WASt-Probleme, was tun?

Liebe Mitforscher,

hier mal ein allgemeines Problem mit einem Datenarchiv. Von der WASt habe ich nach 5 Monaten (!) folgende Antwort auf die Suchanfrage nach dem Bruder meiner Großmutter erhalten (Kurzfassung siehe unten). Leider weiß ich nicht, wie ich mich hier verhalten soll.

Sehr geehrter Herr Fischer,

diese Antwort entspringt nicht der Willk�r eines Bearbeiters, sondern den gesetzlichen Bestimmungen, die Sie unter Gesetze und Verordnungen – Virtuelles Datenschutzbüro nachlesen k�nnen.

Mit freundlichen Gr��en

Ihr

Hartmut Passauer
-------- Original-Nachricht --------

Hallo Herr Fischer,

da werden Sie nichts dran �ndern k�nnen. Rein formal hat die WASt das Recht
dazu, die Auskunft, wie in Ihrem Fall, zu verweigern. Auch ich habe bis vor
kurzer Zeit noch Auskunft �ber den Bruder meines Vaters erhalten (ohne
Erm�chtigung direkter Nachkommen). Dagegen habe ich (allerdings von einem
Standesamt) keine Auskunft �ber den ledigen, gefallenen Bruder meiner Mutter
bekommen.
Sie haben Recht, wenn Sie sich beschweren. Auch ich hoffe, da� diverse
Datenschutzexzesse bald aufh�ren. Der Herr m�ge dem Gesetzgeber recht bald
die Erleuchtung geben.

Viele Gr��e
Walter (Grunwald)
walter.grunwald@web.de

Heiko Fischer schrieb:

... hier mal ein allgemeines Problem mit einem Datenarchiv. Von der WASt
habe ich nach 5 Monaten (!) folgende Antwort auf die Suchanfrage nach
dem Bruder meiner Gro�mutter erhalten (Kurzfassung siehe unten).
Leider wei� ich nicht, wie ich mich hier verhalten soll.
...

Lieber Heiko Fischer,

ein Blick in die Rechtsvorschriften, auf denen die Arbeit der WASt basiert, d�rfte die Dinge wahrscheinlich schon positiv voranbringen.

Das Gesetz �ber die Verarbeitung personenbezogener Daten bei der WASt
vom 26. Januar 1993 (GVBl. S. 40, 49) findet sich unter

http://www.datenschutz-berlin.de/gesetze/berlin/wast/wast.htm

und die darauf basierende Verordnung �ber die Verarbeitung personenbezogener Daten bei der Deutschen Dienststelle f�r die Benachrichtigung der n�chsten Angeh�rigen von Gefallenen der ehemaligen Deutschen Wehrmacht (WASt-Verordnung) vom 29. M�rz 1994 (GVBl. S. 107) unter

http://www.datenschutz-berlin.de/gesetze/berlin/wast/wastvo.htm

Ma�gebend ist im vorliegenden Falle � 6 der WASt-Verordnung, den man nicht restrikiv oder weniger restriktiv, sondern schlicht und ergreifend "richtig" auslegen muss und dann gilt f�r "Ihren Fall" folgendes:

1.

Eine Auskunft ist (!) zu erteilen, wenn

"ein Interesse an der Auskunft glaubhaft dargelegt wird und

das Interesse an der Aufkl�rung des Einzelschicksales die schutzw�rdigen Belange des Betroffenen erheblich �berwiegt" - � 6 Abs. 1 Satz 1 lit. c).

Die genealogische Erforschung der eigenen (nicht nur engeren) Familie ist (!) ein "berechtigtes Interesse" im vorstehenden Sinne.

2.
"Schutzw�rdige Belange des Betroffenen sind in der Regel nicht mehr beeintr�chtigt, wenn der Betroffene zehn Jahre oder l�nger verstorben ist. Ist das Todesdatum eines Betroffenen ungekl�rt, so sind ab 90 Jahren nach seiner Geburt schutzw�rdige Belange in der Regel nicht mehr beeintr�chtigt. Ist auch das Geburtsdatum ungekl�rt, so sind in der Regel schutzw�rdige Belange nicht mehr beeintr�chtigt, wenn seit der Entstehung der Unterlagen mindestens 70 Jahre vergangen sind" (� 6 Abs. 3 WASt-Verordnung).

Sollte mithin ein Geburtsnachweis, der mehr als 90 Jahre oder ein Todesnachweis, der mehr als 10 Jahre zur�ckliegt, gef�hrt werden k�nnen, dann kann die erbetene Auskunft schwerlich verweigert werden.

Ein gewisser Danziger mit Langzeit-Gedaechtnisproblemen laesst gruessen!

lies mal: http://www.netzeitung.de/kultur/435010.html

Ernst

Ein schönes Hallo in diese Runde,

Als neues Mitglied in dieser Liste möchte ich mich heute kurz vorstellen:

Ich heiße Fritz Schulz, bin Kartografie-Ingenieur und forsche seit ca. nun 6
Jahren in Westpreußen nach meinen mütterlichen Vorfahren, die eigentlich aus
dem Kreis Lauenburg- Pommern stammt. Es zeigte sich jedoch, dass fast alle
ihre Vorfahren aus Westpreußen herstammen und neuerdings habe ich einen
Hinweis bekommen, dass meine Vorfahren TAUBE, bevor die sich in Koelln/ Kr.
Neustadt-WPR um 1825 niederließen, aus Ostpreußen herstammen sollen. Hat
jemand Anhaltspunkte, generell zum Namen TAUBE in Ostpreußen?

Gesucht wird ein Johann George TAUBE *um 1770, luth. (wohnhaft in Popowken/
Kr. Danziger Höhe, gen. 1820, Eigentümer in Teichhof bei Kölln, gen. 1827),
der angeblich aus Ostpreußen herstammen soll.

Des weiteren habe ich einen toten Punkt zu meinem Vorfahren Jacob BECKER *um
1770, ev., +vor 1834 in Taubenwasser. Er war königlicher Revier-Jäger im
Forsthaus Taubenwasser (Golumbia, im Forst Oliva) bei Zoppot (gen. 1834). In
keinen Kirchenbüchern aus dieser Gegend konnte ich bisher seinen
Sterbeeintrag finden ... Eine Chance wäre, wenn ich Hinweise finden könnte,
ob es Unterlagen bzw. Akten aus dieser Zeit über angestellte staatliche
Förster finden könnte. Weiß jemand Rat oder eine Quelle, wonach ich suchen
könnte?

Als Kartograph stelle ich auch Karten her. Dazu gibt es (weltweit) die
ersten genealogischen Karten. Die erste Karte unter dem Titel
"Pom-Wpru-Danzig" gibt es bereits. Die nächste genealogische Karte, die in
Zusammenarbeit mit einem Daniel Beckherrn zur Zeit entsteht, erhält den
Titel "OPRU-NW, Königsberg" (fertig Ende 2006). Es entstehen im nächsten
Jahr eine komplette Abdeckung dieser Kartenserie von ganz West- und
Ostpreußen. Es sind sehr aufwändige Karten, da jedes Kartenblatt zwischen
2500-3500 Wohnplatznamen beinhaltet. Ich denke, Herr Beckherrn, der auch
Mitglied in OWP ist, wird wohl rechtzeitig, speziell zu den Ostpreußenkarten
noch eine Vorankündigung machen. Vorbestellungen zu der Karte "OPRU-NW,
Königsberg" können aber jetzt bereits unter den Adressen

beckherrn@iworld.de
F_Schulz@s-direktnet.de

vorgenommen werden. Kosten dieser mehrfarbig gedruckten Karte im Format 60 x
80 cm mit Ortsregister auf der Rückseite, gefaltet auf DIN A4,
voraussichtlich 15 Euro (zuzüglich 1,50 Euro Versandkosten).

Mit schönen Grüßen aus Pforzheim

Fritz Schulz

F o r s c h e n a c h f o l g e n d e n N a m e n:

ADLER, ALBECKI (ALBETZKI), BECKER, BEHNKE, BEYER, BIGUS, BUS(CH)KOWSKI,
DRAFZ (DRAWC, DRAFC), FRIEDRICH, GROMAL, HAR(D)T (HARDYS), KAMIN, KLEWER,
KLOTZ, KNITTER, KOPITTKE, LAD(E)MANN, LIEDER, MARTZ, MIELKE, NUSCH,
PI(E)PER, PRENKE, SELL, STRAUSS (STRUSZ), SONDERMANN, SUCH, TAUBE, TOMINSKY,
TOTZKE (TOTZKI), WICK (FICK), WITT, WITTENBERG, WOHLT und WOIZESCHKE.

Suche auch alle gleichen Namenstraeger in diesem Gebiet:

Hallo Fritz Schulz,

willkommen in der Runde.
Um welche Strauss handelt es sich und woher sollen sie stammen?
Viele Gr��e aus dem sonnigen Wegberg vom Niederrhein.

Walter (Grunwald)
walter.grunwald@web.de

Hallo Walter,

meine Strauss (Strusz, Strus etc.) haben in Westpreußen und in Hinterpommern
(Kr. Lauenburg) gewohnt. Sie lassen sich in den Orten Gohra (Kr.
Neustadt-WPR), Belgard, Rieben (beide im Kr. Lauenburg-POM) nachweisen.
Meine Daten gehen zurück bis zu einem Jacob Strausz, der in Rieben 1666
genannt wird (damals Starostei Putzig).

In meiner Datenbank Strauss lassen sich die ältesten Daten bis zu einem
Joannes Strauss (wohnhaft in Oliva 1594) verfolgen. Es gab auch ein M. Carl
Gottlieb Straus, Phil. p. p. Ord. & Bibliothecarius in Professores Gymnasii,
in Danzig (gen. 1777).

Nach welchen STRAUSS suchst Du?

Schöne Grüße

Fritz (Schulz)

Hallo

Ich habe in einer Seitenlinie Strauss und Strutz aus Ladeburg, wo immer das
ist. Einige landeten in Elbing, Danzig und nach dem Krieg in Westfalen.
Conrad Strutz *1693 ist der älteste den ich habe. + 18 Oct 1773
Leitzhau/Ladeburg

Maren
UK

Hallo Walter,

meine Strauss (Strusz, Strus etc.) haben in Westpreußen und in Hinterpommern
(Kr. Lauenburg) gewohnt. Sie lassen sich in den Orten Gohra (Kr.
Neustadt-WPR), Belgard, Rieben (beide im Kr. Lauenburg-POM) nachweisen.
Meine Daten gehen zurück bis zu einem Jacob Strausz, der in Rieben 1666
genannt wird (damals Starostei Putzig).

In meiner Datenbank Strauss lassen sich die ältesten Daten bis zu einem
Joannes Strauss (wohnhaft in Oliva 1594) verfolgen. Es gab auch ein M. Carl
Gottlieb Straus, Phil. p. p. Ord. & Bibliothecarius in Professores Gymnasii,
in Danzig (gen. 1777).

Hallo

Es gibt ein Ladeburg in Brandenburg.

Gru�,
Heike Stephens
-------- Original-Nachricht --------

Hallo Maren,

auch die Strutz sind wohl interessant! Könntest Du mir auch die Angaben von
den "gelandeten" Strauss in Danzig und Elbing zukommen lassen unter:

F_Schulz@s-direktnet.de

Habe herzlichen Dank!

Schönen Gruß aus Pforzheim

Fritz

Übrigens bei Mannheim gibt es die kleine Stadt Ladenburg ...

Hallo Fritz und Maren,

bei mir handelt es sich um Karoline Straus(s), * ca. 1820, Ehefrau von
Gottlieb Berg, deren Sohn Johann Berg ist am 14. 5. 1854. russ. Kalender (2.
5. 1854) in Kalepsk, Budy Kalenskie, poln. Ru�land, geboren. Die Eltern oder
Gro�eltern sind nach dort eingewandert. Woher, wei� ich nicht. Ich suche
schon jahrelang nach diesen kniffeligen Vorfahren.

Viele Gr��e

Walter
walter.grunwald@web.de

Hallo Walter,

eine Caroline Strauss habe ich in meiner Westpreußen/ Danzig Datenbank
STRAUSS nicht gefunden. Leider kann ich nicht helfen ...

Gruß Fritz