Ich suche nach der Herkunft meines Ur…-Großvaters „HANS CRANASTER“ gestorben 1805 in Spora, gemäß Sterbeeintrag 67 Jahre alt geworden, also 1738 geboren. Im Feld Hinterlassene: „er war aus Schlesien gebürtig, ist während sieben-jährigen Kriege hier geblieben, hat 3 Weiber gehabt u. noch 5. Kinder als Erben“
Leider sind die Kirchenbücher von Spora bei Archion nicht online, kann daher nicht schauen ob in Einträgen seiner Kinder (Taufe/Trau) weitere Hinweise zur Herkunft angegeben sind. Bei Familysearch gibts Aufnahmen von der Verfilmung ab 1799 bis 1848 allerdings ohne Register.
Ich habe leider nie in Spora geforscht. Hat hier jemand Zugang zu den KB oder zumindest dem Register?
Der Verweis auf die Herkunft aus Schlesien macht natürlich die Suche nach dem Geburtsort von Hans Cranaster schwierig.
Ansatz wären vielleicht Musterungs- oder Besoldungslisten der preußischen bzw. sächsischen Truppen im siebenjährigen Krieg? Vielleicht sind da welche irgendwo online und elektronisch auswertbar im besten Fall mit einem Hinweis auf die Herkunft?
Oder wie kann ich mich dem Thema noch nähern?
Hat jhemand von Euch CRANASTER / KRANASTER in seiner AL.
Viele Grüße
Oliver
Guten Morgen Herr Tretbar,
ich beziege mich hier auf Ihre Mail vom 17.03.2026 betreffend der Herkunft Ihres Vorfahren Hans Cranaster/Kranaster aus Schlesien, gestorben 1805 in Spora.Über seine Herkunft kann ich Ihnen leider nichts nähres mitteilen.In Ihrer Mail deuteten Sie eine eventuelle Zugehörigkeit des Gesuchten zur preussischen bzw.sächsischen Armee zur Zeit des siebenjährigen Krieges an. Die Forschung nach Angehörigen der altpreussichen Armee im Zeitraum 1714 bis 1805 ist eine schwierige Angelegenheit. Das wichtigste ist, zu wissen welchem Truppenteil( Infanterie, Kavallerie, Artillerie, Freikorps , Pioniere rückwärtige Dienste oder eventuell Garnisonstruppen) der Gesuchte angehörte.Dieses kann man aus dem Heiratseintrag des Gesuchten oder den Taufeinträgen eventueller Kinder erfahren.
Zum Beispiel vom hochlöblich von Hüllesem Bataillion(Garnisonregiment Nr.4) oder dient zur Zeit im Regiment von Romberg(Infanterie-Regiment Nr.10).
Mir persönlich hat hier das Buch „Die altpreussische Armee 1714-1805 und ihre Militärkirchenbücher“ von A. von Lyncker von 1937 geholfen.Die dort gemachte Bestandsaufnahme der vorhandenen Kirchenbücher und Mannschaftsstammrollen sowie Offizierslisten umfasst zum damaligen Zeitpunkt etwa nur 50% des ursprünglichen Bestandes, da schon während der Befreiungskriege die übrigen 50% lt. Aussage des Autors zu Patronenpapier „verarbeitet“ wurden.Die noch 1937 vorhandenen Bestände wurden in den letzten Kriegstagen durch Bombentreffer auf das Preussische Heersarchiv in Berlin fast vollständig vernichtet.Die wenigen Restbestände lagern heute im Geheimen Preussischen Staatsarchiv in Berlin.
Die Unterlagen zur sächsischen Armee lagern so viel mir bekannt ist im Hauptstaatsarchiv Dresden.Über deren Umfang und Vollständigkeit kann ich nichts weiter sagen.
Es tut mir leid, dass ich ihnen keine positiven Neuigkeiten mitteilen kann, hoffe aber, dass Sie wenn die KB von Spora online gestellt werden über Heirats bzw. Taufeinträge Ihrem Vorfahren auf die Spur kommen.
Mit freundlichen Grüssen
Frank Hagenguth
Gesendet mit der Telekom Mail App
– Original-Nachricht –
Sehr geehrter Herr Tretbar,
Kennen Sie das „Großenstein Buch“? Dort kommt der Name vor.
https://discourse.genealogy.net/t/grossenstein-buch/362831
Zusätzlich noch ein weiterer Link, in dem der Name ebenfalls vorkommt.
Allgemeiner Tipp: wenn man nach etwas Ausgefallenem sucht, lohnt sich eine Suche über die Lupe rechts oben hier in discourse: damit durchsuchen Sie alle Kategorien von discourse gleichzeitig und das Archiv reicht etwa 25 Jahre (bis ca. Ins Jahr 2000) zurück.
Allzeit viel Forschererfolg wünscht nebst einem schönen Abend
Mit freundlichen Grüßen
Alexander Peren