ein weiteres Thema, zu dem mich euer Input sehr interessieren würde: Wie sortiert und archiviert ihr eure Quellen und Dateien, die ihr im Laufe eurer Forschungen sammelt, auf eurem Computer?
Es geht mir dabei vor allem um die Archivstruktur und Datenbenamung. Also nach welchen Gesichtspunkten erstellt ihr Ordner und Unterordner und wie beschriftet ihr sie? Habt ihr für jede Person einen eigenen Ordner, in denen ihr die Dateien speichert? Oder sortiert ihr nach Familiennamen? Oder sortiert ihr nach Themen? Habt ihr bestimmte Kennungen innerhalb eurer Ablage? Und und und…
Es sind alle Infos willkommen, denn ich stehe gerade an einem Punkt meiner Forschung, wo ich die Übersicht verloren habe, zu welcher Person ich welche Belege habe. Bevor das im Chaos endet, möchte ich es gerne direkt richtig machen. Zudem möchte ich über kurz oder lang weg von Ancestry als einzigem Ort der Informationssammlung, denn was bringen mir alle Einträge und Notizen, wenn ich sie von dort nicht exportieren kann?
Freue mich auf ganz viele Ideen - und andere Forscher bestimmt auch.
Ich verwende ein Offline-Genealogieprogramm mit einer sehr guten
Quellenverwaltung - für jeden Fakt kann man Quellen angeben, sie von
Fakt zu Fakt kopieren, und sie werden zentral verwaltet (z.B.
Kirchenbuch von Dingsbums, und der einzelne Eintrag ist dann die Quelle
zu einem Fakt, aber man kann ja alles mögliche als Quelle eintragen). Da
sind meine Quellen perfekt organisiert. Dasselbe gilt für Medien
jedweder Art.
Das Programm ist Ahnenblatt, das meistgenutzte auf Deutsch, gerade kam
die neue Version 5 raus. Wird ständig aktualisiert, und innerhalb einer
Version sind die Aktualisierungen gratis. Neue Version gibts alle paar
Jahre und Support im Forum, auch vom Programmautor. (Ich bekomme keine
Prozente.)
ich habe Familien-Ordner und darin dann Unterordner: z.B. Urkunden, Korrespondenz, Gerichtsunterlagen, milit. Unterlagen, Bilder usw.
Also sind darin alle Unterlagen zu einer Familie: Mann+Frau+Kinder.
Die Familienordner habe ich in 4 Hauptordner (je einer pro Großeltern-Linie) einsortiert um mich besser zurecht zu finden, zu welcher Linie eine Familie gehört.
Du könntest aber auch eine quellenbasierte Ordnerstruktur machen. So wie es in dem Genealogie-Programm gemacht ist.
Z.B. Ordner Kirchenbücher → KB Musterstadt, ev. ; Personenstandsregister → StA Musterstadt ; Gerichtsbücher → Amtsgericht Musterstadt.
Und darin dann deine Dokumente ablegen.
Hat alles seine Vor- und Nachteile. Bei der Quellenbasierten Ordnerstruktur bist du ganz auf dein Genealogie-Programm angewiesen um die Übersicht zu behalten. Weißt aber ganz genau, woher dein Scan kommt. Bei der Variante mit den Familien-Ordner, kann man sich auch ohne Programm schnell einen Überblick über die vorhandenen Unterlagen verschaffen, muss dann aber gut dokumentieren, woher man etwas hat.
Eine Alternative ist es, auf jegliche Ordnerstruktur zu verzichten. Keine Konvention für Dateinamen. Alles in einem Ordner. Nur das Genealogieprogramm weiß was wo ist und wie es heißt. Geht auch.