"Status Animarum“ für 1749/50 für St. Remigius Borken gesucht

Ursprünglich veröffentlicht unter: "Status Animarum“ für 1749/50 für St. Remigius Borken gesucht • Verein für Computergenealogie e.V. (CompGen)

Hat es für die Pfarrgemeinde St. Remigius in Borken/Westfalen für die Jahre 1749/50 keinen „Status Animarum“ gegeben? Wurde das vom damaligen Fürstbischof Clemens August in Auftrag gegebene Verzeichnis der Seelen vom Borkener Pfarrer vielleicht gar nicht angefertigt? Oder ist es irgendwann einfach verloren gegangen? Diese Fragen möchte Thomas Hacker, Archivar im Borkener Stadtarchiv, gerne beantworten. Vordergründig erhofft er sich dadurch weitere Erkenntnisse über die Zusammensetzung der Borkener Bevölkerung, ihres Alters oder ihrer Berufe. Damit würde jedoch auch den Interessierten, die in Borken zu ihren Vorfahren recherchieren, eine weitere interessante Quelle zur Verfügung stehen.

Meist richtet sich der Fokus vieler Erst-Recherchen auf die seit Ende 1874 vorliegenden Personenstandsbücher – auch weil sie durch ihren schematischen Aufbau und die verhältnismäßig leicht lesbare Schrift gerade Anfängern erste gute Ergebnisse bieten. Doch je intensiver sich die Benutzer mit ihren Vorfahren beschäftigen, umso wichtiger sind ältere schriftliche Quellen: Steuerlisten etwa, Wehrstammrollen oder die im Stadtarchiv verwahrten rund 700 Urkunden ab 1263 mit den vielen in ihnen enthaltenen Namen. Die durch das Portal Matricula neben den katholischen Kirchenbüchern online gestellten „Status Animarum“ sind dabei nur eine von vielen möglichen Quellen für Genealogen. Allerdings liegt für den Zeitraum 1749/50 für das heutige Borkener Gebiet nur derselbige zur Pfarrgemeinde St. Ludgerus Weseke vor.

Vielleicht können einige Leser dieses Blogs das Geheimnis um den verschollenen „Status Animarum“ für Borken von 1749/50 lösen, welcher sich auch nicht im Pfarrarchiv der noch existierenden Kirchengemeinde befindet? Existieren vielleicht Abschriften oder gar Kopien? Für entsprechende Hinweise ist Archivar Thomas Hacker (thomas.hacker@borken.de) dankbar.

Sollten sich tatsächlich Hinweise ergeben, so werden diese auf der Webseite des Stadtarchivs zugänglich gemacht. Auf der Seite „Recherche-Tipps zur Familienforschung“ hat das Team des Stadtarchivs eine Auswahl an möglichen Quellen und Datenbanken zusammengetragen, um Benutzern so vor ihrem ersten Besuch im Stadtarchiv bereits mit Informationen zu versorgen. Den Lesern dieses Blogs werden die meisten dieser potentiellen Quellen, etwa die Möglichkeit der Online-Recherche in den Zweitschriften der Sterberegister von 1874 bis 1938, der Anzeigenteil der Lokalzeitung mit seinen Geburts-, Heirats- und vor allem Traueranzeigen oder die Einsichtnahme in die Kirchenbücher der katholischen Kirchengemeinden, sicherlich bekannt sein. Verwiesen wird hier aber auch auf die Arbeitsgemeinschaft Westmünsterland Genealogie oder die Online-Datenbanken des Vereins für Computergenealogie.