Deine Gleichung klingt logisch und unwiderlegbar. (Wobei du ja auch nicht widerlegen kannst, dass „kein Genealogieprogramm“ nicht sehr wohl einer ganzen Zahl entspricht… ).
Es geht aber gar nicht um eine Gleichung, darum, Methoden zu vergleichen mit dem Ergebnis, dass am Ende „das Beste“ dabei herauskommt. Denn bei dieser Frage gibt es kein objektiv Bestes. Es gibt lediglich Präferenzen. Also vergleichen wir hier Äpfel mit Birnen.
Denn woher willst du wissen, ob nicht „Daten auf PC sinnvoll archivieren“ am Ende die beste Lösung für mich ist? Du kennst weder mich noch meine Arbeitsweise? Du weißt weder, wie mein Gehirn funktioniert noch, wie sehr ich inzwischen genervt bin von all den schlecht programmierten, umständlichen, riesig plakativen und oftmals jegliche Benutzerfreundlichkeit (wie z. B. individuelle Ansichtseinstellungen) außer acht lassenden Programmen und Apps. Warum verknüpft Ancestry im Profil einer Person die eigenen *, oo und + Daten mit der jeweiligen Quelle, aber nicht die zig dort aufgeführten Quellen mit den ebenfalls zig dort aufgeführten Kindern der Person?
Anderes Beispiel: Erst vor kurzem pries hier jemand ein Programm zur Visualisierung von Stammbäumen an. „Och“, dachte ich, „probierste mal aus.“. Und was war: Die Demoversion mit (ich meine) Friedrich Barbarossa war mega! Klar, denn es waren ja auch nur die direkten Vor- und Nachfahren hinterlegt ohne 20 Kinder, fünf Ehefrauen sowie diverse Mätressen und deren Bastarde.
Und daher kam, was kommen musste: Als ich dann meine 2000+ Personen aus 10 Generationen einpflegte, sah ich nur 3d-Bälle untrennbar voneinander, dichtgedrängt übereinander, jedes Bällchen verbunden durch eine spriddelig-dünne, kaum zu erkennende Linie zu Bällchen darüber und darunter, die ebenfalls untrennbar voneinander, dichtgedrängt übereinander lagen. Nette Spielerei, aber doch nicht ernsthaft ein Programm, mit dem ich Ahnenverbindungen visualisieren kann!
also ich habe 4 Ordner für meine 4 Urgroßelternpaare. Man könnte aber auch einen Ordner machen und sich vier gut zu unterscheidende Farben aussuchen und die Familien-Ordner entsprechend einfärben (da gibt es verschiedene Tools, die man nutzen kann - ich finde das auch praktisch).
In diesen Ordnern liegen meine Familienordner.
Die Ordner haben eine eindeutige Bezeichnung: #ID_#ID
Für meine Bedürfnisse habe ich eine ID nach Kekulé und für Nebenlinien. Wenn man nicht zu tief in die Nebenlinien und Linien von Stiefverwandten geht, funktioniert das für mich gut. Wie man so eine Nummerierung machen kann, wird hier beschrieben. Wenn du neu anfängst, achte darauf ein System zu nehmen, dass sich sortieren lässt bzw. dass dann so dargestellt wird, wie du es dir vorstellst…
Also jede Familie hat einen eigenen Ordner in dem ich dann die zugehörgien Unterlagen ablege.
Für mich ist das bei einer Familie: Heiratsurkunde der Eltern, Geburtsurkunden der Kinder, Sterbeurkunden von unverheirateten Kindern, Taufurkunden, Konfirmationseinträge der Kinder, Sterbeurkunden der Eltern.
Kann man machen, aber dies ist eine redundante Informationssammlung, da man diese Informationen ja auch in der Quelle und dem Quellenzitat erfassen wird. Dort gibt es strukturierte Felder zu Archiv, Quellenname, Fundstelle etc. Man kann dann nach allen Quellen suchen, die einem Archiv zugeordnet sind oder allen Personen, die in einer Quelle beschrieben sind, etc Alles Dinge, die man auf Dateiebene kaum organisieren kann. Und redundante Datenhaltung ist schlecht. Aber ich gebe auf.
Magst du mir das Tool nennen, welches du verwendest?
Das werde ich dann wohl erst feststellen, wenn ich mich für ein System entschieden habe. Aber irgendwo muss ich ja anfangen…
Auf dem zweiten Screenshot sind also die Dateinamen zu sehen, richtig? Und H, S und T sind Heirat (der Eltern), was „S“ ist, kann ich in dem Zusammenhang nur raten, und „T“ ist Tod?
Mich würde für meineSortierung dabei stören, dass die Daten für z. B. den Gustav nicht alle direkt untereinander liegen. Was meinst du: wenn ich in meiner Benamung das Datum und den (die) Vornamen tausche, müsste doch alles zu jeder Person im Ordner beieinanderliegen, oder? Ich habe halt Last mit den ganzen ähnlichen und gleichen Vornamen der Kinder bei einem Ehepaar, denn von diesen Ehepaaren habe ich echt etliche.
Guuuute Idee, das werde ich auf jeden Fall machen! Danke für den Tipp!
Ein Problem bei den meisten Quellen ist doch, dass diese nicht nur EINE Person, sondern VIELE Personen und deren Beziehungen untereinander enthalten.
Bei Geburten/Taufen hat man neben dem Kind noch die beiden Eltern, manchmal die Hebamme, bei Taufen den Geistlichen/Täufer und Taufzeugen/Paten. Wem ordne ich nun dieses Dokument zu? Dem Kind, Vater, Mutter oder der Familie (= beide Eltern als weitere Einheit, was macht man dann bei unehelichen Kinder, mit bekanntem Vater bzw. mit unbekanntem Vater, was, wenn das Kind später adoptiert wurde usw)?
Dto. bei Eheregistereinträgen, Totenbucheinträge und bei Familienbuchseiten kann es ausarten, wenn dort nicht nur eine Ehe, sondern mehrere Ehen von Mann, Frau oder gar beiden aufgeschrieben wurden. Und dazu noch bei Kindern weitere Informationen zu Ehen und anderen Dingen vermerkt sind.
Für mich nutze ich zum Speichern dieser Dokumente (bspw. die gescannten Seiten einer Ehebibel mit allen Einträgen der Eltern sowie der Kinder wie bei einer Familienbuchseite) ebenso eine sehr einfache Verzeichnisstruktur nach den Hauptlinien des Stammbaums und als Dateiname eine eindeutige Quellenangabe, also grob Was-Woher-Wann-Wo-Wer.
Aber die endgültige Zuordnung dieses Quelldokuments erfolgt dann im Genealogie-Programm über das dort erstellte Quell-Objekt (das am besten einen Verweis auf das Verzeichnis+Dateiname haben sollte) zu allen Personen im Stammbaum, die genannt werden. Damit hat man dort für jede Person auch dokumentiert, welche Quellen man für diese hat und welche davon man lokal vorliegen hat.
Magst du mir das Tool nennen, welches du verwendest?
das Tool heisst „Folder Painter“.
Mit der Benennung von Dateien musst du etwas finden das für dich passt. T ist bei mir Taufe, G ist Geburt, S ist Sterben. Es soll halt unterscheidbar sein.
Wenn alles zu einer Person untereinander stehen soll, müsste man die Datei wohl so benennen: Name, Vornamen … Bringt aber auch nicht viel, wenn ein Kind den gleichen Namen hat wie der Vater oder es Geschwister mit identischen Namen gibt.
Cool, danke, dann mache ich mich mal auf die Suche nach dem „Folder Painter“.
Wenn mann jedoch direkt nach dem Namen das Datum setzt, müsste es gehen. Ich bleibe ja innerhalb deines Familienordners. Und wenn tatsächlich zwei Geschwisterkinder den selben Namen trugen, weil. z. B. das erste verstorben ist, kann ich ja immer noch Nummerierungen einbauen. Ich probiere es gerade aus, bin aber noch dabei, die Daten für eine Familie überhaupt zusammen zu suchen.
G, T, H und S finde ich auch super. „K“ könnte „konfirmiert“ sein, eine zweite Ehe kann ja mit „H2“ benannt werden, eine Scheidung evtl. „HS“ (HeiratsScheidung… der hinkt etwas, ich weiß…) und auch für andere Ereignisse wird sich ein Kürzel finden.
du sprichst da Umstände an, über die ich mir auch schon Gedanken gemacht habe, jedoch noch zu keinem wirklichen Schluss gekommen bin. Mir ist bewusst, dass mir das eventuell irgendwann um die Ohren fliegt.
Eine erste Idee ist, zu jeder Person eine Textdokument zu erstellen, wo eben solche Dinge drinstehen: Paten, Beruf, Umzüge, Verwundung im Krieg, Todesursachen, etc.
Ich bin nicht sicher, ob ich deine Beschreibung richtig verstanden habe. Kannst du mir vielleicht einen Beispiel-Screenshot schicken? Denn ich würde die Scans so einer Ehebibel oder eines Familienstammbuchs tatsächlich komplett in einem Unterordner in der Familie speichern. Aber vielleicht meinst du doch etwas anderes.
Etwas in der Art werde ich sicher auch machen - entweder mit Webtrees oder Ahnenblatt oder vielleicht werde doch bei Ancestry bleiben. Ich möchte dennoch meine Quellen und meine Familienübersichten lieber lokal machen.
Denn der für mich entscheidende Nachteil aller Genealogieprogramme und -portale ist die fehlende Möglichkeit, verschiedene Zweige einer Familie (oder auch unterschiedlicher Familien, wenn man z. B. die richtige Braut zum Bräutigam sucht oder in welcher Familie welches Kind an Kindes Statt angenommen wurde) gleichzeitig bzw. nebeneinander sehen zu können. Ich möchte nicht ständig zwischen drei Johann Heinrich Wilhelms vor und zurück springen, um sie und ihre Ehefrauen zu vergleichen, Profile öffnen, weil ich erst dort den Geburtsort und die genauen G-H-T-Daten sehe und wann geheiratet wurde oder mich einzeln durch alle hinterlegten Quellen klicken, die alle mit „Deutschland, ausgewählte evangelische Kirchenbücher 1500-1971“ bezeichnet sind und - wie schon erwähnt - leider nicht zu dem entsprechenden Kind zeigen.
Lokal öffne ich mir einfach die fraglichen Familienordner im Dateimanager und verteile sie auf zwei oder - falls notwendig - sogar drei Bildschirmen und passen mir die Ansichten so an, dass ich die fraglichen Dokumente prima miteinander vergleichen kann.