Taufpate: Vater des Kindes

Liebe Liste,

vorhin habe ich in einer Zuschrift Folgendes gesehen:

Das Datum der Taufe: 25. Dezember 1883

Taufpaten: der Schlachtermeister (Fleischer) August Dorge aus Eimbeck
und der Vater des Kindes.

Gut 120 Jahre früher gibt es den gleichen Fall in einer meiner Familien
in Hessen: Einer der beiden Taufpaten ist der Vater des Kindes. Wenn man
davon ausgeht, dass die Paten eigentlich dazu da sind, sich um die
religiöse Erziehung des Kindes zu kümmern, falls die Eltern nicht dazu
im Stande sind, ist die Sache doch eher ungewöhnlich und scheint
zwingende Umstände, wie z.B. akuten "Patenmangel", vorauszusetzen.

Kennt jemand andere Fälle oder hat vielleicht Ideen, wie man das
interpretieren könnte?

Gruss
Colette (Llorca)

www.llorca.ovh.org

Hallo,
hier in den oldenburrer Kirchenbüchern kommt das öfter mal vor. Ich find's ja auch ein wenig seltsam, scheint aber nicht ungewöhnlich zu sein.

Schönen Gruß
Heiko (Ahlers)

"colette" <colette.llorca@orange.fr> schrieb: