Taucher Christens

Moin Listenteilnehmer,

seit längerer Zeit versuche ich diese Nuss zu knacken:

Otto Christian Dietrich Christens, geb. 08,04.1892 in Cuxhaven, gestorben
auf Helgoland im Krankenhaus 14.05.1912 (beide Urkunden liegen vor), nach
einem Tauchunfall vor Helgoland.

Mein Großonkel wurde also gerade 20 Jahre alt!

Bei seinem Tod waren die vollständigen Personalien (Geburtsdatum-Ort,
Eltern) noch unbekannt. Diese wurden erst auf Anordnung des Amtsgerichtes
Altona vervollständigt!

Bisher wurden bemüht bzw. angeschrieben:

Heimatmuseum Helgoland: keine Antwort,

Standesamt Helgoland: Erhalt des Sterbeeintrags,

Krankenhaus Helgoland: keine Antwort

Wrackmuseum Cuxhaven: keine Antwort.

Besonders bemüht hat sich „Die Historischer Tauchergesellschaft“, allerdings
im Moment auch ohne Erfolg.

Wurden 1912 bereits Arbeitsunfalluntersuchungen vorgenommen?

Sind möglicherweise die Personenermittlungen festgehalten worden?

Gibt es sonst noch Ansätze??

An konkreten Ergebnissen über den Unfall ist auch die Tauchergesellschaft
interessiert, da in dem Jahreszeitraum die Entwicklung der Taucherei und der
benötigten Gerätschaften enorme Sprünge machte.

Grüße aus dem aprilhaften Hamburg

Hans-Jürgen (Christens)

Hallo
Hans-Jürgen,

ist
es möglich, dass > Otto Christian Dietrich Christens < während seiner
militärischen

Ausbildung verletzt
wurde und letztendlich daran verstarb???

Mir
ist aufgefallen, dass Deine Recherche sich nicht auf „militärische Unfälle“,
z.B.
einen >> TAUCHUNFALL eines U-Bootes << bezieht.

Ein
solcher Unfall müßte sich nicht zwangsläufig vor Helgoland
ereignet haben, denn das

dortige
Lazarett, die sogenannten„DöckerschenKrankenbaracken“, wurden bevorzugt auch

als
Lungenheilstätten genutzt. ZITAT:
[…] und auf Grund der günstigen Erfahrungen, welche

in der
Armee mit den
genannten Baracken seit Jahren gemacht worden sind, regte Stabsarzt

Pannwitz die
Frage an, ob sich die Döckerschen Baracken nicht zu einer schnellen
und

verhältnissmässig wenig
kostspieligen Anlage einer Lungenheilstätte verwenden liessen
[…]
...oder der Kranke war vorher schon auf Helgoland stationiert gewesen...?

Dies nur als Denkanstoß – vielleicht bringt es Dich ja weiter... Grüße aus dem Weserbergland
Heidi (Hölscher)

Moin Heidi,

Danke für den Tipp! Obwohl für 1912 ein militärischer Unfall sehr ungewöhnlich erscheint, werde ich dem mal versuchen nachzugehen!

Gruß aus Hamburg

Han-Jürgen

Hallo Hans-Jürgen,

ich habe eben nochmal nachgesehen, weil mir da "irgendwas" im Kopf rumspukte

deshalb auch meine Zuschrift an Dich...

Es gibt tatsächlich nur wenige solcher Unfälle.
Schau mal hier:
http://www.ubootehrenmal.de/web2/index.php?option=com_content&view=article&id=73&Itemid=91&lang=de
[...] Diese Gedenktafel enthält neben einer Widmung die
Silhouetten der drei Uboote deutscher Marinen, die in
Friedenszeiten Tauchunfälle hatten, sanken und auf denen
Besatzungsangehörige ums Leben kamen.
Sie stehen stellvertretend für
die in Friedenszeiten ums Leben gekommenen deutschen
Ubootfahrer und für die drei deutschen Ubootwaffen.
Das
am >>> 17.01.1911 durch einen Tauchunfall in der Kieler
Bucht gesunkene Unterseeboot U-3 der kaiserlichen Marine <<< [...]

Bei wikipedia werden unter U 3 – Wikipedia
auch die Namen der 3 unmittelbar verstorbenen Besatzungsmitglieder genannt.
Dass Dein Gesuchter CHRISTENS namentlich nicht aufgeführt ist, könnte daran liegen, dass er
nach dem Unfall und der "Schädigung" noch eine Weile glebt hat...
Da würde Dir dann evtl. seitens der Militär-Archive geholfen werden können. Dazu müßtest
Du dann evtl. jemanden fragen, der sich DAMIT auskennt.

Naja, soweit meine Spekulation :wink:

Gruß Heidi

Hallo Heidi,

nochmals Dank!

In der Familie wurde nur von: „ beim Tauchen verunglückt (abgesoffen)“ gesprochen.

Damit schließe ich U-Boot-Waffe aus.

Ich werde noch verschiedene andere Spuren verfolgen!

Gruß aus Hamburg

Hajü