Was erfreuliches!

Moin in die Runde,

in der Diskussion um die Kirchenbücher und die Breitstellung von Daten durch
andere Archive und exorbitante Kosten, hier mal was positives!

Ich hatte im Zuge meiner Familienermittlungen eine Anfrage an das
Stadtarchiv in Attendorn gestellt. Da war durch eine Munitionsexplosion eine
mir bis dato unbekannte Tante umgekommen! Mit den wenigen Rumpfdaten wendete
ich mich an den Stadtarchivar von Attendorn.

Dieser konnte meine Anfrage zunächst wegen personeller Probleme und des
gerade stattfindenden Karnevals (Gott sei Dank, gibt es hier sowas nicht J )
nicht beantworten.

Nun heute seine Antwort, mit ausführlichen, mich zufriedenstellenden Daten!

Ohne Kosten! Ohne Aufwand! Per Email !

Also, es geht doch anders!

Hans-Jürgen (Hajü) (Christens)

...richtig, nur positive Beispiele bringen uns weiter.

Danke Hans-J�rgen,
genau so ist es auch mir, sogar bei Anfragen bei "Kirchens"
ergangen und das sind lange keine Ausnahmen mehr.

Auf eine etwas h�her Stufe hat sich unsere DAGV:> http://www.dagv.org/

unser Aller Dachverband um die Sache der Kosten bem�ht.
Unter dem Stichwort: ARCHIVGEB�HREN hat man dort (Herbert Stoyan)
mal den Versuch unternommen die *tats�chlich* erhobenen Geb�hren
in Archiven aufzulisten. Sie reichen von kostgenlos bis 30,00 �
pro Antrag (in Berlin)

Archivgebühren in Deutschland – GenWiki

Allem Gerede zum Trotz, ganz unten sind auch 2 Kirchenarchive
aufgef�hrt:

- Zentralarchiv der Evangelischen Kirche
  Hessen Nassau Darmstadt pro Stunde: 2,00�
- Landeskirchliches Archiv Hessen Kassel pro Tag: 8,00�

Wer diese Geb�hrens�tze noch immer als "Abzocke" oder Kompensation
der wegbrechenden Einnahmen aus Kirchen steuer bezeichen will,
der will offenbar die Wirklichkeit nicht zur Kenntnis nehmen.

Wir, d.h. diejenigen, die sich ernsthaft bem�hnen wollen, k�nnen
1. dieser Auflistung zu Objektivierung der Diskussion erg�nzen
2. in ihren Vereinen daf�r sprechen z.B. �ber die DAGV als
    ein Ganzes, als Gesamtheit der Genealogen, daf�r zu sorgen,
    das die Kirchen (Kirchenoberen) kompetente Gespr�chspartner
    bekommen.

Ja, ich bin mir sicher, in 10 - 20 Jahren werden die Kirchen
auch IHRE Archivalien, die Kirchenb�cher, online stellen.
Es gibt schon genug positive Beispiele und die m�ssen nicht
vollkommen ohne Geb�hren sein.

Viele Gr��e
Klaus Vahlbruch

Stadt Wuppertal:
Gebühren

    Auskünfte aus Personenstandsunterlagen: 25 - 75 €
    Kopie einer Urkunde € 10
    Nachforschung (Recherche) pro halbe Stunde € 50
    Benutzungsgebühren vor Ort im Stadtarchiv: € 2/Tag, € 5/Woche, €15/Monat, €75/Jahr
    Schüler und Studenten die Hälfte
    Harz IV-Empfänger freie Benutzungsgebühren
Ist schon ganz schön happig!!!

Hajü

Guten Tag,

wo lagern die Melderegister der Stadt Hamburg aus der Zeit 1940-45? Sind diese überhaupt erhalten?

Mit freundlichen Grüßen
Jürgen (Eichler)

Hallo J�rgen,

   ich denke das es in Hamburg auch ein Einwohnermeldeamt gibt.

   Da w�rde ich mal fragen.

   viele Gr��e Frank ( Schreier)

Stadt Wuppertal:
Geb�hren

     Ausk�nfte aus Personenstandsunterlagen: 25 - 75 �
     Kopie einer Urkunde � 10
     Nachforschung (Recherche) pro halbe Stunde � 50
     Benutzungsgeb�hren vor Ort im Stadtarchiv: � 2/Tag, � 5/Woche, �15/Monat, �75/Jahr
     Sch�ler und Studenten die H�lfte
     Harz IV-Empf�nger freie Benutzungsgeb�hren
Ist schon ganz sch�n happig!!!

Haj�

Ook Moin oder goden Dag,

kann auch ein positives Ereignis beitragen:
von eine Gemeinde im Schwarzwald erhielt ich zwei DinA3 Kopien kostenlos auf eine Anfrage nach einer Verwandten meiner Frau, die nach der Flucht aus Westpreußen dort gelandet war. In der Landeshauptstadt dann "pecunia necesse est", die übliche Abzocke zu den bekannten Preisen.

Aus der Diaspora grüßt

hapu

Hallo J�rgen,

> wo lagern die Melderegister der Stadt Hamburg aus der Zeit 1940-45? Sind
> diese �berhaupt erhalten?

die sind im 2. Weltkrieg vernichtet worden. Es gibt im Staatsarchiv Hamburg aber noch Verfilmungen der Karten der Verstorbenen, aus Hamburg Verzogenen und sich verheiratender Frauen f�r den Zeitraum 1.8.1943 bis 31.12.1945. Diese Meldekarten sind jetzt auch f�r den Zeitraum 1946-1957 im Staatsarchiv, unterliegen aber noch dem Datenschutz und es muss ein begr�ndeter Antrag auf Schutzfristverk�rzung gestellt werden. Einsichtnahme ist dann im Staatsarchiv m�glich.

Viele Gr��e

Sabine (Paap)

Hallo Sabine, Hallo Listige,

vielen Dank f�r die Information. F�r ein berechtigtes Interesse bin ich wohl zu weit entfernt verwandt.
Gibt es f�r die Zeit 1943 bis Nachkriegszeit ein Adressbuch von Hamburg - Langenhorn?
Ich habe aus dem Melderegister Cuxhaven eine Verzugs-Adresse in Hamburg Langenhorn, Dobenst�ck 16. Aufgrund der Wohnlage k�nnte ich mir auch vorstellen, dass die gesuchte Person dorthin geheiratet hat. Wenn es Adressb�cher aus dieser Zeit gibt, kann man dann auch �ber eine Adressangabe suchen?

Viele Gr��e
J�rgen

die sind im 2. Weltkrieg vernichtet worden. Es gibt im Staatsarchiv
Hamburg aber noch Verfilmungen der Karten der Verstorbenen, aus Hamburg
Verzogenen und sich verheiratender Frauen f�r den Zeitraum 1.8.1943 bis
31.12.1945. Diese Meldekarten sind jetzt auch f�r den Zeitraum 1946-1957
im Staatsarchiv, unterliegen aber noch dem Datenschutz und es muss ein
begr�ndeter Antrag auf Schutzfristverk�rzung gestellt werden.
Einsichtnahme ist dann im Staatsarchiv m�glich.

Viele Gr��e

Sabine (Paap)

Hallo J�rgen,

Hallo Jürgen,
ergänzend zu den Angaben von Sabine möchte ich hinzufügen, dass es
Adressbücher von Hamburg von 1690 bis 1976 gibt. Auch mit Amt Ritzebüttel /
Cuxhaven bis 1937! Mit Ausnahmen natürlich: der Zeitraum von 1943 bis 1947
ist aus den genannten Gründen nicht erfasst! Manchmal sin die Einträge auch
nicht ergiebig, wenn da z.B.steht A.Meier!
In der Regel werden auch nur die Haushaltsvorstände mit Namen eingetragen.
Andere Familienangehörige findet man hier nicht.
Probiere dein Glück mit Jahrgang 1947! Vielleicht ist der Betreffend dort
wohnen geblieben!
Hier der Link zu den Adressbüchern:
http://agora.sub.uni-hamburg.de/subhh-adress/digbib/tree;jsessionid=DEB8A609
B4E4AC1303D08A784373EF75.agora13?sdid=c1:193186

Gruß
Hans-Jürgen (Christens)

Hallo Listenleser,

einige Anmerkungen zu den Hamburger Adressb�chern:

Adressb�cher von Hamburg von 1690 bis 1976 gibt. Auch mit Amt Ritzeb�ttel /
Cuxhaven bis 1937! Mit Ausnahmen nat�rlich: der Zeitraum von 1943 bis 1947
ist aus den genannten Gr�nden nicht erfasst! Manchmal sin die Eintr�ge auch
nicht ergiebig, wenn da z.B.steht A.Meier!
In der Regel werden auch nur die Haushaltsvorst�nde mit Namen eingetragen.
Andere Familienangeh�rige findet man hier nicht.
Probiere dein Gl�ck mit Jahrgang 1947! Vielleicht ist der Betreffend dort
wohnen geblieben!
Hier der Link zu den Adressb�chern:
http://agora.sub.uni-hamburg.de/subhh-adress/digbib/tree;jsessionid=DEB8A609
B4E4AC1303D08A784373EF75.agora13?sdid=c1:193186

- Die Stabi hat alle m�glichen Verzeichnisse, die irgendwie Adressb�cher sind, digitalisiert, das Projekt wird weiterhin erg�nzt.

- Die �lteren Werke sind Literatenverzeichnisse und Kaufmannslisten etc. und enthalten l�ngst nicht alle Einwohner.

- Ab 1787 beginnt die Reihe der Adressb�cher, diese ist durchg�ngig bis zum Jahr 1966, bis auf die kriegsbedingten Fehljahre. Die ersten B�nde nach dem Krieg sind allerdings Branchenverzeichnisse, das hei�t nur Betriebe und Gewerbetreibende sind enthalten.

- Eine systematische Erfassung der Haushaltsvorst�nde setzte etwa ab 1860 ein.

- Nach der Einstellung der allgemeinen Adressb�cher 1966 sind es wieder Wirtschaftsadressb�cher.

- In den meisten Hamburger Adressb�chern ist auch das Altonaer Adressbuch enthalten, au�erdem kann man in verschiedenen Jahren noch die erstaunlichsten Funde machen: Buxtehude, L�neburg, Gl�ckstadt, Itzehoe, Harburg, Wandsbek und weitere Orte.

- Teilweise gab es auch f�r bestimmte Teile eigene Adressb�cher, z.B. Bergedorf und Wilhelmsburg.

- Man sollte sich immer einen �berblick �ber das gesamte Adressbuch verschaffen, meist ist es in verschiedene Teile gegliedert: alphabetischer Teil, Stra�enverzeichnis, Landgebiete, Altona ...

Fazit: St�bern bringt tolle Funde und wenn nichts gefunden wird, hei�t das nicht, das die Person nicht in Hamburg gewohnt hat!

Viel Erfolg bei der Suche w�nscht

Sabine (Paap)