Hallo Listenteilnehmer,
Ich bräuchte mal ein tipp.
Mein Onkel ist 27.01.1944 in Lauban geboren. 1945 sind sie dann vertrieben
worden. Mein Onkel war zu den Zeit im Krieg. Als meine Tante mit Ihrem Sohn
dort weg musste war er noch am Leben, als sie in Kirchdorf Kreis Sulingen
angekommen sind war den Sohn nicht mehr dabei. Er muss also auf dem Weg
verstorben sein. Nun das Problem wie kann ich rausbekommen wo und wann er
gestorben ist? Beim DRK Suchdienst habe ich es versucht, die haben keine
Informationen für mich gehabt.
Irgendwo muss ja der Tot beurkundet sein.
Oder hat jemand die Daten von Werner Artur Wunde geb. 27.01.1944 in Lauban/
Schlesien
Udo (Wunde)
Hallo Udo,
soviel mir Bekannt ist,sind w�rend der Flucht,
viele Personen gestorben,darunter auch sehr viele Kinder,
so das die Eltern,V�ter und M�tter noch nicht einmal
gelegenheit hatten,diese Personen ein zu Bestatten!
Und w�rend der Flucht,wurde mit Sicherheit keine Sterbeurkunde
ausgestellt,und nach der Flucht,wurde vieles Verdr�ngt,da der
Schmerz sehr Tief lag,und auch weitere Belastungen und das �berleben
im Vordergrund Stand!
Gruss
Hans-J�rgen
Hallo Udo,
bei Flucht und Vertreibung zur Kriegsende Zeit funktionierte nichts mehr so wie geregelt. Wenn es um das �berleben ging, werden auch keine Totenscheine mehr ausgestellt. Viele S�uglinge/Kleinkinder sind auf der Flucht aus dem Osten verhungert oder erfroren. - Auch in meiner weiteren Verwandtschaft gibt es so einen Fall. Siehe dazu
Website-WEIGT: http://weigt-ahnen.de.to , dort auf Seite 0, 4. Eintrag von unten 1945, Kleinkind aus Ransen auf der Flucht verstorben.
Damals musste man damit umgehen. Wenn ich solche Begebenheiten heute erz�hle, merken viele Menschen, in welcher guten Zeit wir heute hier leben.
Viele Gr��e aus S�dbaden,
Armin (Weigt).
Hallo Udo,
ich kann Armins Schilderung nur bestätigen.
Mein Uropa verstarb als Vertriebener Ende November 1945 auf dem Transport, wurde in Pasewalk tot aus dem Viehwaggon geholt, es gab sogar eine Begleiterin des Transportes, die in einem Brief die Tage des Transportes und das Sterben meines Uropas schildert (ich habe den Brief).Trotzdem konnte mir kein Amt in Pasewalk sagen, wo er beerdigt wurde. Auch vom Friedhof kam nur die Info, dass im fraglichen Zeitraum 10 Personen als "unbekannt" beerdigt wurden, die Gräber existieren auch nicht mehr. Und das, obwohl alle persönlichen Angaben bei der Übergabe gemacht wurden....Ich bin sehr traurig darüber...aber so waren die Zeiten.
LG Martina