Telefonbuch-CD herunterladen und nutzen - wer kann helfen?

Hallo,

in einem anderen Thread Wer besitzt eine alte Telefonbuch-CD und könnte Auskünfte geben? ERLEDIGT - #10 von Manfred_Haertel ging es um Auskünfte aus einer alten Telefonbuch-CD, es gab dann den Hinweis auf die Möglichkeit, den Inhalt solcher CDs aus dem Internet Archive herunterzuladen. Um sie zu lesen, braucht man aber eine DOS-Umgebung. Und damit komme ich nicht klar, die Hinweise im anderen Thread sind für mich nicht ausreichend. Da es andere vielleicht auch interessiert, hoffe ich, dass jemand in diesem neuen Thread eine Anleitung schreibt, die auch Computerlaien nutzen können.

Ich lade also die 9 (oder nur 8) Files von D-Info v3.00 – Ausgabe Juli 1996 : TopWare : Free Download, Borrow, and Streaming : Internet Archive herunter. Dann brauche ich eine Umgebung, in der ich den Inhalt lesen kann, als hätte ich die CD im Laufwerk.

Wie bekomme ich diese Umgebung auf einem Windows-11-PC?
Und wenn ich sie habe, wie öffne ich welche Datei, um die CD zu lesen?

Ich habe sogar einen Windows-95-offline(!)-PC, also 32 Bit, mit DOS-Eingabeaufforderung. Aber ich weiß nicht, wie ich da welche Datei öffnen muss.

Ich hoffe auf Hilfe.

Schöne Grüße
Renate

Hallo Renate,

du musst die iso-Datei herunterladen. Dann kannst du sie entweder mit 7zip entpacken und direkt im Windows in ein virtuelles Laufwerk einlegen.

Dann solltest du theoretisch das Installationsprogramm starten können. Da meldet mein Windows 11 aber, dass es das nicht mag. Weiter weiß ich da aus dem Stegreif auch gerade nicht.

Gruß
Flo

Man braucht von archive.org erst mal NUR die ISO-Datei.

Außerdem benötigt man einen DOS-Emulator. Ich habe DOSbox benutzt.

In DOSbox sollte man dann ein lokales Verzeichnis und die ISO-Datei “mounten”, also der DOSbox zur Verfügung stellen. Das sollte grob wie folgt gehen (ich habe das nicht unter Windows ausprobiert, da ich Linux nutze - ich sollte aber nicht all zu falsch liegen).

mount c C:\Benutzer\irgendwer\dinfo\laufwerk_c
imgmount d C:\Benutzer\irgendwer\dinfo\dinfo.iso

Mit dem ersten Kommando wird ein Windows-Verzeichnis als Laufwerk C: für die DOSbox zur Verfügung gestellt, mit dem zweiten wird die ISO-Datei der DOSbox als virtuelles CD-Laufwerk bekannt gemacht. Bitte natürlich real existierende Verzeichnis- und Dateinamen, ibs. auch für die ISO-Datei benutzen.

Dann installiert man D-Info für DOS:

D:\instdos.exe

Und dann kann man D-Info starten, aus dem Verzeichnis, in was man es installiert hat, also etwa mit dem bei der Installation vorgeschlagenen Pfad

C:\dinfo3\DINFO.EXE

Beim wiederholten Aufruf von DOSbox muss man die Kommandos mount und imgmount von oben wieder eingeben. Man muss AUCH die CD mit angeben, da D-Info nicht alles auf die 1996 noch so kleinen Festplatten geschrieben hat…

Man kann auch eine Konfigurations-Datei für DOSbox erstellen, in der die Kommandos alle drin stehen, nennen wir sie dinfo.conf:

[autoexec]
mount c C:\Benutzer\irgendwer\dinfo\laufwerk_c
imgmount d C:\Benutzer\irgendwer\dinfo\dinfo.iso
C:\dinfo3\DINFO.EXE
exit

und dann D-Info wie folgt aufrufen:

dosbox -userconf -conf C:\Benutzer\irgendwer\dinfo\dinfo.conf

Auch hier wieder natürlich reale Pfade verwenden. Und man kann dieses Kommando natürlich auch in einem Windows-Icon hinterlegen.

Hallo Flo,

an der Stelle komme ich auch nicht weiter. Und in Windows XP oder
Windows 7 gibt es kein „Mounten“-Funktion, also kein virtuelles
Laufwerk, und deshalb kann man die Datei zum Starten der CD nicht öffnen

  • sie sucht die CD. Oder weiß jemand, wie man das unter den älteren
    Windowsversionen simulieren kann (beide Rechner sind offline).

Schöne Grüße
Renate

Hallo,

nach einigem Probieren:

[Manfred_Haertel] Manfred_Haertel <genealogy.net
manfred_haertel>
15. Februar

Man braucht von archive.org http://archive.org erst mal NUR die ISO-Datei.

Außerdem benötigt man einen DOS-Emulator. Ich habe DOSbox benutzt.

Habe ich für Windows hier gefunden DOSBox download | SourceForge.net

In DOSbox sollte man dann ein lokales Verzeichnis und die ISO-Datei
“mounten”, also der DOSbox zur Verfügung stellen. Das sollte grob wie
folgt gehen (ich habe das nicht unter Windows ausprobiert, da ich Linux
nutze - ich sollte aber nicht all zu falsch liegen).

mount c C:\Benutzer\irgendwer\dinfo\laufwerk_c
nicht ganz
mount c C:\Users\NAME\dinfo\laufwerk_c

imgmount d C:Benutzer\irgendwer\dinfo\dinfo.iso

Mit dem ersten Kommando wird ein Windows-Verzeichnis als Laufwerk C: für
die DOSbox zur Verfügung gestellt, mit dem zweiten wird die ISO-Datei
der DOSbox als virtuelles CD-Laufwerk bekannt gemacht. Bitte natürlich
real existierende Verzeichnis- und Dateinamen, ibs. auch für die ISO-
Datei benutzen.

Nach der zweiten Kommandozeile kommt eine Fehlermeldung/Rückfrage, siehe
Screenshot.

Schöne Grüße
Renate

(Anhänge)

geometry.png

Da gibt es jede Menge Tools, wie WinCDEmu, WinIso etc.

Man muss halt schauen, ob die auf solch alten Betriebssystemen noch laufen oder ob man alte Versionen findet.

Oder eben mit 7zip auspacken.

Aus meiner Sicht müsste der Befehl so lauten

imgmount d C:\yyy\xxx.iso -t iso

Und auf jeden Fall ein Backslash nach dem c: mit einem absoluten Pfad danach.

Und was ist in diesem Fall xxx und yyy - also nicht konkret, aber was
muss da hin?

Es ist Jahrzehnte her, seit ich zuletzt irgendwelche DOS-Befehle
verwendet habe. Aber ich stelle gerade fest: Man muss 100% korrekt sein

  • eine Datei anklicken ist leichter. Spätestens jetzt lernt man das zu
    schätzen.

@jzedlitz, Du hast doch im Juli einer Kollegin Telefonbucheinträge
herausgesucht - also weißt Du, wie es genau funktioniert? Oder ist die
Installation schon zu lange her?

Diese hier KlickTel OEM kompakt 2006 Frühjahr : KlickTel : Free Download, Borrow, and Streaming : Internet Archive von 2006 kann man
problemlos installieren, aber sie ist eben von 2006.

Schöne Grüße
Renate

Ja, das ist richtig, man muss den Typ angeben, das habe ich beim Abtippen vergessen. Sorry!

Bei mir hat

-t cdrom

funktioniert.

Das kannst nur Du wissen. Irgendwo hast Du ja deine ISO-Datei hingelegt. Geh unter Windows dorthin und klicke mit der Maus und Rechtsklick darauf. Dann wähle „als Pfad kopieren“. Das ist dann das, was dort im Befehl als Parameter angegeben werden muss.

Hallo Manfred,

kannst Du nochmal schreiben, wie der vollständige Befehl dann lautet?
Ich habe auch so viel rumprobiert, dass ich vielleicht nochmal von vorn
anfangen muss.

Schöne Grüße
Renate

Also am besten legst Du unter Windows ein Verzeichnis c:\DOS an. In dieses Verzeichnis packst Du die runtergeladene iso-Datei. Du benennst Sie in dinfo.iso um, damit der Dateiname keine Sonderzeichen enthält. Dann in der DOSbox:

mount c C:\DOS
c:
imgmount d dinfo.iso -t iso
d:
DINFO.EXE

Wenn Du dann wie vorgeschlagen nach dinof3 entpackst kannst Du danach in dieses Verzeichnis wechseln und das Programm starten:

cd dinfo3
dinfo

Die Vorbereitung, also die Ankopplung der Laufwerke C und D INNERHALB der DOSbox läuft korrekt wie folgt:

mount c C:\Benutzer\irgendwer\dinfo\laufwerk_c
imgmount d C:\Benutzer\irgendwer\dinfo\dinfo.iso -t cdrom

Wie gesagt, Pfade anpassen.

Ich bemühe mich, aber Eure Angaben widersprechen sich, und ich komme
nicht damit klar, weil ich es nicht gut genug verstehe. Ich hoffe, dass
es irgendwann klappt - nicht nur für mich, sondern auch, um eine
allgemeinverständliche Anleitung für alle zu schreiben, die so eine CD
nutzen möchten.

Warum auf einmal
imgmount d C:...
Wofür steht das d? (Ich habe eine Festplattenpartition D)

Was ist korrekt: -t cdrom oder -t iso?

Und ist es egal, ob der Pfad zu …Users… geht oder nicht? Kommt es
nicht nur drauf an, dass der Pfad eben stimmt?

Bei den letzten Versuchen nach Euren Vorgaben, egal obmit iso oder cdrom
bekomme ich die Fehlermeldung „Failure: Drive-letters of multiple
CDRom-drives have to be continuous“.

Schöne Grüße
Renate

Das wird nicht einfach, wie Du siehst. Manche sind mit DOS groß geworden und erkennen gar keine Probleme, wie ich. Andere eben nicht und für die ist alles ein Problem. Und dann kommt hinzu, dass es verschiedene DOS-Emulatoren gibt. Und dass auch die verschiedenen Versionen von DOSbox leicht unterschiedlich sind.

Da ist erst einmal wichtig, dass wir es hier mit der Emulation eines Rechners zu tun haben. Der virtuelle Rechner in der DOSbox hat erst einmal gar nichts mit deinem Windows-Rechner zu tun. Dass du unter Windows eine D-Partition hast, ist irrelevant. Mit dem Befehl imgmount erzeugst du ein neues Laufwerk d in der DOSbox. Der Inhalt kommt aus der angegebenen iso-Datei. Zuvor hast Du die Brücke zwischen der DOSbox und dem Windows-Host gebaut: mit dem mount-Befehl. Dort hast Du in der DOSbox das Laufwerk c erzeugt, das mit dem Windows-Verzeichnis \DOS verbunden ist.

Mit den Befehlen c: oder d: wechselst Du das Laufwerk in der DOSbox.

Bei mir hat -t iso funktioniert, aber vielleicht ist das egal.

Ja sicher, die Verzeichnisnamen sind Schall und Rauch. Deshalb sind unsere Beispiele auch nicht wirklich verschieden. Ich habe nur einfachere Dateinamen gewählt, damit du mein Beispiel ohne jede Änderung nachvollziehen kannst. Wichtig ist, dass DOS in Dateinamen und in Verzeichnissenamen nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung unterscheidet und keine Sonderzeichen wie Leerzeichen und Umlaute verarbeiten kann. Die DOS-Emulation versucht da manches zu kaschieren, aber alles geht wohl nicht.

Deine Fehlermeldung verstehe ich nicht. Mach bitte die DOSbox zu und starte sie neu und gib die paar Befehle neu ein.

Gerade weil es nicht einfach ist, wäre eine Anleitung so wichtig.

Ich hatte ursprünglich die Datei mit dem Pfad „C:\DOS\D-Info-1996.iso“
Das war offenbar nicht akzeptabel, habe sie umbenannt in dinfo.iso
Dann kam ich einen Schritt weiter, DOSBox teilt mit:
„Drive D is mounted as C:\DIS\DINFO.ISO“

Ich wechsle wie beschrieben zu D und gebe dort den Befehl
DINFO.EXE
ein.
DOSBox antwortet:
Illegal command: DINFO.EXE

Tjaa, da hat die DOSBox auch recht, denn diese Exe-Datei gibt es nicht
im Verzeichnis. Ich habe nachgeschaut und mich spontan für INSTDOS.EXE
entschieden (die Alternative ist INSTWIN.EXE).

Erfolg! Statt dem schwarzen DOS mit blinkendem Curser erschein ein
freundlich-blau-hellgraues Fenster und ich kann mit einem „Enter“ die
Installation anstoßen. Die dauert …

Aber dann klappt es, die Bedienung ist etwas ungewohnt, vermutlich noch
mehr für Leute, die mit Windows aufgewachsen sind. Aber die Suche
funktioniert.

Danke, Hermann, jetzt kann ich doch versuchen, auch eine Anleitung
schreiben.

Schöne Grüße
Renate

Kann es sein, dass Du nicht die gleiche iso-Datei runtergeladen hast wie Manfred und ich? Egal, Du hast die Lösung gefunden! Super. Mit dem DOS Befehl pwd sieht man in welchem Verzeichnis man gerade ist und mit dir sieht man die Dateien im Verzeichnis.

Das mit dem INSTWIN hatte ich auch gesehen, aber die Windows-Versionen sind inkompatibel. Wäre zu schön gewesen.

Nach dem Entpacken sind die ganzen Datenbanktabellen ja auch unter windows verfügbar. Hat die schon mal jemand geknackt? Dann müsste man nicht über das DOS-Programm zugreifen. @jzedlitz und die Leute vom Zeit-Magazin müssen es geschafft haben, sonst gãbe es ja keine Namensverbreitungskarten, die darauf basieren.

Hallo,

Nach dem Entpacken sind die ganzen Datenbanktabellen ja auch unter windows verfügbar. Hat die schon mal jemand geknackt? Dann müsste man nicht über das DOS-Programm zugreifen.

als „Workaround“ bietet sich an, die Export-Funktionalität von D-Info zu nutzen. Man kann allerdings nicht „alles“ in einem Rutsch exportieren, sondern muss wenigstens 4 Zeichen als Suchbegriff vorgeben, dann kann man die so gefundenen Einträge exportieren. Sinnvoll ist es, zuvor ein weiteres Laufwerk zu mounten, um dort die Exportdatei zu speichern. Der Export kann als csv oder dbf erzeugt werden, beim Import nur darauf zu achten, die Codepage 437 zu verwenden, damit die Umlaute korrekt umgesetzt werden.

Viele Grüße
Jan

[Hermann_Hartenthaler] Hermann_Hartenthaler <https://
discourse.genealogy.net/u/hermann_hartenthaler>
16. Februar

Nach dem Entpacken sind die ganzen Datenbanktabellen ja auch unter
windows verfügbar. Hat die schon mal jemand geknackt? Dann müsste man
nicht über das DOS-Programm zugreifen. @jzedlitz <https://
discourse.genealogy.net/u/jzedlitz> und die Leute vom Zeit-Magazin
müssen es geschafft haben, sonst gãbe es ja keine
Namensverbreitungskarten https://nvk.genealogy.net, die darauf basieren.

Ich denke da auch an Geogen Home - Geogen (diese
Darstellung finde ich besser lesbar als die nachfolgende).

Schöne Grüße
Renate

Ja, aber Geogen ist durch die penetrante Werbung inzwischen ganz schön verschandelt. Der Artikel zum Thema im GenWiki ist Dein Browser wird geprüft!

Irgendwo (Cindys List?) habe ich auch mal eine Liste ähnlicher Angebote für andere Länder gesehen. Teilweise auch auf Telefonbuchdaten basierend.