Trippstadt - Bürgerbuch

Zur „Glöckner-Kartei“ in Trippstadt lässt sich folgendes sagen:
Ja, sie war eine der Grundlagen des besagten ( oder: unsäglichen) Bürgerbuches.
Ich habe die Kartei erstmals 1975 im jetzigen Fremdenverkehrsamt Trippstadt eingesehen, kann aber - mangels Vergleichsmöglichkeit- nichts über deren damaligen Zustand aussagen.
Als ich sie etwa 1988 erneut zu Rate zog, musste ich einen (erheblichen) „Datenschwund“ feststellen : Eine ganze Anzahl Karteikarten fehlte mittlerweile ! (Der Umfang dieses „Schwundes“ ließ sich zunächst nicht ermitteln, da ich ja nur meine herausgezogenen Daten als Vergleichsgrundlage hatte.) Hochgerechnet auf den gesamten Karteibestand war er aber nicht unerheblich. Möglicherweise war die Kartei bereits 1975 nicht mehr komplett gewesen, weil offensichtlich (unverschämte und völlig unhistorische) Leute Karteikarten einfach mitgenommen hatten.
Es wurde also notwendig, die gesamte lobenswerte Fleißarbeit des Herrn Glöckner ein zweites Mal zu tun. So wurden die Kirchenbücher von Trippstadt bei der Zweibrücker AG für Familienforschung neu verkartet.
Die luth.KB (1698 – 1798 ) bearbeitete Walter Wittmer 1990, die kath.KB (1727-1798) ich selbst mit meinem Sohn Thorsten zusammen.
Beide Verkartungen müssten über die Zweibrücker AG f.Familienforschung zu beziehen sein.(Vors. : August N. Ernst, Contwig, Schottenbachstr.23)
Ich selbst besitze natürlich auch beide Bände, neben ca. 140 weiteren KB-Registern aus der West- u. Saarpfalz. (Sobald ich Zeit finde, stelle ich mal eine Liste ins Netz)
Das „Bürgerbuch“ krankt also nicht nur an den völlig unzureichenden Kenntnissen des Verfassers in Latein und Familienforschung, sondern auch noch an den Kartei-Lücken. Schade um Druck und Papier.

Gruß aus Schopp im pfälzischen Holzland
Dietmar Meyer