Schlussendlich treffen wir uns in dieser Liste aber, um Dinge über
unsere
Ahnen zu erfahren und uns gegenseitig bei dieser Suche zu unterstützen.
Ich
denke daher, dass der ganze Disskussionsaufruf nicht hier her gehört.
Ja stimmt, ich hatte das Thema ja auch nur angesprochen,
weil hier dauernd über die Bücher der Vertreibung gepostet wurde und ich
gerade mit einem Bekannten selber über das Thema streite...
Ein friedliches Pfingfest !
Gruss, Stefan Hartmann.
Aber… eigentlich geh�rt auch die Vertreibung zur Ahnenforschung.
Stellt Euch einmal vor, Nachfahren forschen 100 Jahre sp�ter… das Loch
der Vertreibung geh�rt zum Ganzen. Es waren riesengrosse Einschnitte in �ber
Generationen gewachsene Familienclans. In dem Rinio-Geschlecht haben wir
jetzt effektiv so viele Jahre nach der Vertreibung
Verwandtschaftsverh�ltnisse wieder entdeckt, von denen wir j�ngeren gar
nichts gar n�scht w�rde ein Ostpreusse gesagt haben gewusst haben. Und man
freut sich �ber Verwandtschaft N E U, aber es macht einen auch traurig,
weil man viele Jahrzehnte von der Existenz dieser lieben Menschen nichts
gewusst hat. Alles geh�rt zum Ganzen h�tte Goethe gesagt. Man kann nicht
Familienforschung betreiben und die Vertreibung aussparen. Viiele
Familienmitglieder sind auf der Flucht oder auf der Vertreibungsspur nach
Westen einfach verschwunden, gestorben oder Kinder von den Eltern getrennt
worden. Diese Kinder wissen nichts von ihren Familien, wenn sie damals noch
Babies waren. Ich habe einige kennengelernt, sogar sogenannte "Wolfskinder",
die mit 5 J. herumgeirrt sind, in Waisenh�usern vegetiert haben (mit
Sehnsucht nach der Mami) und die ganze H�rte der Flintenweiber kennengelernt
haben. Es sind furchtbare Schicksale geschlagen worden durch Krieg,
Vertreibung, Flucht und allem drum herum. Oder nehmt nur die jungen M�DCHEN
und Frauen, die in Viehwagen nach Sibirien verschleppt worden sind, viele,
viele sind dort j�mmerlich gestorben. Es waren unmenschliche Zumutungen f�r
alle unschuldig Beteiligte, wollt ihr das alles unter den Tisch fegen, so
als ob es nicht geschehen w�re???
Frohe Pfingsten - zum Fest der Erleuchtung passt so eine Diskussion allemal
und m�sste auch von den �rgsten Gegnern entschuldigt werden k�nnen.
MFG/Elfa Rinio.Carli
Ok beendet die Debatte! Sind sich doch hoffentlich alle einig darueber, dass das aus seiner Heimat vertrieben zu werden fuer die damals sowie fuer die heute Betroffenen immer grausam ist.
Aber: wer oder was um Himmels (weil heut oder morgen Pfingsten ist) Willen waren FLINTENWEIBER ??? Wenn es solche gab, sind sie nicht evtl. auch fuer die Familienforschung wichtig?
Mfg
Heide
Hallo, Heide, ich kannte den Ausdruck auch nicht. Es waren halt Weiber im
wahrsten Sinne des Wortes, die Flinten bei sich trugen. Welche Funktion sie
hatten, weiss ich auch nicht. Und ob es Freund- oder Feindflintenweiber
waren, weiss ich auch nicht. Ach, wir wissen ja noch so viel nicht aus
diesem letzten ekelhaften Krieg, der wirklich �berfl�ssig war f�r die
Geschichtsschreibung, jedenfalls ich h�tte es mir anders gew�nscht, wenn ich
gedurft h�tte. Aber die Kleinen hat ja keiner gefragt. Ich habe sch�ne
Erinnerungen meiner ersten 6 Lebensjahre in Lyck. Viele sch�ne
Erinnerungen..... mit Weihnachtsmann, Herumlaufen in der Stadt, Eis kaufen,
Bonbon im Laden an der n�chsten Ecke, Feste im Kindergarten, in den ich
jedoch nicht regelm��ig gehen wollte, an die St�rche auf dem Acker meiner
Eltern. Winterliche Schlittenfahrten mit meinem Vater und noch viel, viel
mehr. Aber was nach dem Januar 1945 kam, war nur grausam, furchtbar. Man
m�chte es so gern streichen aus der Familiengeschichte, nein man muss gut
damit zurecht kommen und es einordnen in den Lebensweg, der eben so und
nicht anders war, ob man schuldig ist oder nicht. Die Schuld musste auf die
Schultern geladen werden und wird ein Leben lang mitgeschleppt als
Huckepack. Aber dennoch ist man ein fr�hlicher, hilfsbereiter und ......
Mensch geworden.
Frohe Pfingsten rufe ich in die Runde.
Herzlichst
elfa
Hallo Elfa,
ich danke dir sehr fuer deine Erwiderung! Ich glaube, diese oeffentliche Diskussion ist fuer alle Juengeren sehr wichtig, denn wer von uns weiss denn noch was damals? Und deshalb ist es wichtig, so etwas zu dokumentieren!!!
<<Aber dennoch ist man ein froehlicher, hilfsbereiter und ......Mensch geworden<<
Gut so!!!
Und nuuuu lasst uns mal das lange WE geniessen :-))
Heide