<genealogie@ib-fritsche.de> schrieb:
...liebe Forscherfreunde,
...
Richtig: Wer etwas weiterleiten oder veröffentlichen möchte, muß sich für "ob, wann, wo und in welcher Form" beim Autor die Genehmigung einholen, s.o.
...
Hallo Jürgen Fritsche,
wenn das so durchgehend gängiges Recht wäre oder würde, wäre Wissenschaft kaum noch möglich. Wissenschaft lebt davon, dass Autoren zitiert werden können, nur so wird der Fortschritt zwischen alt und neu, richtig und falsch, etc. ja möglich.
Zumindest für die Beiträge auf den Listen, die wie die famnord-Liste ja ziemlich öffentlich sind, sollte man annehmen dürfen zumindest wissenschaftlichen Gebrauch davon machen zu können.
Einige wollen mehr, aber zumindest den Status der Hilfswissenschaft macht der Genealogie ja keiner streitig. Wer also diese Hilfswissenschaft als Hobby betreibt, sollte keinerlei Schwierigkeiten beim Umgang mit diesen Daten oder der Weiterleitung zu ebensolchen Zwecken haben.
Da die Listen bei genealogy.net alle erkennbar eher nichtkommerziellen Charakter haben und die angeschlossenen Vereine ja auch vielfach gemeinnützig tätig sind, besteht aus meiner Sicht eigentlich keine Notwendigkeit zukünftig jede mail mit einer detaillierten Gebrauchsanweisung für die mögliche Nutzungsreichweite zu versehen.
Wer als Aufragsforscher kommerziell arbeitet kann ja auch seine Honoraransprüche nicht aus dem Besitz oder Urheberrecht ableiten, sondern allenfalls aus der aktuell aufgewendeten Arbeit die Daten aktuell zu beschafft zu haben. Wer falsche Angaben zu der Herkunft seiner Daten macht und diese als eigene ausgibt, mag belangt werden können, wer bereits Öffentliches zitiert kann wohl wenig falsch machen. Wer nun einem anderen etwas privat ohne explizite Einschränkung mailt scheint damit aber die Privatsphäre bereits zu verlassen und den privaten Charakter seiner Daten selbst schon aufgehoben zu haben.
Wer seine Daten also lieber selbst kommerziell verwertet, sollte sie vollständig "bunkern", aber zusehen, dass er Sie dann baldigst zum Nutzen aller veröffentlicht kriegt. Das "Bunkern" zum Zwecke der Bildung eines persönliches Daten-Bestandes, der dann ggfls.immer wieder neu verkauft werden kann, würde ich als unsittlich empfinden.
mit freundlichen Grüßen
Hans Peter Albers, Bienenbüttel