Unbekannter Vater 1835 Hafenpreppach

Hallo in die Runde,
ich habe seit über 20 Jahren einen toten Punkt. Bei meiner UrUrGroßmutter
ist im Geburtsteintrag kein Vater angegeben.
Sie war nie verheiratet, so dass auch später kein Hinweis auf den Vater
kommt, ebenso wenig bei den Taufpaten ihrer einzigen unehelichen Tochter.

Katharina Barbara M(E)ICHAL, ev., Taglöhnerin, Dienstmagd, To.d. Henriette
Christina Friedericke Eva MICHAL,
*15.07.1835 Hafenpreppach, ~19.07.1835 Ebern,
+02.12.1912 Heilgersdorf [] 04.12.1912 Heilgersdorf

Habt ihr noch eine Idee, welche Unterlagen dieser Region einen Blick Wert
sind, um möglicherweise einen legitimierten Vater zu finden?
Liebe Grüße
Udo

Hallo Herr Schreyer,

ich nehme an dass Hafenpreppach zum Staatsarchiv Bamberg gehört.
Ich würde dort nachfragen, weil:
Jedes nicht eheliche Kind hatte ja einen Erzeuger und die Obrigkeit wollte diesen haben, damit er für das Kind zahlt.
Deswegen wurden Vaterschaftsakten angelegt, in denen der Vater genannt wird. Es kam dann auch zu Vaterschaftsprozessen,
in denen der Vater vom Gericht ermittelt und festgestellt wurde…
Die Akten lagen bei den Bezirksämtern, diese haben sie an die Staatsarchive abgegeben.
Und mit ein bisschen Glück ist der Akt noch erhalten.
Viel Glück bei der Suche.

Mfg Andrea Distler

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Hallo,

nach den KB von Hafenpreppach war die Geburt am 15.07.1835 in Coburg und die Taufe am 19.07.1835 in Ebern. Nach einer Anmerkung wurde das Kind in Heilgersdorf erzogen und konfirmiert. Ich empfehle, das Stadtarchiv und das Staatsarchiv Coburg anzuschreiben. Eventuell gibt es dort noch Unterlagen zur Vaterschaft. Auch eine Durchsicht der Unterlagen des Pfarrarchivs Hafenpreppach (vermutlich noch im dortigen Pfarramt?) ist anzuraten.

Viele Grüße
Thomas Pöhlmann

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Hallo,

Hafenpreppach lag im unterfränkischen Bezirksamt Ebern; daher müssten Akten zur Vaterschaft heute im Staatsarchiv Würzburg sein.

Viele Grüße
Thomas Pöhlmann

Hallo Udo,

   spontan fallen mir jetzt nur Gerichtsakten ein, vielleicht gab es ein
   Verfahren wg. Unterhalt oder Vormund fuer das Kind.

   Gute Nacht und liebe Gruesse
   Veronika

Hallo,

ich hatte 1833 einen ähnlichen Fall in einem Katholischen Kirchenbuch.
Es existierte für diesen Zeitraum noch eine Abschrift im Pfarrarchiv,
die wohl für das Landgericht vorgesehen war und nie abgegeben wurde.
In der Zweitschrift war der Name des Vaters vermerkt mit einem Hinweis
auf ein Schreiben des Landgerichts an das Pfarramt.
Dieses Schreiben habe ich dann zwischen anderen Archivalien des
Pfarramtes gefunden.
Eine Suche im Staatsarchiv Würzburg nach einer dazu gehörigen Akte war
für diesen Zeitraum bei diesem Landgericht (Ochsenfurt) leider
erfolglos. Es gab aber in späteren Jahren Akten, die Vaterschaften zum
Inhalt hatten.
Sind im 19 Jh. Zweitschriften von Matrikeln in Bayern an die zuständigen
Gerichte abgegeben worden und existieren sie noch?

Herzliche Grüße aus dem Rheinland,
Georg (Schmetz)

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