Hat jemand von euch schon Erfahrungswerte mit Transkribus?
Viele Grüße
Gerda Winkler
Hat jemand von euch schon Erfahrungswerte mit Transkribus?
Viele Grüße
Gerda Winkler
Gibt es konkretere Fragen?
Liebe Grüße
Ingrid (Reinhardt)
Ich habe kürzlich mal mit einem Text Gemini, Scribe AI (MyHeritage) und
Transkribus verglichen, es gibt da einen entscheidenden Unterschied
siehe
(es ist der letzte Beitrag in einer längeren Diskussion zu dem Thema).
Schöne Grüße
Renate
Hallo Gerda,
ausprobiert habe ich Transcribus bisher noch nicht.
Vor ein paar Monaten las ich darüber und recherchierte ein wenig.
Wie es so ist, in einigen Artikeln wurde Transkribus hoch gejubelt, in anderen scharf kritisiert.
Ich kam zu dem Schluss, dass man einfach nur ausprobieren kann, am Besten mit bereits entziffertem Text.
Dem einen hilft es, dem anderen nicht.
Rein persönlich halte ich Abstand von der KI.
LG Christina_L
KI ist nicht KI, siehe den von mir verlinkten Text.
Transkribus arbeitet anders als so was wie Gemini, und man kann
verschiedene Modelle für die Schrifterkennung wählen.
Transkribus wird auch von Archiven genutzt, um Bestände zu erschließen.
Schöne Grüße
Renate
Hallo, wenn Ihr testet solltet Ihr unbedingt auch die einfache Google KI mit einbeziehen, ich finde die Ergebnisse teilweise überzeugend, Eigennamen sollte man eh immer selber “erraten”. Ich versuch mal in naher Zukunft einen Vergleichstest zu machen.
VG Torsten
Ich habe Transkribus erfolgreich bei alten Handschriften aus der eigenen Familie eingesetzt.
Allerdings ist die anfängliche Erkennungsrate erwartungsgemäß nicht so hoch, wie man es wünschen würde. Ich musste sehr viel manuell nacharbeiten.
Hat man viele Texte mit tatsächlich derselben Handschrift, kann man Transkribus trainieren.
Das ist bei mir leider nicht der Fall. Bei der professionellen Bearbeitung von großen Archivbeständen mag das sehr sinnvoll und produktiv sein.
Ich hatte interessanterweise sehr gute Erfahrung mit ScribeAI von myHeritage gemacht.
Das ist zwar ein anderer KI-Ansatz (Transkribus bleibt nahe am Geschriebenen, ScribeAI analysiert auch das “historische Umfeld” eines Textes), aber als spontane Hilfe war die Texterkennung besser als bei Transkribus - evtl. weil ScribeAI mehr “mitdenkt” als Transkribus.
Ich finde folgende Infos ganz nett:
Viel Erfolg!
Christian (Freyer)
[Christian.Freyer] Christian.Freyer <genealogy.net
christian.freyer>
16. MaiIch habe Transkribus erfolgreich bei alten Handschriften aus der eigenen
Familie eingesetzt.
Allerdings ist die anfängliche Erkennungsrate erwartungsgemäß nicht so
hoch, wie man es wünschen würde. Ich musste sehr viel manuell nacharbeiten.
Es lohnt sich, verschiedene Modelle auszuprobieren.
Hat man viele Texte mit tatsächlich derselben Handschrift, kann man
Transkribus trainieren.
Das ist bei mir leider nicht der Fall. Bei der professionellen
Bearbeitung von großen Archivbeständen mag das sehr sinnvoll und
produktiv sein.Ich hatte interessanterweise sehr gute Erfahrung mit ScribeAI von
myHeritage gemacht.
Das ist zwar ein anderer KI-Ansatz (Transkribus bleibt nahe am
Geschriebenen, ScribeAI analysiert auch das “historische Umfeld” eines
Textes), aber als spontane Hilfe war die Texterkennung besser als bei
Transkribus - evtl. weil ScribeAI mehr “mitdenkt” als Transkribus.
Das kann aber auch ein Nachteil sein. Mit dem richtigen Modell ist
Transkribus besser, wei es Wörter zwar vielleicht falsch schreibt, sich
aber nichts ausdenkt.
Beispiel: Wenn Transkribus Schäfer als Schäfes gelesen wird, weiß ich,
was gemeint ist. Wenn eine „denkende“ KI „Schum.“ schreibt, ist das
falsch, aber da steht ein sinnvolles Wort. Wer nicht gut lesen kann,
glaubt, der Mann war Schuhmacher.
Ich hatte auch den Fall, dass der Ortsname Falkenhagen durch
Schwalenberg ersetzt wurde, was auf der nächsten Seite vorkam.
Siehe
Man darf sich durch die diensteifrige Kommunikation der KI (eigentlich
sogar manchmal weit mehr, wenn sie sich bei jedem Schrieb für das tolle
Digitalisat bedankt) nicht beirren lassen.
Und vor allem: Für alle Aussagen Quellen verlangen! In meinem Fall, oben
verlinkt, wurden Quellen genannt, die keine sind oder nicht das
enthalten, was die KI behauptete. Die unterwürfigen Entschuldigungen der
KI dafür brauche ich nicht, sondern echte Fakten. Damit kappt es nicht
immer.
Fazit: Transkribus ist eine reine Mustererkennung und mit dem richtigen
Modell bekommt man was gelesen, was wirklich hilft. Man sollte es
nutzen, um selber damit zu üben.
Ich fürchte, die Genealogie wird demnächst überschwemmt mit falsch
transkribierten, aber gut lesebaren und deshalb als korrekt akzeptierten
Texten, so wie bisher von x-mal kopierten falschen Genealogien.
Schöne Grüße
Renate
Alle Hinweise sind natürlich richtig.
Wer die KI kritiklos verwendet, ist selbst schuld. Und, ja, wir werden jetzt schon überschwemmt.
Transkribus hatte trotz mehrerer Modelle große Lücken.
Ich wollte in meinem Ansatz eigentlich nur eine Art “Geschirrspülmaschine”, damit ich nicht alles einzeln “abwaschen” muss, und es einfach schneller geht.
Aber genauso, wie auch nicht alles im Geschirrspüler richtig sauber wird und man nachkontrollieren und nacharbeiten muss, ist das mit der KI.
Die Nachkontrolle ist das A und O.
Trotzdem fand ich, dass mir ScribeAI tatsächlich mehr Arbeit in Summe abgenommen hatte als Transkribus. Kann aber auch mein Spezialfall gewesen sein.
Muss sowieso jede/r selbst ausprobieren - mit der gebotenen Sorgfalt.
Hallo an alle Helfer bei Transkribus , ich bedanke michsehr für eure
Rückmeldung was eure Erfahrungswerte betrifft; besonders das *Video *war
sehr hilfreich FÜR MICH .Ich werde es aber nicht installieren,da der
Aufwand dafür zu hoch ist und meine digitalen Kenntnisse dafür zu niedrig.
Bei mir ging es erst-mal um einen Scan aus dem Breslauer Staatsarchiv .
Aufgrund dessen,dass es wohl so undeutlich geschrieben worden ist, auch
für uns sehr unübersichtlich ist ,ist der Zeitaufwand für den, der es
mir teilweise übersetzen konnte immens hoch und nicht weiter machbar.
Zum anderen habe ich einen Sterbeeintrag von Klein Leutmannsdorf bei
KI eingegeben, herausgekommen bei KI soll der Ort "Leichmannsdorf
„heißen und der Familienname STEPHAN“ wäre aus sicht von KI ? Retschow
Herzliche Grüße und DANKE Gerda (Winkler)
.
Liebe Gerda,
Transkribus muß NICHT installiert werden. Gearbeitet wird im Browser! Man meldet sich KOSTENLOS bei Transkribus an und kann sogar monatlich einige Seiten ebenfalls kostenlos transkribieren. Das Hochladen ist ebenso einfach, wie das Starten der Erkennung. Womit man sich beschäftigen sollte, ist das richtige „Model“ für die Schrift vorher auszuwählen. Ein höherer Aufwand ist erst erforderlich z. B. bei einem aufwendigen Layout oder Tabellen.
Wie schon erwähnt wurde, arbeitet Transkribus mit „Mustererkennung“. Wenn ein Schreiber jedoch sehr schlampig geschrieben hat, fehlen natürlich diese Muster. Wenn ein Schreiber, wie in einem mir bekannten Fall ein „e“ wie ein „r“ schreibt, dann kann man keinen korrekten Text erwarten. In solchen Fällen könnte - bei einem größeren Projektumfang - das Training eines eigenen Models dieses einen Schreibers für das bessere Erkennen vieler weiterer seiner Seiten natürlich helfen.
Für eine einzelne Seite - womöglich nur mit wenigen für einen selbst interessanten Zeilen - „lohnt“ es sich natürlich nicht.
Im Gegensatzt zur angesprochenen KI von ChatGPT, Gemini, usw., bleiben die hochgeladenen Seiten nur für einen selbst, oder dazu selbst eingeladenen Personen sichtbar und bearbeitbar.
Liebe Grüße
Ingrid
Hallo,
Zitat: „Bei mir ging es erst-mal um einen Scan aus dem Breslauer Staatsarchiv .
Aufgrund dessen,dass es wohl so undeutlich geschrieben worden ist“…
Also bei „schlecht/undeutlich“ geschriebenen Dokumenten/Scans habe ich oft mit
Foto-Bearbeitungs-Software Erfolg gehabt.
Mit der einen Software habe ich mir die Worte ausgeschnitten, in der anderen Software die Auflösung verbessert.
Dann in der ersten „rein gezoomt“ und bei den Buchstaben die vielen Grauwerte auf nur „weiss“ oder „schwarz“ eingeteilt.
Danach konnte ich meist lesen, was geschrieben stand.
Bei der Schrift selber, der sogenannten „Sauklaue/Pfaffenklaue“, kann dies auch helfen, aber das Beste bleibt, weitere Einträge in dieser Schrift zu
finden und zu versuchen Worte/Buchstaben zu erkennen.
Ich selber habe Scans von Kirchenbüchern, die teilweise wirklich unlesbar sind. (Linien mit Zacken, ohne erkennbare Buchstaben).
Zum Glück waren da die ersten Worte und Daten relativ gut geschrieben, um meine Ahnen zu erkennen.
Man sollte sich in schwierigen Fällen die Frage stellen, wie wichtig einem die genaue Transkription ist.
Mir reichte es bisher (bei entfernten Vorfahren) den Ort, das Datum und die Namen zu identifizieren.
Es gibt natürlich Schrift-Experten, die man gegen Geld beauftragen kann.
Ansonsten, was soll ich sagen? Es gibt halt leider, dank des „Sauklauen-Faktors“, Dokumente/Scans, die unlesbar sind.
Immer noch besser als „verschollen“ oder „zerstört“.
Gruss Christina_L
Wäre dieser ganze Beitragsfaden nicht besser in der Kategorie „künstliche Intelligenz“ aufgehoben? Was spricht dagegen?
Allzeit viel Forschererfolg wünscht nebst einem schönen Biergarten-Abend
Mit freundlichen Grüßen
Alexander Peren
Ja, das ist richtig und ich verschiebe das Thema im Anschluss auch dorthin.
Für alle, die sich bisher an der Diskussion beteiligt haben:
Auch wenn Ihr die Kategorie „künstliche Intelligenz“ nicht abonniert habt…
Ihr könnt dort lesen
… und diejenigen, die sich an der Diskussion bislang beteiligt haben, sollten auch eine Benachrichtigungs-Mail erhalten, wenn es zu diesem Thema weitere Beiträge gibt.
Herzliche Grüße,
Susanne (Nicola)