Wahlvater

Hallo, mir liegt eine Heiratsurkunde vor in dem unter "Elltern der Frau" die Begriffe
Vater durchgestrichen und durch Wahlvater und
Mutter durchgestrichen und durch Wahlmutter
ersetzt sind. Vermutlich sind das die Pflegeeltern, die auch Namensgeber sind.
Gibt es eine stichhaltig Erklärung bzw. Begründung?
Viele Grüße aus Garbsen
Bolko KNUST

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Bolko KNUST
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Hallo Bolko Knust,
das scheint ein Begriff aus dem österreichischen BGB zu sein:

retro|bib - Seite aus Brockhaus Konversationslexikon: Anna Amalia (Herzogin von Sachsen-Weimar) - Annahme an Kindesstatt und nächste Seite

Viele Grüße
Dieter (Begehr)

<Bolko.Knust@t-online.de> schrieb:

Hallo Herr Knust,

da es allem Anschein nach den Begriff "Wahlvater" in der offiziellen
Terminologie der Genealogie und/oder der staatlichen Vorgaben
nicht gibt, in der Praxis aber sehr wohl, darf ich Ihnen zwei
Beispiele aus meiner Genealogie anf�hren, die diesen Begriff
im Sprachgebrauch sehr wohl auch in Deutschland belgen:

1. Emma SCHWENGER, *27.17.1889 in Hamburg <705>
    wird fr�h Waise. Das Ehepaar:
    Heinrich VAHLBRUCH, Textilkaufmann *22.09.1848 in Hamburg <684>
    und Elisabeth L�PSCHEN, *15.07.1845 in Stra�burg <685>
    nehmen sich dieses Kindes an, sie elbst bleiben *kinderlos".
    Das Kind wird nie adoptiert aber wie ein eigens zeitlebens
    so behandelt, Ausbildung und alles was dazugeh�rt wird ihr
    von ihren "Wahleltern" erm�glicht, bis hinzu einer �berfahrt
    nach S�damerika, die belegt ist.

Emma (Emmi) B�ttcher geb. Schwenger war in Argentienen, als sich die
Geburt ihres Kindes ank�ndigte. Wann genau sie erstmals dorthin
gereist war ist nicht bekannt, aber sicher ist, dass sie nach Hamburg
zur�ckreiste, um dort am 06.01.1910 ihre Tochter bei ihren
Vahlbruch-Eltern zur Welt bringen zu k�nnen. Danach mu� sie erneut
nach Argentinien gefahren sein, denn vor Ausbruch des Ersten
Weltkrieges 1914, kam sie dann endg�ltig zur�ck nach Hamburg.

   1808 Heiratet Emma Schwenger in Winnsen/Aller den Otto B�tcher, <704>
   den sie �berlebt und sie stirbt am 24.01.1961 in Frankfurt a.M
   und wird auf dem Frankfurter Fiedhof unter einem Grabstein
   beerdigt, auf dem steht: "Emma B�TTCHER, *geb.* VAHLBRUCH"
   ...eine bewusste Falschinformation, in Stein gemei�elt.
   *Das* ist eine "Wahlelternschaft" und wurde/wird in der Familie
   auch bis auf den heutigen Tag so bezeichnet.

1. Meine eigene "Findetochter", Samara Madaio, kam als unser
    viertes Kind mit ca. 17 Jahren aus dem Nachbarort zu uns
    obwohl dort ihre leibliche Mutter wohnte und auch immer noch
    wohnt. Heute lebt diese "Findetochter" in San Diego CA
    hat in USA einn MADAIO geheiratet und wir werden von ihr
    als "Wahleltern" bezeichnet, wie auch sie von ihren anderen
    drei "Geschwistern" VAHLBRUCH als ihre Schwester behandelt wird.
    Heute ist sie 34 Jahre alt, ihre leibliche Mutter lebt noch.

Ich denke, man/frau muss sich bei dem Begriff "Wahlvater" keine
gro�en Gedanken machen, "...es ist wie es ist, sagt das Leben"
und das l�sst sich oft nicht einmal in ein Genealogieprogramm
fassen - Sie wissen welches ich benutze ;-). ---> Historie!

Moin,

Ich wei� von einigen F�llen in denen eheliche Kinder, die von dem 2. Ehemann der
Mutter adoptiert wurden. In diesen F�llen hie� es in Urkunden mindestens in den 50er
Jahren Wahlvater. Am besten mal im �rtlichen Standesamt fragen.

Gru�
Bernd Salewski

Bahnhofstr. 66
27729 Hambergen
Tel.: 04793/2395 - Fax: 04793/954043
Salewski.Hambergen@ewetel.net
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