Urkunden aus ZW 1680-97

Hallo zusammen,

ich leite hier eine Anfrage aus Amerika weiter, die ich nicht beantworten kann. Weiß jemand mehr?

Gruß,
Andrea

Frage:
Ich habe neulich gelesen, die Urkunden in Zweibrücken 1680-1697 wären sämtlich im Französischen geschrieben, weil Zweibrücken an den französischen König gefallen war. Stimmt das?
Kann ich annehmen, das wären bloss die Zivilurkunden?
Wenn ja, wissen Sie in welchen Archiven diese Urkunden jetzt zu finden sind?

Hallo Andrea und unbekannter anonymer Amerikaner,
Ob Zweibr�cken wirklich an den franz�sischen K�nig gefallen war weiss ich
auch nicht, aber unter Napol�on schrieb man "Ville des deux ponts" mit oder
ohne Bindestrich.
Mit freundlichen Gr�ssen,
Thomas (Wiederkehr)

-------Originalmeldung-------

Hallo Listenleser;

Zu dieser Zeit war das Saarland noch von den Schweden besetzt.
Ich habe zahlreiche Briefe und einen bericht an den schwedischen
Verwalter.
Von 1650-1705.

Gruß

Dieter (Märte)

<Hallo Andrea und unbekannter anonymer Amerikaner,
<Ob Zweibrücken wirklich an den französischen König gefallen war weiss
ich
<auch nicht, aber unter Napoléon schrieb man "Ville des deux ponts" mit
oder
<ohne Bindestrich.
<Mit freundlichen Grüssen,
<Thomas (Wiederkehr)

<Frage:
<Ich habe neulich gelesen, die Urkunden in Zweibrücken 1680-1697 wären
<sämtlich im Französischen geschrieben, weil Zweibrücken an den
<französischen
<König gefallen war. Stimmt das?
<Kann ich annehmen, das wären bloss die Zivilurkunden?
<Wenn ja, wissen Sie in welchen Archiven diese Urkunden jetzt zu finden
<sind?

Hallo,
Zweibrücken war von 1680 bis 1697 unter französische Herrschaft. Der
Sonnenkönig hatte es in dieser Zeit wie viele andere deutsche Städte
und Fürstentümer mit Frankreich "wiedervereinigt". Er musste es dann
aber wieder rausrücken. Ob die Urkunden dann französisch gehalten
wurden, weiß ich nicht. Zu Napoleons Zeiten war das so, ob der
Sonnenkönig so streng war? Landau war ja viele Jahr französisch und
dort ist es mal so mal so.

Gruß, Thomas (Horsmann)

Hallo Listen-Leser;

Brief von 2.12.1671 von Johann Ochs(Zweibrücken/St.Ingbert) an
Magnus Gabriel de la Gardie,
(Gabriel Hansson Borgmann, adlad Hjelmborg
Informator für den Pfalzgrafen Herzog Adolf Johann von Stegeborg.
Hier geht es um Abgaben oder Steuerzahlungen:

Transkript

Brief von Johannes Ochs and Magnus Gabriel

Hochgebohrener Graff, gnaediger
Graff und Herr,
Euer Hochgr. Exts. beliebtes schreiben kam
2. December, habe ich ..achter Zeit empfang,
..dt deßen inhalt ableßent vernommen, ver–
hoffe demselben geliebter Herr Sohn, Herr Graff
Gustaph Adolph wandte (?) von seiner Zwey Jährig
Peregrination nunmehr glücklich wiedter
angelang sein, so mir würde lieb sein zu
vernemmen.
Daß sonsten den ……gemachten Credit …
recommandation anbelangt, so verhoffe ich
sowie gl. werdten dieselbe aller ….
acht gepführt (?) haben, wie auch aller …
Ihr ..ttun….. gold (geld ?) nach belieben ..
Contento empfangen haben, daß Sie damit
Zufriedten sein werd, welches Zukommen (?),
mir die gröste Vergnüglichkeit sein würde.
Sonsten sendte ich hierbey geschloßen die begehrte
Rechnung, in welcher Euer Hochwl. Exts

mir prorerto Verbleiben . … 2217 x58, Sie
würdt sich, wie ich nicht Zweiffele, in allen
qosten richtig befind, ersuche nun Eure Hochgr.
Exts.. Sie wollen die ….ndlung (Verhandlung?)thun, da-
mit mir ..cher Rest fündlichst in Hamburg
erlegt werd möge, wozu ich mich ver-
laßen will.
Für zu der Rechnung behörige quittungen, habe
ich alle beisammen, aber bey diesem Winter
Wetter, und großem ge…ßer bed…tes ge-
tragen (?), sei mit zu überfernd (?) weilen ich
befürchte, Sie möchten …. Verlohren
gehen,…deßen würdt der Herr B..
Arrent die aufmachen wohl wissen, und
alle qosten justificiren. ----------
Herr Merian hat die Württemberg:.. Wein
zwahr wohl empfang weilen aber der Winter
vor der Thür gewesen , so ist nicht Rathsam be-
fundten word, dieselbe fort zusend, darum (?)
hatt er sie in seinem Keller eingelegt, gegen drey
Y….ing gelibt es Gott, weil ich mir schon
lassen angelegen sein, wie Sie am besten
oben Anbestand ….und nach fortzubring sein---
Vonn Eurer Hochgr Exts. ich sonsten angenehme
Gefällichkeit erweissen, bin ich in der Zeit
willig, wünsche derselben damit vor Gott
dem almächtigen ein glückseligens, fried
und freudenreiches gesundes neues Jahr, und verbleibe

7. January 1671

Herr Hochgräffl. Exts

Dienstwilligster
Diener
Johannes Ochs

Diese Briefe stammen aus dem
Riksarkiv Stockholm
Zweibrückensammlingen

Warum sollte man an die Schweden Abgaben entrichten, wenn Zeibrücken
französich war.

Gruß

Dieter

<Hallo,
<Zweibrücken war von 1680 bis 1697 unter französische Herrschaft. Der
<Sonnenkönig hatte es in dieser Zeit wie viele andere deutsche Städte
<und Fürstentümer mit Frankreich "wiedervereinigt". Er musste es dann
<aber wieder rausrücken. Ob die Urkunden dann französisch gehalten
<wurden, weiß ich nicht. Zu Napoleons Zeiten war das so, ob der
<Sonnenkönig so streng war? Landau war ja viele Jahr französisch und
<dort ist es mal so mal so.

Gruß, Thomas (Horsmann)

Hallo Listenleser;

Zu dieser Zeit war das Saarland noch von den Schweden besetzt.
Ich habe zahlreiche Briefe und einen bericht an den schwedischen
Verwalter.
Von 1650-1705.

Gruß

Dieter (Märte)

<Hallo Andrea und unbekannter anonymer Amerikaner,
<Ob Zweibrücken wirklich an den französischen König gefallen war weiss
ich
<auch nicht, aber unter Napoléon schrieb man "Ville des deux ponts"

mit

oder
<ohne Bindestrich.
<Mit freundlichen Grüssen,
<Thomas (Wiederkehr)

<Frage:
<Ich habe neulich gelesen, die Urkunden in Zweibrücken 1680-1697 wären
<sämtlich im Französischen geschrieben, weil Zweibrücken an den
<französischen
<König gefallen war. Stimmt das?
<Kann ich annehmen, das wären bloss die Zivilurkunden?
<Wenn ja, wissen Sie in welchen Archiven diese Urkunden jetzt zu

finden

Hallo Dieter,
vielleicht lässt sich das aufklären.

Die Franzosen bzw. der Sonnenkönig hatte Zweibrücken und die ganze
Gegend einfach erobert. Als damals stärkst Landmacht, konnte sich ihm
niemand wirklich entgegenstellen. Da mussten erst die Niederländer und
Engländer ran. Deshalb musste der Sonnenkönig im Frieden von Rijsweijk
1697 wieder einen Großteil rausrücken.

Aber bereits 1681/1697 fiel das Fürstentum Pfalz-Zweibrücken nach dem
Aussterben der Wittelbacher Linie Pfalz-Zweibrücken an die seit 1654
in Schweden regierende Wittelsbacher-Linie Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg.
Die verwandtschaftlichen Beziehungen nach Schweden bestanden ja schon
seit 1654 - das erklärt wohl die Briefe.

So ungefähr jedenfalls.
Gruß, Thomas (Horsmann)

Hallo Andrea,

um welche Unterlagen geht es Deinem Freund denn?

Ich selbst habe meinerzeit auch einige Vorfahren in den reformierten KB von Zweibr�cken erforscht, und diese waren alle in deutscher Sprache verfa�t. Es soll allerdings dort auch noch ein franz�sisch-reformiertes KB geben. Das wei� ich jedoch nicht genau, da dieser Umstand f�r mich von keiner Bedeutung war. Falls Dein Freund jedoch Interesse hat, soll er sich mit mir auf diesem Weg bilateral in Verbindung setzen. Ich kann ihm gern ein/zwei Adressen geben, �ber die er vielleicht weitere Informationen erhalten k�nnte.

Mit freundlichen Forschergr��en
Alexander Pfeil

Hallo zusammen,

ich muss mich bei allen bedanken, die geantwortet haben. Am besten ich fasse alle Antworten zusammen und sende sie so weiter. Auch das Angebot für weitere Hilfe! Da die Fragestellerin Janet perfekt Deutsch spricht, kann sie alles selbst lesen.

Nochmals herzlichen Dank!

Gruß,
Andrea