Wallonen im Riesengebirge

Hallo Heribert,
ich hatte schon einmal am 28.9.07 in der NSL etwas über Wallonen in Schlesien geschrieben.
Mir war auch aufgefallen, dass gerade in polnischen Texten immer wieder Wallonen in
frühen Zeit, also 11. - 13. Jh., im Riesengebirge auftauchen und als Bergleute angegeben werden.
Es ist natürlich nicht auszuschließen, dass im Mittelalter Wallonen, also gleich welschsprachige
Menschen und vielleicht auch Bergleute ins Riesengebirge gekommen sind. Obwohl diese wohl
weniger aus Belgien, als dann vielmehr aus einer italienisch- oder französischsprachigen
Region hätten kommen müssen, wo im Mittelalter Erzbergbau betrieben wurde. Das Wort Welsch steht
ursprünglich allgemein für romanische Sprache und Wallonisch leitet sich von Welsch ab.
Meiner Meinung nach handelt es sich jedoch um ein Missverständnis in den Texten. In allen deutschen
Mittelgebirgsregionen und im Alpenraum tauchen im Mittelalter Sagen von Venedigern, Walen
und Wallonen auf. Diese Sagen drehen sich um geheimnisvolle Schatzsucher, die von weit her kamen,
sich vielleicht in fremden Sprachen unterhielten, allein durch die damaligen Urwälder der Mittelgebirge
streiften und merkwürdige Zeichen an Felsen und Steinen hinterließen.
Hintergrund hierfür dürften wohl Erz- und Mineralsucher gewesen sein, die damals aus bereits
intesiv genutzten Bergbaugebieten kamen, also nicht einmal unbedingt aus Italien oder Frankreich,
und in den unzugänglichen Mittelgebirgen nach Bodenschätzen suchten. Sie werden eventuell
ihre Claims abgesteckt haben oder zur Orientierung Zeichen an markanten Steinen hinterlassen haben.
Dass sie meisten alleine oder in kleinen Gruppen unterwegs waren und sich untereinander in
Geheimsprache unterhielten dürfte zur Legendenbildung beigetragen haben. Welsch steht nicht nur
für romanisch- fremdsprachig sondern auch wie in Kauderwelsch und Rotwelsch generell unverständliche
Sprache. Die Begriffe Venediger (Harz u. Erzgebirge), Walen (Schwarzwald) und Wallonen (Riesengebirge)
leiten sich alle vom Wort Welsch ab.

Gruss Jürgen

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Hallo Wallonen interessierte

Hierbei auch was Anderes :

In der heutige Polnische Sprache ist Italien mit dem Wort Wlochy, und ein Italiener mit Wloch beschrieben (L durchgestriechen)
Könnte mit die alten Dialekten auf die Wurzel der Walen,Welche usw..zurückzeigen....
Wallonen sind eigentlich die Leute aus Wallonien /Belgien (Hälfte sudlich des heutiger Belgien).

Walen ,Welche,

Bergleute, Schatzsucher, Zigeuner, Alchemisten usw.... vielleicht . .nach Lokalen Rumoren und ihr geheimnissvoller aushalten/Aussehen/sprechen
so wurden Sie stetts von der Inland Bevölkerung bezeichnet.
Goldsucher, GoldWerwandler,Schatz und Edelsteinjäger usw...warum nicht...mit dem gnädigen Zufal...aber das waren sie kaum..

Sie waren Glasmachermeister aus Venedig ( diese konnten auch aus Frankreich,Holland ,Belgien usw... wo Sie Saison-Tätig waren, herkommen )

Und als solche waren Sie bestimmt keine arme Teuffel. Was sie suchten ? bestimmt kein Gold und auch weniger Edelsteine....

Sie suchten den ganz selten und nur hier vorkommende Kobalt oxyd (Erz,Broken...) Mit dem Sie ihre zauberhafte und elegante Glas produkte
die gegenüber andere Länder Jahrhunderte Technisch und Artistich Vorsprung hatte, weiter durchzusetzen. Venedig hatte mehr Gold in seine Kassen
als der Französicher Monarch Louis XIV.....Wenn mann bedenkt das Ein Gramm Venezianischer Spiegel Ein Gramm pures Gold kostete....

Mit 100 Gramm Kobalt Oxyd lassen sich 100 bis 500 Kgs Glas verfärben ( von dunkel bis hellblau.) und in sehr teuere (Gold preis) und Welt verlangte
Kunstgläser verwandeln. Bestätigt ist es ( Seifenbergbau im Erzgebirge/Walensagen. Dr Heinrich Schurtz. 1890.Stuttgart) das die Venezianer
"allerley art Körner, braune ,schwarze ,graue usw..bey denen kein Golt bey sich haben ". suchen und wegtragen...

Sie Markierten die Wege mit Zeichen ( Keine Alchemie Zeichen !) damit Sie auch die Fundstätte wiederfinden .Es waren eben Jahreszüge für einige Kg
Kobalt Oxyd. Also Kein Gold ; aber was noch wertwoller : Kobalt mit dem Sie in Murano die Zaffera machten ( Konzentrierte Dunkel Blaue Fritte zum Weiter Schmelzen).Die Zaffera würde auch manchmals durch die "Walen" auf die Fundstätte fabriziert ( leichter zum transportieren...)
Ca 20 % der fabrication in Murano wurde durch Kobalt Oxyd Blau verfärbt : Opal Glas, Milch Glas, Marmor Glas und helles Glas.
Ich habe viele Venezianische Rezepte durchgesehen.... uns Dies Bestätigt welchen hohen Wert die GlasmacherMeister aus Venedig für
das Kobalt hatten....der nur bis zum 18 JH in " Alemania" vorkommt wie Sie es sagten.....
Die Glas Fabrikation der Andere Länder vergnügte sich zur gleicher Zeit mit Schmutziger Waldglas.

MFG aus Frankreich

bonne lecture !

Jean Hartwig

Dauer Suche : HARTWIG / TIEFFE- > Johannisthal/ Bad Reinerz und Umgebung.
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