damit versorgten. Auf den Feldern liefen die Kartoffelroder aller Systeme auf Hochtouren, angefangen vom Schatzgräber, von dem wir fanden, dass er seinen Namen mit Recht trägt, denn die Kartoffel war als Ernährungsgrundlage eines Volkes wohl einer seiner größten Schätze. Lachend und schreiend tobten hinterher die kleinen Sammler in schiefen Mützchen und bunten Kopftüchern; bedachtsam und gleichmäßig lasen Frauen und Mädchen. Mit den grauen Feldfrüchten zugleich wird die prachtvoll gelockerte, krümelige Erde in die Luft gewirbelt. Sie verbreitet den wundervollen, weichen, feuchten Duft, wie ihn nur der liebe Acker ausströmen kann, wie ihn keiner von uns, der je hinter der Maschine gegangen ist, vergessen wird. Noch jetzt, wenn uns der Weg über ein fremdes Feld führt, und wir riechen den Duft des Ackers, möchten wir niederknieen und die Hände auf ihn legen: Wärst du meine Erde Gott, bring uns wieder nach Hause!
Wie fröhlich surrten die Sortiermaschinen mit den großen Schüttelsieben, durch die verschiedene Größen fliegen! Wie viel Arbeit hat es gekostet, bis es nun so weit ist. Wie viele Male sind die Schläge vom Setzen an mit der Maschine durchgefahren worden, wie oft wurden mit der hand die schlecht entwickelten und kranken Pflanzen ausgemerzt!
Sorgenvolle Blicke gehen nach dem Himmel und nach dem Barometer. Werden wir trocken verladen können? Wie, wenn die Kartoffel nass werden und auf ihrem Weg ins Reich molschen? Und was soll das Vieh fressen, wenn die Kartoffeln nicht trocken in die Miete kommen?
Schon haben die Beamten der Kleinbahn alle Hände voll zu tun, den Anliegern die benötigten Waggons zu beschaffen und den Anschluss an die Reichsbahn zu sichern. Wie wundervoll, wenn das Wetter sich hält, wenn der seidige blaue Himmel mit den weißen, geballten Wölkchen sich endlos klar über dem weiten Land dehnt! Silbern leuchten die Birkenstämme an den Rändern der Feldwege, rotgolden die Wälder am Himmelsrand hinter den blitzenden Flüssen. In der klaren Luft ziehen sich die Fäden des Altweibersommers von Busch zu Busch, und über die unscheinbaren Berge von Kartoffelkraut. Weiter hinten wird ein Deich abgebrannt; das welke Gras glimmt rot am Ufer, und die Rauchwolken ziehen über das Schilf in die unendliche Ferne.
Freilich, wenn es regnet, dann ist es schwer. Dann weichen mit unheimlicher Schnelle Wege und Acker auf, Anzüge und Schuhwerk trocknen nicht vom Abend bis zum Morgen, geschweige denn über Mittag, und wer hat denn immer gleich mehrere Garnituren Schäften und Joppen? Die ganze Landschaft ist dann grau verhangen. Von den Mähnen der pferde tropft es, und die bei uns üblichen, sorgfältig gepflegten und verzogenen halblangen Schwänze hängen trübselig wie nasse Putzwolle herunter. Die edlen Tiere machen ganz vergrämte, ergebene Gesichter, wenn sie die schwerbelandenen Wagen Schritt für Schritt durch den Morast der Wege schleppen. Und der Mensch, der ist verärgert, erkältet, durch und durch nass, voll Sorge um die kostbaren Feldfrüchte, die er bergen muss. Das feucht eingebrachte Gut muss ungezählte Male verlesen und verlagert werden, damit es nicht verdirbt. Noch sorgenvoller gehen die Blicke zu den grünglänzenden, im Regen wippenden Blättern der Futterrüben. Sie stehen wie ein dichter, niedriger Wald, und sie müssen auch noch vor dem Frost geworben werden.
Ahnte der Westen der Wein- und Obstbauern, der Fettweiden und des Weizens je etwas von dem zähen Kampf einer großen Grenzprovinz während der kurzen Wachstumsperiode eines rauhen Klimas? Solche Bedingungen züchteten Zähigkeit und Leistungsfähigkeit. Jeder Wirtschafter und Besitzer, Männer und Frauen, bis zur schwächlichsten kleinen Minna, die lesen ging, und bis zum Steppke auf der Hungerharke, sie alle haben einmal mitgeholfen, die großen Städte unseres Vaterlandes zu ernähren.
Es wurde auch immer geschafft! Jedes Jahr kam nach Arbeit und Sorge das Erntedankfest, jedes Jahr schritten wir durch die fallenden Blätter der alten Kirchhofbäume und die hohe, steinerne Spitzbogentür unserer alten Kirche. Da lagen, rechts und links vom Altar, zwischen hohen Roggengarben, Äpfeln, Kürbissen, Kumstköpfen und schöngeformten Futterrüben auch die unscheinbaren Kartoffeln. Sind sie nicht auch ein Anblick, der für jeden eine Herzensfreude war. Graubraun und glatt, ohne Fehler, das Beste, das der liebe Acker gebracht hatte, haben wir sie als Dank dargebracht an der Stelle, wo der Pfarrer über unsere gesenkten Köpfe hinweg die Gebetsworte der uralten ostpreußischen Liturgie sprach: Lasst uns zum Herrn beten, um, Fruchtbarkeit der Erde und friedliche Zeiten.
Nun lauschen wir in fremdnen Kirchen fremden Stimmen und gedenken unserer Erde, die uns nun verschlossen ist. Aber unsre Arbeitsfähigkeit und unsere Schaffensfreude haben wir mitgebracht in das Land im Westen, und wir wollen hier damit unser Bestes geben. Denn: Die Erde ist überall des Herrn. Carla von Bassewitz
Seite 11 Landslied! Landslied!
Alläwerall hebb eck nu jeläse,
dat wi sin schuld, dat et so jewäse,
dat se ons nu stukse un so traktere,
as wänn wi bloßig tom Packtieg jeheere.
Doch eent hebbe de to bedänke ferjeete
un dat wares woll ook ehr Leebtach nich fräte:
Wat hebbe wi oarme Ludersch jedoane,
dat wi hadde must all ute Heimat goane?
Wat sin wi schlächter, wi de ho hier hucke
un seck hinner ehre Plunnere ducke?
Nee Kinnersch! Blos motte wi eent woll noch läre,
dat wi hier bute tosamme jeheere.
Ook wi wolle wedder en eejenen Dösch
un freete ons Bodder un onserem Fösch.
Wi motte et schaffe, tosamme to stoane,
dänn ware wi ook schaffe, noa Hus tricktogoane!
Heirich G. Kuhn
Seite 12 Unst leewet Platt
Unst leewet Platt.
Unst godet Platt.
Dat will wi nich versteete.
Wer dat nich acht
Dee ward et sacht
Verlehre un verjäte
So veel vergung.
So veel verklung
In lange Doag un Joahre.
Doch wat noch bleew
Dat sull de Leew
Far alle Tid bewoahre.
Up Platt jelewt.
Up Platt jestrewt.
Jebore ok jestorwe
Jenn ole Tid
Liggt se ok wiet.
Is se doch nich verdorwe.
Grotvoadersch Wort
Klingt wider fort
Im Schlichte ok im Striede,
Grotmuddersch Leed
Ist nich verweht.
Summt um de Weej noch hide.
Drum bidd ek sehr:
Kroamt wedder vär,
wat du noch is jeblewe;
Unst Heimaterd
Dee is et wert
Datt wi up Plattdietsch lewe.
E. von Olfers-Batocki
Seite 18 Suchanzeigen
Horst Amling, Grenadier, geb. 13.05.1927 in Mahrau, Kreis Mohrungen. Nach seinem Urlaub am 22. Januar 1945 begab er sich feldmarschmäßig zu seinem Truppenteil, Inf.-Gesch.-Ausb.-Kp. F Braunsberg. Seitdem fehlt jede Nachricht. Auskunft erbittet Frau Selma Amling, bei Albers, Honigfleth, Post Wilster, Holstein. (24b)
Frau Paula Anhut, geb. Huhn, geb. 08.04.1913, wohnhaft Mawern, Kreis Heilsberg, wurde im Februar 1945 von Russen verschleppt. Nachr. erb. Eduard Anhut, Wülfrath (22a), Rohdenhaus bei Düsseldorf.
Anton Bader, Werkmeister aus Pr.-Holland, Poststraße 15. War am 01.08.1945 im Lager Tilsit-Ragnit, seitdem keine Nachricht. Nachr. an Fr. Wilhelmine Bader, Hamburg-Blankenese (24a), Bauerspark 21
Lothar Barkowski, geb. 13.06.1928, aus Königsberg, Barzkostraße 37. Letzte Nachricht März 1945 aus Königsberg. Nachricht an Willi Barkowski (16) Weilburg, Lahn, Vorstadt 8
Karl Bednarski (Badner), geb. 23.03.1898, aus Schwenteinen, Kreis Osterode. Er wurde Mai 1945 in Donbas bei Woroschilowgrad im Donezbecken im Bergwerk gesehen. Wer kann über das Schicksal meines Bruders Auskunft geben? Nachricht an Frau Otti Wietrzichowski, Burg in Dithmarschen (24b), Bahnhofstraße 3.
Georg Behrendt, zuletzt Wachtmeister. 10. Flak-Rgt. 11, wohnhaft Königsberg Pr., Holländerbaumstraße, war Angestellter der Städt. Sparkasse Königsberg. Rudi Jaeger, zuletzt Uffz. 9. Flak-Rgt. 11, wohnhaft Tegnerskrug, Kreis Schloßberg, Ostpreußen und Willy Herith, Kobulten, Kreis Ortelsburg, Ostpreußen, zuletzt Stabsgefreiter. 9. Flak-Rgt. 11. Zuschriften, auch der Anschriften der Eltern, an Willi Schultes, Düsseldorf-Eller, Gumbertstraße 86
Friedrich Bellgardt und Maria Bellgardt, geb. Schneider aus Kreuzburg, Kreis Pr.-Eylau. Juni 1945 bei Schloßberg, Ostpreußen gesehen worden. Seitdem fehlt jede Spur. Nachr. erb. Lydia Bellgardt, Wittdün auf Amrum (24b)
Elisabeth gen. Lilli von Berka, geb. 18.10.1866. Am 30.08.1944 Königsberg, Schönstraße, total ausgebombt, später wohnhaft Hardenbergstraße. Letzte Nachricht 01.04.1945, Lokstedter Lager. Nachricht an Ziese, Hamburg-Altona, Hohenzollernring 27 I.
Frau Eva Bertuleit, geb. Gennies, aus Tilsit, Damaschkestraße 13, geb. 03.02.1885 in Budwethen, Kreis Memel. 17.10.1944 geflüchtet von Tilsit nach Grünhagen bei Pr.-Holland. September 1945 von Polen im Lager Talpitten untergebracht. Am 03.10.1945 mit Transport nach Deutschland abgegangen, seitdem fehlt jede Nachricht. Auskunft erb. Reichsb.-Weichenw. i. R. Joh. Bertuleit, (24b) Neumünster, Holstein, Sedanstraße 2
Gisela Bleise, geb. Schirrmacher, geb. 17.03.1921, aus Königsberg Pr., Dürer-Straße 46. Von Frauenburg, Ostpreußen über Mohrungen und Bartenstein nach Russland verschleppt. Auskunft über ihr Schicksal erb. C. Bleise, Rehburg-Stadt bei Hannover, Molkerei
Rosa Bludau, geb. Thiel, geb. 25.07.1898, und Sohn Arnold Bludau, geb. 09.06.1941, sowie Familie Liedigk aus Neu-Rosenthal, Kreis Rastenburg. Sie sollen auf dem Hof erschossen sein. Nachricht an Leo Bludau, (22a) Wülfrath bei Düsseldorf, Rhld., Unterdüssel 16
Hautpmann Horst de La Bruyére aus Knöppelsdorf-Königsberg Land! Wer sah den hilflosen Gelähmten auf seinem Fluchtweg? Er ist bis Zoppot, Grünholzstraße 2 gekommen, sandte am 02.03.1945 letzte Nachricht, dann fehlt jede Spur. Zuschriften erbittet Frau G. La Bruyére, Gronau, Westfalen, Alter Postweg 60
August Berk, Obergefreiter, geb. 20.08.1900 in Krausendorf, Kreis Rastenburg, Feldpostnummer 36 925, letzte Nachricht August 1944 aus Beßarabien. Nachr. an Fr. Minna Berk, Königswinter a. Rh. (22), oberdollendorferweg 2
Otto Bodin, Reg.-Direktor in Zichenau, Südostpreußen, geb. 27.03.1901 in Kirschlainen, Kreis Allenstein, Ostpreußen. Letzte Nachricht vom 17.03.1945 aus Wengkau, Kreis Berent bei Danzig. Dort am Bein verwundet. Letzte Feldpostnummer 16915 E, Inf.-Reg. 1078, 8. Komp. Wer weiß etwas über sein Schicksal? Hilde Bodin, (24) Bad Bramstedt, Sommerland 44
Selma Borchert, geb. 26.01.1884, Betriebsleiterin d. alkoholfreien Speisehauses in Königsberg Pr., General-Litzmann-Straße 24. Am 08.04.1945 aus Königsberg nach Georgenwalde, Haus Waldhof, geflüchtet, erlitt auf der Flucht einen Schenkelhalsbruch und ist am 14.11.1945 im Altersheim Georgenwalde verstorben. Wer war mit ihr auf der Flucht und in Georgswalde zusammen und weiß Näheres? Nachr. an Oberreg.-Rat a. D. Kurt Borchert, (1) Berlin-Tempelhof, Manteufelstraße 64 d
Böthke, Post-Rat, früher Ortelsburg, wegen Sohn Helmut Böthke. Zuschrift unter Nr. 632, Wir Ostpreußen (23) Leer, Norderstraße 29/31
Artur Bragowsky oder Bagowsky, geb. 10.09.1902 in Gudwallen, Kreis Darkehmen, Postbeamter in Lötzen, Bismarckstraße 17, Unteroffizier, Letzte Feldpostnummer 172 73 B. Letzte Nachricht vom 14.03.1945 a. d. R. Heiligenbeil. Von Balga abgesetzt am 28.03.1945 m. 2 Feldwebel auf selbstgem. Boot in Richtung Pillau, dort nicht mehr zusammen gewesen. Bragowsky oder Bagowsky soll durch Paktreffer gefallen sein. Nachr. erb. Frau Margarete Bagowsky oder Bragowsky, geb. Bluhm (24) Pinneberg bei Hamburg, Thesdorf, Im Düpen 2
Rudolf Buttlewski, geb. 09.10.1906 in Königsberg Pr. Am 24.02.1945 aus Königsberg, am 01.03.1945 aus Pillau abtransportiert. Wer war mit ihm zusammen? Nachricht erb. Auguste Forstreuter, geb. Buttlewski (23) Oldenburg i. O., Scharnhorststraße 54
Günther Broßelat aus Königsberg, Rosenauerstraße 33, letzter Aufenthalt Wehrertüchtigungslag. Rossitten, Kurische Nehrung. Nachr. über meinen Pflegesohn an Robert Bastian, (16) Kelsterbach a. M., Rud.-Breitscheid-Straße 29
Fritz Conrad aus Bartenstein, General-Litzmann-Straße 6. Bis 1945 bei Kraftf.-Ers.- und Ausb.-Abtl. 201 Osterode. Letzte Nachricht Februar 1945 aus Heiligenbeil. Frau Helene Conrad, Westerlutten (23), Kreis Vechta i. O.
Heinrich Conrad, geb. 13.10.1884, wohnhaft in Kurnen, Kreis Goldap, aus Rössel verschleppt, zuletzt Juli 1945 in Königsberg Pr. Um Auskunft bittet Elisabeth Conrad, Einruhr, Eifel (22c) über Monschau.
Herta Dahms, geb. 08.05.1927, Grüntal, Kreis Tilsit, RAD-Lager 2/192 Leutershausen bei Ansbach, letzte Nachricht 30.03.1945 Richtung Berlin abgefahren. Wer weiß etwas über Leben oder Tod meiner Tochter? Karl Dahms, (20) Veerßen 43, Kreis Uelzen.Gefangenenlager Pr.-Eylau. Wer ist im Sommer 1945 dort gewesen und weiß etwas über meinen Mann, Gastwirt Hermann Dehn aus Schwägenau, Kreis Insterburg? Nachr. an Gertrud Dehn, Leer-Ostfriesland (23), Kampstraße 9
Überlebende des städt. Altersheim Königsberg, einquartiert Burgschule. Wer weiß etwas über das Schicksal des Leiters Stadtoberinspektor Rudolf Dembowski (65 J.) seit April 1945? Für die geringste Auskunft ist dankbar Frau Dembowski, geb. Deutschmann, früher Königsberg Pr., Gerhardstraße 1 (Hufen), jetzt Marne, Holstein, Klaus-Harms-Straße 23
Erwin Dzaebel, geb. 09.06.1910, Königsberg, Ostpreußen, Steindammer Wall 5, später Moltkestraße 18. War bei den Kämpfen Königsberg-Samland. Letzte Nachricht vom 31.03.1945. Liesbeth Dzaebel, geb. Trotzki (13b) Bad Reichenhall, Obb., Kirchberg 1
Rudolf Ehlert, geb. 09.01.1876, und Lina Ehlert, geb. Felchner, geb. 11.05.1875, sowie Schwester Margarete Meier, geb. Ehlert, geb. 11.09.1914, alle aus Seewalde, Post Gr. Lindenau, Kreis Samland. Nachr. erb. Max Ehlert, früher Friedland, Ostpreußen, Aachenerstraße 214, jetzt Mundelfingen, Kreis Donaueschingen, Baden (17b)
Valentin Ehm, geb. 14.02.1891, dessen Ehefrau Marta, geb. Erdmann, und Töchter Monika und Anna. Ferner Mathilde Ehm (Oma), geb. 15.10.1855. Früher Althof bei Guttstadt, Kreis Heilsberg. Nachricht erb.: Siegmund Schütz, (20a) Ostenholz, Kreis Fallingsbostel
Willi Ewert, geb. 23.12.1895, aus Königsberg Ponarth, Barbarastraße 102, zuletzt 1945 beim Volkssturm Nähe Ponarth eingesetzt. Nachr. an Kurt Ewert, (229 Leverkusen-Wiesdorf, Eigenheim 24/2
Franz Ewert, geb. 30.08.1907 in Dürwangen, Kreis Rößel, Ostpreußen. Als Obergefreiter bis kurz vor Weihnachten 1944 in Königsberg Pr. im Lazarett, dann in ein Lazarett bei Posten. Letzte Nachricht erhielten wir im Januar 1945. Frau Anna Borchert in Königsberg, Anweider Allee Nr. 13. Tochter Ursel Nachr. erb. Anna Balzer, Goslar-Birkenhof a. Harz.
Fritz Federmann, Landwirtschaftsrat aus Treuburg, geb. 18.06.1905. Letzte Nachricht vom 28.02.1945 aus Pillau. Nachr. erbittet Frau Magdalene Federmann, Lütjenburg, Holstein (24b), Hindenburgstraße 13
Hedwig Friese, geb. Neuber, geb. 20.11.1895, Hildegard Friese, Tochter, geb. 10.10.1921, früher Elbing, Grünstraße 13, beide verschleppt. Gesucht von Hermann Friese. Nachr. erb. Robert May, Bremerhaven, Am Leher Tor 1b
Frau Gertrud Fiddrich, geb. Bledau, geb. 15.11.1906 in Gnädtken, Kreis Gerdauen, Ostpreußen, und Kind Gerda Fiddrich, geb. 1936. Letzter Wohnort Rastenburg, Dtsch-Orgenstraße 24. Zuschriften unter 18/104 an Gesch.-Stelle Landsmannschaft Ostpreußen, Hamburg 21
Frau Fleischmann, Zoppot, Grünholzstraße 2, beherbergte und half rührend im Februar/März 1945 dem gelähmten 72jährigen Flüchtling Horst de La Bruyére, Knöppelsdorf. Wer kennt Frau Fleischmann? Wer kennt Frau Wohlgemuth von der Zoppoter NSV. Und kann mir evtl. Anschriften geben? Nachr. erbeten an Frau G. de La Bruyére (21a) Gronau-Westf., Alter Postweg 60
Leo Friedrich, früher Rawusen, Kreis Braunsberg, zul. b. der Wehrmacht. Aloys Schacht, geb. 31.03.1900, und Hugo Schacht, geb. 10.06.1901, beide zuletzt wohnhaft Neudims bei Bischofsburg, Ostpreußen, beide von Russen verschleppt. Elisabeth Fou, geb. Schacht, geb. 08.06.1907, wohnhaft in Tormienen, Kreis Rössel, von Russen verschleppt. Konrad Schacht, geb. 12.05.1906, wohnhaft in Wappen, Kreis Braunsberg. Bei Heiligenbeil vom Treck gekommen. Nachricht erb. Adolf Prothmann, Ratzeburg in Lbg. (24a), Tannenweg 27
Richard Gabriel, geb. 20.07.1894, wohnhaft Königsberg Pr., Hammerweg 53. War beim Volkssturm in Königsberg. Seit der Kapitulation der Stadt kein Lebenszeichen mehr. Nachr. erbitt. Charlotte Gabriel, geb. Exner (24a) Stade, Elbe, Thunerstraße 48
Bruno Grigull, geb. 30.12.1931. Soll gesehen worden sein im Gefangenenlager Schichauwerke Königsberg Pr. und auch beim Viehtreiben unter den Polen. Nachr. erb. Ewald Grigull, früher Warten bei Herdenau, Kreis Elchniederung, jetzt Gelting, Kreis Flensburg (24b)
Fräulein Margarete Gruber, geb. 11.01.1898 in Jänischken, Kreis Insterburg, zuletzt wohnhaft Königsberg, Ostpreußen, Oberrollberg 3, ohne Beruf. Fräulein Dora Gruber, geb. 07.01.1900 in Königsberg, Apothekerin, zuletzt wohnhaft Königsberg Ostpreußen, Krausallee 14, werden gesucht von Frau Dr. med. Anneliese Burmann-Gruber, Wanne-Eickel, Hauptstraße 176
August Geschwandtner nebst Frau Maria, geb. Bromberger, Königsberg Pr., Steinstraße 5. Bauunternehmer. Willy Mertoch, Königsberg-Metgethen, Stadt-Oberinsp. am Rieselwerk. Karl Ramsauer, Wiekischken, Kreis Darkehmen. Frau Minna Szyddat, Königsberg, Gustloffstraße, angeblich nach Freienwalde oder Frankfurt Oder geflüchtet zu ihrer Schwester Anna Funk. Obige werden gesucht von Bernhard Zipplies, früher: Königsberg Pr., Gart. Schönfließ 74, jetzt (14b) Kusterdingen, Kreis Tübingen
Johann Gerlach, Postsekr. a. D. und Ehefrau Luise, geb. Donder aus Königsberg, Flottwellstraße 15, zuletzt im Februar 1945 auf der Flucht in Zedlin, Kreis Greifenbg. bei Bauer Stüve. Seither kein Lebenszeichen. Auskunft erb. Willy Gerlach, Mittelschullehrer, (23) Pewsum über Emden, Ostfriesland
Alfred Emil Grohnert, geb. 26.11.1900, Königsberg Ostpreußen, Seligenfeldstraße 1792, zuletzt Polizei-Batl. Steegen bei Danzig, am 07.04.1945 noch gesehen worden, von da fehlt jede Nachricht. Nachr. erb. Frau Gertrud Grohnert, geb. Braun, (23) Weener, Ems, Norderstraße 63
Anna Harder, Gewerbeoberlehrerin, Königsberg, Boyenstraße 12/13. Erbitte Nachrichten von Königsbergern, die 1946/1947 mit meiner Schwester zusammen waren. Th. Harder, Hagen, Westf., Frankfurter Straße 61a
Fritz Harmgarth, Lehrer, geb. 27.04.1888 in Ludwigswalde, wohnhaft Königsberg, Hagenstraße 49, zuletzt bei einer Volkssturmeinheit, Brahmsstraße 38 – 42, letzte Nachricht 07.04.1945 und Hermine Kind, geb. Graef, geb. 01.07.1900, zuletzt wohnhaft mit Frau Martha Kind, Gen.-Litzmann-Straße 41 in der Wohnung Graef, letzte Nachricht 02.04.1945. Nachicht erb. Ursula Harmgarth, Düsseldorf, Deutzerstraße 110-112
Frau Gertrud Herder, geb. Mahnke, aus Tablacken, Samland, Ostpreußen. Nachr. an Frieda Erdmann, Leverkusen-Schlebusch 2 (22c), Opladenerstraße 35
Hugo Herrmann, Uffz., geb. 20.01.1910, aus Dietrichswalde, Kreis Bartenstein, Ostpreußen. Er war am 28.01.1945 auf dem Wege in ein Lazarett in Bartenstein. Nachr. erb. Gustav Grunwald, Marnedeich (24b), Post Marne, Holstein.
Anton Hennig, Schmiedemeister, geb. 03.01.1907, Packhausen, Ostpreußen. Zuletzt gesehen, wie er im März 1945 in Pommern von den Russen abgeführt wurde. Nachr. an die Mutter Rosa Hennig, Nieblum-Föhr (24b), Holstein.
Familie Otto Herzmann, Schneidermeister aus Insterburg, Kasernenstraße. Emil Schekkenreuter, Kriminaldir., Königsberg, Ostpreußen, Richardstraße 2, und meinen Bruder Bruno Naujocks, Gastwirt in Königsberg Ostpreußen, General-Litzmann-Straße 54. Nachr. an Paul Naujocks, jetzt Rastede i. Oldbg., Borbeckerweg
Frau Hoppe. Wer war mit ihr zusammen und kennt ihren jetzigen oder früheren Wohnort? Frau Hoppe stammte aus Masuren und hat im Januar 1946 nach dem Tode von Frau Lydia Diester in Popelken, Kreis Labiau, deren 6jährige Tochter Renate zu sich genommen und wollte angeblich zurück nach Masuren. Unkosten werden erstattet. Frau Magdalene Filipzik (24a) Garsltorf 18 über Winsen-Luhe
Bauer Oskar Huck, aus Drojental, Kreis Insterburg, geb. 06.05.1873, ist mit mir am 20.01.1945 geflüchtet und wurde Ende Februar 1945 in Pillau auf der Fähre gesehen, um auf ein Schiff zu gelangen. Nachr. an Frau Henny Huck, Ekebergkrug über Schleswig-Holstein (24b)
Günther Hühn aus Königsberg, Ziethenplatz 2, geb. 06.10.1927 in Königsberg (Burgschüler). Vom 15. Dezember 1944 bis zum Schluß bei dem Gren.-Ers. Und Ausbildungs-Batl. 323 O.B.-Zug, Potsdam-Nedlitz, Artl.-Kaserne. Letzte Nachricht April 1945. Nachr. an Frau Frieda Bolz (17b) Lörrach, Baden, Grabenstraße 20