Wir Ostpreußen, Mai 1949, Folge 08

Folge 08 vom 15.05.1949

Seite 2 Mit den Grenzen von 1937! Zur Herausgabe neuer Landkarten
Die britische Militärregierung erließ neue Anweisungen für die Herausgabe von Landkarten. Danach sind für Deutschland die Grenzen von 1937, für das Ausland die Lage am Ende des zweiten Weltkrieges im Kartenbild zu zeigen.
Der nördliche Teil Ostpreußens ist mit dem Vermerk: Unter sowjetischer Verwaltung, alle übrigen Ostgebiete sind mit dem Vermerk: Unter polnischer Verwaltung zu versehen. Städte- und Ortsnamen dürfen wieder in deutscher oder auch in polnischer bzw. russischer Sprache gedruckt werden.
Karten der Grenzgebiete und der Küste dürfen aus millitärischen Sicherheitsgründen nicht in einem größeren Maßstav als 1:200 000 angefertigt werden. Die gleiche Bestimmung gilt für außerdeutsche Landkarten. Für Atlanten, Schulkarten und Spezialkarten dürfen Maßstäbe über 1:200 000 nur dann dargestellt werden und hierfür eine Sondererlaubnis eingeholt wurde. Karten nach Art der früheren 1:100 000 Karte (Generalstabskarte) sind wegen ihres militärischen Charakters auch für Wanderpläne verboten.

Seite 2 Königsberg ebenso gut deutsch wie Berlin oder Hamburg. Geschichte und Gegenwart unserer Heimat in franz. Darstellung. Gebiet, das niemals russisch war.
Im Hinblick auf die bevorstehenden neuen Verhandlungen zwischen den Westmächten und der Sowjetunion ist der folgende Artikel von besonderem Interesse, den André Pierre in der französischen Zeitung, France Illustration, veröffentlichte:

In Potsdam, August 1945, erlangte Stalin von den Amerikanern und Engländern das Versprechen, dass die Vereinigten Staaten und Großbritannien auf der Friedenskonferenz über das Schicksal Ostpreußens zugunsten der UdSSR und Polens entscheiden würden. Die Sowjetunion reservierte für sich den Nordteil der Provinz, selbstverständlich mit Stadt und Hafen Königsberg.

Die Lösung von Potsdam war jedoch nicht mehr als eine grundsätzliche Entscheidung. Aber die Regierung der Sowjetunion handelte von da an, als wäre die Frage endgültig geregelt. Und so ging sie zu einer glatten Annektierung des Nordteils von Ostpreußen über. Wohlgemerkt, wir sagen, Annektierung, denn es handelt sich hier um ein Gebiet, das niemals russisch war und auch nie von den Zaren gefordert wurde.

Zweifellos war Ostpreußen einmal von Slawen bewohnt und teilweise von Litauern kolonisiert, so dass es zu einem Zeitpunkt der Geschichte einmal, Lithuania Minor, hieß. Aber im Laufe von Jahrhunderten war Ostpreußen germanisiert worden, und vor dem zweiten Weltkrieg hätte keiner mehr den rein deutschen Charakter in Frage gestellt. Königsberg war ebenso gut eine deutsche Stadt wie Berlin oder hamburg.

Was macht Russland nun aus dem Land Immanuel Kants? Wir stellen zunächst fest, dass Ostpreußen nicht an die sowjetische Republik Litauen angeschlossen wurde, was in gewissem Ramen historisch begründet werden könnte. Ostpreußen wurde direkt an die UdSSR angeschlossen, und damit erhielt die Annektion einen wesentlich brutaleren Anstrich. Mit dem Kreml-Befehl vim 17. Oktober 1945 wurde für die Provinz Ostpreußen eine besondere Verfassung aufgestellt, und im Februar 1946 wählte sie, natürlich russische, Vertreter für den Obersten Sowjet der Sowjetunion. Anfang Juli 1946 beschloss die sowjetische Regierung, den alten Namen Königsberg auszulöschen.

Das war der Beginn einer systematischen Campagne zur Russifizierung Ostpreußens. Im Dezember 1946, als die Verwaltung der Provinz Ostpreußens neu organisiert wurde, erhielten alle kleinen und größeren Ortschaften russische Namen. Preußisch-Eylau wurde Bagrationowsk (der Name des berühmten Gegners Napoleons I. von 1812). Neuhausen heißt jetzt Gwardeisk (als eine Anspielung auf die Garderegimenter der Roten Armee). Gumbinnen ist Gousiewsk (der Name eines Generals, der hier kämpfte). Lasdehnen wurde Krasnoznomansk (das bedeutet: rote Fahne). Ludwigshorst ist heute Ladouchkine. Stallupönen = Nestorow. Darkehmen = Ozersk. Friedland = Prawdinsk. Fischhausen = Primorsk. Labiau = Polies. Heinrichswalde = Slawsk. Tilsit = Sowietsk. Insterburg = Tscherniakhowsk (der Name des General Tscherniakhowski, der im Februar 1945 in Ostpreußen fiel). Der Hafen von Pillau wurde Baltiisk und Ragnit wurde Swerdlowsk. Von den alten Namen ist nichts mehr übrig geblieben.

Jedoch kann man den Charakter eines Landes nicht durch ein bloßes geographisches Durcheinanderwürfeln ändern. Um die Provinz von Grund auf zu russifizieren, entledigte man sich zunächst der deutschen Bevölkerung. Viele hatten ohnehin schon beim Nahen der Roten Armee die Flucht ergriffen. Und dann rief man russische, Kolonisten, ins Land. Man ließ sie aus Bielorußland, aus den Gebieten von Kostroma, Wladimir, Pskow, Nowgorod, Kursk usw. kommen. Die Bauernfamilien setzten sich in unzerstörten Bauernhäusern fest und erhielten vom Staat einen langfristigen Kredit von 10 000 Rubeln. Die Ausweisungen der Deutschen zogen sich durch viele Monate hin und dauerten bis Ende 1947.

Auf welchem Punkt ist nun die Russifizierung Ostpreußens angelangt? Man kann sich eine Vorstellung davon machen, wenn man die Botschaft, der Arbeiter der Provinz Kaliningrad liest, die im Oktober 1947 an Stalin gerichtet wurde. (Wir brachten daraus bereits einen Auszug in Folge 7, Wir Ostpreußen, Die Schriftleitung.) Dieses offizielle Schreiben, das übrigens vom Sekretär der KP Ostpreußens redigiert wurde, beginnt mit der Behauptung, dass Ostpreußen, seit undenklichen Zeiten slawisches Land ist. Hunderttausende von russischen Kolonisten sind dem Ruf der Partei und der sowjetischen Regierung gefolgt. Sie sind nach Ostpreußen gekommen, um ihm neues Leben einzuflößen, um den Sozialismus einzupflanzen und aus ihm eine uneinnehmbare Festung gegen die westlichen Gegner der UdSSR zu machen. Heute arbeiten 146 Industrieunternehmen: Schiffswerften, metallurgische und Zellulose-Fabriken, Elektrizitätswerke usw. 20 000 m² Wohnfläche wurden wiederhergestellt. Züge und Straßenbahnen verkehren wieder. Das Land wird von etwa 16 000 Kolchosenbauern und ihren Familien bewirtschaftet. Auf den Gütern der ehemaligen Junker wurden 340 Kolchosen, 50 Sowchosen und 14 Verleihstationen für landwirtschaftliche Geräte und Traktoren errichtet. Das Ernteprogramm wurde zu 128% erfüllt.

In 29 Mittelschulen, 45 siebenklassigen und 333 Volksschulen wird Unterricht erteilt. In den Hauptzentren arbeiten Bibliotheken, Kinos, Kulturinstitute usw. Das Hauptgewicht wird auf die Entwicklung der Fischereihäfen und der Fischindustrie gelegt. Königsberg erwacht allmählich aus seinen Ruinen. Der Hauptbahnhof wird wieder aufgebaut. Ein regelmäßiger Schiffsverkehr soll zwischen Königsberg und Tilsit (Sovietsk) und zwischen Königsberg und Pillau (Baltiisk) aufgenommen werden.

Seite 4 Lebendige Geschichte

01.04.1815 Otto von Bismarck in Schönhausen geboren
22.04.1724 Immanuel Kant in Königsberg geboren
03.05.1660 Friede von Oliva
17.05.1490 Albrecht von Brandenburg, letzter Hochmeister, erster Herzog in Preußen, geboren. Gründer der Königsberger Universität Albertina
18.05.1887 Ernst Wiechert in Kleinert, Kreis Sensburg, geboren.

Seite 5 Das Hafflied. Begegnung mit der fernen Heimat
Sommer 1948 auf dem Marktplatz einer kleinen mittelholsteinischen Stadt;
Die Sonne brannte auf das staubige Pflastern, die Häuser dösten mit geschlossenen Fensterläden, und die Ladeninhaber schlossen mit einem Seufzer der Erleichterung ihre Gitter vor den Eingangstüren. Gott sei Dank, dass Mittag war!
Bloß in einem Winkel des Markes war Hochbetrieb. Da drängten sich plappernd und quietschend wie eine Schar eben aus dem Stall gelassener Entchen die Schulkinder der beiden Städtischen Lehreranstalten, um mit dem Autobus in ihre Dörfer zurückzukehren, in denen sie beheimatet oder untergebracht waren. Ach, meist waren sie nur, untergebracht. Man sah es an den etwas hohlen Augen, den ausgewachsenen, fadenscheinigen Kleidchen, dem schäbigen Holzschuhzeug. Wie es die Eltern der so herausgebrachten Eltern überhaupt möglich machten, das Schulgeld und vor allem die sehr viel teuere Omnibusmonatskarte zu bezahlen, musste jeden ein Rätsel bleiben. Die Fülle von Qual und Sorge, die dieses für die Eltern bedeutete, war im Augenblick den Kindern nicht anzumerken. Sie schrien und lachten, prügelten sich mit den Schultaschen, rissen sich an den Zöpfen und turnten am Zaun des Vorgärtchens, vor dem sie warteten. Einige von ihnen tanzten zu einer Geige und einer Handharmonika, auf denen zwei Männern in zerschlissenen Uniformen unermüdlich dicht neben ihnen Tanz auf Tanz spielten.
Inzwischen wälzte fauchend und knatternd der Autobus seinen blaugelben, riesigen Leib vor die Menge, die sich wie ein Bienenschwarm auf ihn stürzte. Der Fahrer stellte sich vor die Tür, luftschöpfend und pustend: Erst alle Monatskarten! Die Reisenden, sowie mehrere städtische Bürger, die wohl Sehnsucht nach ländlichen Verwandten hatten, schimpften und drängelten, die Musik kreischte, die Kinder, die teilweise schon verstaut waren, quietschten, es war ein Höllenkonzert!

Da geschah plötzlich etwas.
Das Schimpfen brach ab, die Kinter verstummten eins nach dem andern mit offenen Mäulchen, auch die leise gemurmelte Unterhaltung friedlicher Fahrgäste schwieg.
Was war es, das sie hörten?
Durch das gleichmäßige Geräusch des laufenden Motors klang statt der Tanzmusik eine einfache kleine Weise. Es war, als ob die klaren Töne jeden Lärm zudeckten und die Aufmerksamkeit der ganzen Menschenansammlung in diesem Winkel des sonnendurchglühten Marktes an sich zögen. Jetzt summte dieser und jener die Melodie mit, jetzt stellte der Fahrer den Motor ab, jetzt fielen erst eine, dann mehrere Stimmen ein. Jetzt schien es, als ob die Männer in den abgeschabten Uniformen ihre ganze Seele in dieses Spiel und dieses Lied gelegt hätten und ihre etwas brüchigen Instrumente. Gott weiß, woher sie stammten, ihre Letztes hergeben hießen. Und nun klang dieses Lied, aus fernen östlichen Gegenden stammend, über den Marktokatz der frendebm westlichen Stadt:

Wo de Haffes Welle trecke an den Strand,
Wo de Elch un Kroanik alle Welt bekannt,
Wo de Möwe schrieje, jrell em Stormgebruus
Doa es mine Heimat, doa ben ik tohuus!

Well un Woge sunge mi dat Wegeled,
Denn am Haff verlewt ik mine Kinnertied,
Joa, dat Haff, dat weckt in mi dat Heimbegehr,
Dorch de Welt to flieje, öwer Land un Meer!

Da sangen sie, alle die Vertriebenen, Verschlagenen, die in ihrer heimat so oft erklungene Weise und zauberten sich im Augenblick gleich der Fata Morgana in der Wüste die alte geliebte Umgebung für kurze Minuten auf das grellweiße Straßenpflaster der fremden Stadt.
Das Haff in unendlicher Bläue lag da, glitzernd und glatt, mit den Bildern der zeihenden Wolken auf seinem Spiegel, die Kurenkähne mit den bunten geschnitzten Wimpeln glitten knirschend an den Strand, der Geruch von Salz, Tang und Fischen schwebte in der Luft und drüben über den hellen gewellten Wanderdünen, schwach befestigt durch grüne Bepflanzung, rauschte das meer. Wer vergisst das je, der es einmal erlebte: Haff und Meer zugleich von der Höhe der Düne zu beiden Seiten der Nehrung zu sehen! Und alles, was mit diesen Bildern zusammenhängt, die ganze geliebte heimat stieg nun herauf: die Vaterstadt, das Elternhaus, Wald, See, Fluss, Garten, Freunde, geborgen, und geliebt sein, Heimat, Heimat!
Mit jähem Knall sprang der Motor an. Die Männer in den abgeschabten Uniformen hatten ihre Instrumente eingepackt und die letzten Geldmünzen, hingeworfen von Straßenpassanten, aufgesammelt. Die Kinder, den altvertrauten Kängen noch nachlauschend, fingen langsam wieder an zu plappern, der Alltag kehrte zurück. Der mächtige blaugelbe Leib setzte sich in Bewegung und rollte schwerfällig mit seiner lebendigen Last aus der Stadt.
In der glutzitternden Mittagsluft auf dem leeren Platz stand wie ein Hauch die letzte Zeile des Haffliedes:
Hew nun Ruh gefunde, doch de Sehnsucht blew.
Carla Bassewitz

Dat Appelboomke
Dat Aeppelboomke em Goarde,
da hewd seck scheen gemoakt,
et hewd en finet, wittet Kleed
bekome öwer Nacht

Et weet, dat hied sin Hochtiedsdoag,
drom es et voller Freid,
et steiht so jung on glöcklich doa,
vom Morgewind puscheid.

Den hibschen, schlanken Mäke dort
Kiekt he öns Stoawke rin,
he winkd ehr to on kieckt ganz niep,
als mott dat man so sin.

Se lachd on nöckd em freindlich to,
dem kleenen Aeppelboom,
se hewd öm vör’ger nacht gedrömt
den wunderscheensten Drom
Sabine Horn

Seite 7 Suchanzeigen
Gräfin – Clara – Heim, Ostseebad Cranz, Ostpreußen. Altersheim des krankenhauses der Barmherzigkeit, Königsberg Pr. Wer kann Auskunft geben über die Insassin dieses Heims. Fräulein Elsbeth Rautenberg, geb. 26.01.1867, oder den heutigen Aufenthalt der leitenden Schwestern. Nachricht erbittet: Gerhard Rautenberg (23) Leer, Ostfriesland, Norderstraße 29/31

Frau Johanne Witte, geb. Ost, geb. 24.03.1887 in Obschruten, Kreis Niederung, letzter Wohnort Königsberg, Stägemannstraße 64, letzte Nachricht vom Januar 1945. Auskunft erbittet: Walter Witte, Esslingen-Mettingen, Hauptstraße 73

Meister der Gendarmerie Gustav Scharna, geb. 27.08.1887, zuletzt wohnhaft in Muschaken, Kreis Neidenburg. Wer weiß etwas über seinen Verbleib? Nachrichten erb.: Ewald Scharna (20a) Dunsen über Elze, Hannover

Fritz Löper, aus Tilsit, Niederungerstraße, letzte Feldpostnummer 06130, wird gesucht von Gustav Höllger (13a) Weiden, Oberpfalz, Frauenrichterstraße 24a

Kameraden, Freunde und Bekannte bitte ich um ein Lebenszeichen. Walter Gaedtke, Oberfeldintendant a. D. (14b) Schorndorf, Württ., Talman-Großstraße 36 II

Günther Borowski, aus Königsberg, geb. 14.08.1924, Feldpostnummer 40 909, vermisst seit 02.07.1944, Mittelabschnitt. Wer kann Auskunft geben? Nachricht erb.: Frau E. Borowski, Hannover-Stöcken, Stöckenerstraße 351

Familie Helbing, aus Kreuzburg, Kreis pr.-Eylau (Postbeamter), März 1945 in Danzig gewesen, wird gesucht von: Christa Ermel, Kleinwörden, Kreis Land Hadeln.

Frau Luise Udau, aus Königsberg, Hammerweg 39, zuletzt gesehen April 1945 in einem Lager bei Gumbinnen. Soll in ein Bergwerksrevier östlich des Ural (Slatoust) gekommen sein. Wer kann Auskunft geben? Friedrich Udau (20b) Holzminden, Karlstraße 17

Oberlandesgerichtsrat Dr. Albrecht Maatz aus Königsberg, Wartenburgerstraße 16, geb. 04.02.1898 in Altona. Er war Volkssturmmann und soll am 08.04.1945 am neuen Gerichtsgefängnis in Königsberg verwundet worden sein. Nachricht erbittet: Frau Jutta Maatz (20a) Celle, Kapellenberg 7a

Rechtsanwalt Westphal, aus Allenstein, Kleebergerstraße, wird gesucht. Zuschriften erbittet: Pfarrer S Hoppe (13a) Bad Kissingen, Altenberg 4, oder Ernst Hoenig (10b) Leipzig C 1, Paul-Liststraße 17 II.

Willi Timm, städt. Angestellter Stadtverwaltung Königsberg, Dinterstraße, wird gesucht von Fritz Hoffmann (21b) Post Schmiedestraße über Gevelsberg, Westf.

Frau Maria Petrat, geb. 13.04.1905, aus Ebenrode, Schillerstraße. Wer kann Auskunft geben? Frau Emma Hennig (16) Werdorf 184 über Wetzlar, Hessen.

Volkssturm Pillau. Wer war bei dieser Formation und weiß über den Verbleib meines Mannes, des Melkers (schlecht lesbar) Hermann Kalinowski, aus Schirten (schlecht lesbar), Kreis Heiligenbeil, geb. 1905? Auf der Flucht im Februar 1945 wurde mein Mann in Pillau zurückgehalten. Wen traf dasselbe Schicksal? Wer weiß etwas über Einsatz bzw. Abtransport des Volkssturms Pillau? Nachrichten erb.: Hedwig Kalinowski (20a) Basse Nr. 57, Kreis Neustadt am Rbge., Hannover

Familie Volkmann, Königsberg-Juditten, Brünneckallee, wird gesucht von Franz Strube bei Steinke (22c) Post Kürten, Bezirk Köln-Olpe-Wachteln.

Heinrich und Erich Pösche, geb. 13.04.1889 und 22.12.1927, vermisst seit Januar 1945 und Oktober 1944, aus Tawellenbruch, Ostpreußen, werden gesucht von Meta Pösche. Afgeberin vergaß Anschrift. Bitte melden! Wir Ostpreußen

Reichsbahn-Wagenmeister Kurt Nolte, Königsberg-Hbf. und Ehefrau Selma, geb. Basner, zuletzt wohnhaft Königsberg, Am Sanstich 1, zuletzt gesehen am 27.01.1945. Nachrichten über meine Eltern erbittet: Gerda Nolte (früher Königsberg, Transport-Kdtr.), (16) Bebra, Fulderstraße 5

Marie Krokowski, Schneiderin, körperbehindert (rechte Beinprothese), 59 Jahre, Hedwog Krokowski, geb. Liebrecht, 27 Jahre. Marianne Krokowski, Schülerin, 7 – 8 Jahre, aus Ortelsburg, Passenheimerstraße 2, werden gesucht von: Richard Schulz, junior (13a) Waldsassen, Oberpfalz, Karolinnstraße 5

Helene Burrenkopf, geb. Sembritzki, geb. 15.04.1915, Schneidermeisterin aus Lyck, Staße der SA 51, und deren Eltern, Friedrich und Henriette Sembritzki, zuletzt Allenstein, Roonstraße 25, ohne Nachricht seit Januar 1945, werden gesucht von Heinrich Burrenkopf (22c) Rheinbach.

Oberwachtmeister Max Warth, Feldpostnummer 65 100 C Königsberg Pr. Wer weiß etwas über den Verbleib meines Mannes? Nachricht erb.: Frau Elma Warth (24b) Gundelsby über Kappeln, Schlei

Isolde Helga, geb. 11.10.1926 und Albert Otto Eckert, geb. 10.08.1892, aus Königsberg, Weberstraße 3, techn. Angestellte beim Reichssender Königsberg und beim Generalkommando Königsberg (Albert Eckert am 26.01.1945 zum Volkssturm einberufen), werden gesucht von ihrer Mutter und Frau Maria Eckert (14a) Göppingen, Württ., Fischstraße 9

Obersteuerwachtmeister Fritz Betke vom Finanzamt Gumbinnen. Soll zueltzt in Dänemark gewesen sein. Nachrichten erbeten: Frau Berta Hahn (24b) Burg, Fehmarn, Niendorferweg 14

Seite 7 Neuer Kapitularvikar des Ermlandes
Nach dem Tode von Bischof Kaller wurde Probst Arthur Kather (früher Elbing) vom einzig überlebenden Domherrn zum Kapitularvikar der Diözese Ermand gewählt

Seite 8 Familienanzeigen
Marianne Krammer, Königsberg Pr., Goltzallee 17, jetzt Hamburg, Gr. Flottbek, Papenkamp 4 und Fritz Tillmann, Schippenbeil, Ostpreußen, jetzt Hamburg-Altona, Graf-Bose-Straße 45.Verlobte. 14. Mai 1949.

Wir haben geheiratet. Ottfried Schmidt, Schleswighöfen und Dorothea Schmidt, geb. Gotter, Breslau. Sulingen Vohrde-Amstedt. 13. Mai 1949

Ursula. Die Geburt einer gesunden Tochter geben bekannt. Dr. med. dent. Ruth-Ursula Brucks, geb. Ullrich und Dr. med. Gebhard Brucks. Früher: Stablack bei Pr.-Eylau, Ostpreußen. Jetzt: Lünbeburg, Feldstraße 12

Die Geburt unserer 2. Tochter, Kristina, am 25. März 1949,zeigen erfreut an. Eva Scheffler, geb. Lauruschkat und Walter Scheffler, früher: Königsberg Pr. Gluckstraße 6/8, jetzt: (20a) Lehrte, Hannover, Manskestraße 52

Am 22.10.1948 ist unser Peter-Ulrich geboren. Rudolf Felskau und Frau Elsa, geb. Hinzer. Bad Honnef am Rhein, Frankenweg 129 (früher Königsberg)

Mein älterer Bruder, Landwirt Dr. Wilhelm Matz, Hülsenhof, Kreis Mohrungen, geb. 1.1.1882 ist unweit seines Gutes Ende Januar 1943 mit seiner Frau Käthe, geb.
Schultze, seiner ältesten Tochter Eleonore Roth, geb. Matz und deren 3
Kindern sowie seiner langjährigen Haushälterin Fräulein Salinga aus dem
Leben geschieden; mein jüngerer Bruder, Pfarrer Julius Matz (Bruder), Auglitten b. Wohnsdorf/Kr. Bartenstein geb. am 27.04.1892, Anfang Mai 1945 jenseits des Ural heimgegangen. In tiefem Schmerz um Brüder und Heimat: Franz Matz, Königsberg Pr., Oberregierungs- und Oberbaurat. Osnabrück, Sutthauserstraße 92. Im Mai 1949

Fern der Heimat ist am 29. März 1949, im Buxtehuder Krankenhaus, innerhalb einer Woche an Grippe, meine liebe, sonnige Schwester, Friedel Witte, geb. Milkau (Königsberg, Hagenstraße 98) im Alter von 40 Jahren, verstorben. In stillem Leid: Lisa Gerlach, geb. Milkau. Früher: Königsberg, Korinthendam 21. Jetzt: Bubach, Niedb.

Fern seiner Heimat, Heinrichswalde, Ostpreußen, nahm Gott, der Allmächtige, am 11. März 1949, 19:30 Uhr, meinen lieben Mann, unsern guten Vater, Schwieger-, Groß- und Urgroßvater, Schwager und Onkel, den Rentner, Wilhelm Greger, im 81. Lebensjahre, zu sich in sein himmlisches Reich. Dies zeigt im Namen aller Hinterbliebenen an: Auguste Greger, geb. Schmidtke. Schierling, Niederbayern, Haus Nr. 8. Die Beerdigung hat am 15.03.1849, nachmittags 3 Uhr, hier in Schierling stattgefunden.

Landsleute, gedenkt beim Einkauf stets zuerst der Kaufleute und Handwerker Eurer Heimat!
Handwerker und Kaufleute, bei Neueinstellungen gebt zuerst Euren früheren Mitarbeitern die alten Arbeitsplätze!