Softwareupdate im Allensteiner IndexierungsProjekt

Werte Listenlesende,

auch diese Woche gibt es wieder neue Softwarefunktionen im Allensteiner IndexierungsProjekt, die euch als Familienforscher die Arbeit mit den digitalisierten Standesamtsurkunden aus den polnischen Staatsarchiven für die Region Ost- und Westpreußen weiter erleichtern können. Deshalb stelle ich diese neuen Softwareerweiterungen hier kurz vor:

1. Bei allen standesamtlichen Heiratsregistereinträgen sind in den
    neuen Personenkarten ab sofort auch die Angaben zum Ehepartner mit
    aufgeführt. So lässt sich sehr viel schneller überprüfen, ob es sich
    um die gesuchte Eheschließung handelt. Ein Link ermöglichten dabei
    den schnellen Wechsel zwischen den Personenkarten der Brautleute.
    Ein Beispiel kann man aktuell (bis zum nächsten Update) hier einsehen:
    Person: {{person.vorname}} {{person.nachname}}
2. In der Kopfzeile der Angaben zur Person, bzw. zur Quelle gibt es nun
    einen Button (Copy & Paste Symbol), der alle wesentlichen
    Informationen zur Person und zur Quelle im Klartext in die eigene
    Zwischenablage kopiert. So hat man die Möglichkeit die Informationen
    zu dem standesamtlichen Eintrag sehr einfach in, z.B. ein
    Word-Dokumente oder als Quellenangabe in sein Genealogieprogramme zu
    übernehmen. Dadurch vermeidet man Übertragungsfehler.
3. Das Korrekturformular wurde noch einmal überarbeitet und erscheint
    jetzt als separates Dialogfenster, da es auf Mobilgeräten wie
    Smartphones und Tablets nicht immer sofort erkennbar war, dass sich
    die Eingabemaske in der unteren Bildschirmhälfte geöffnet hatte. An
    dieser Stelle bedanken wir uns bei Euch, dass ihr uns inzwischen
    mehr als 100 Korrekturmeldungen eingereicht habt. "Klasse" zählt für
    uns mindestens ebenso viel wie "Masse".
4. Liegen zu einem Personeneintrag bereits Korrekturmeldungen vor, wird
    deren Bearbeitsstatus jetzt in einem separaten Feld angezeigt. So
    kann jeder, der uns Korrekturvorschläge gemacht hat, für sich prüfen
    wie schnell Bernhard die Daten in seine Datensammlung übernommen
    hat. Dabei unterscheiden wir folgende mögliche Stati entsprechend
    unserem Arbeitsablauf:
      * Übermittelt: wartet auf Bearbeitung durch Bernhard Ostrzinski,
      * Bearbeitet: Eintrag wurde geprüft und in den Datenbestand
        übernommen oder verworfen,
      * Bereit für Update: Der Eintrag wartet in der Datenpipline auf
        das nächste Online-Update.

Wir hoffen Euch mit diesen neuen Funktionen die Arbeit mit den digitalisierten Archivquellen noch ein Stück komfortabler gestaltet zu haben.

Viele Grüße,
Clemens (Draschba) und Bernhard (Ostrzinski)

Moin Paul,

herzlichen Dank für deine anzuerkennenden Worte. Wir wissen sie zu schätzen....und es ist der Lohn für unsere Arbeit.

Die Kinder können wir leider nicht mit in die Personenkarte aufnehmen. Den Ehepartner "herauszufischen" funktioniert deshalb vergleichsweise einfach, weil beide Ehegatten bezüglich der erfassten Daten eine Gemeinsamkeit haben:
Sie sind beide im selben Standesamt, im selben Jahrgang des selben *Heiratsregisters* mit der selben Registernummer eingetragen. So ist es einfach, automatisiert über eine Datenbankabfrage zu ermitteln, auf welche weitere Person(en) dieses Kriterium zutrifft, Die Einträge unterscheiden sich dann nur hinsichtlich der erfassten Vor- und Nachnamen und der internen ID.

Sollten dies jedoch irgendwann einmal weniger oder mehr als zwei Personen sein, dann ist sicher etwas falsch gelaufen. Wir prüfen daher solche einfachen Plausibilitätskriterein im Rahmen der Einspielung in den Index seit einigen Jahren automatisiert zuvor ab. Andere Plausibilitätskriterien betreffen die Register Jahrgänge (1874 - 1945), leere Erfassungen, Duplikate in den Einträgen, usw. usw. Wir hatten schon Geburtseinträge die angeblich kurz nach Karl dem Großen von preußischen Standesbeamten beurkundet worden sein sollten. Da fehlte nur die Angabe des Jahrtausends.

Insofern liefern wir mit unserem Projekt nur eine "gute Zuarbeit" und Ausgangsbasis für die Erstellung von z.B Ortsfamilienbüchern. Denn darin steckt viel manuelle Handarbeit.

Falls du uns unterstützen möchtest kannst du dich gern an Bernhard wenden. Im Moment legen wir, neben dem Abschluss der letzten verbliebenen Register den Fokus auf die Korrektur von Fehleinträgen. Mit der heute neu eingeführten Funktion können wir ab sofort auch intensiv auf euer Schwarmwissen zurückgreifen und um Unterstützung bei den Korrekturen werben. Es gibt eine ansehliche Zahl von Einträgen, die für einige Indexierer nicht eindeutig lesbar waren. Diese sind oftmals mit einem Fragezeichen versehen oder die Vornamen wurden gar nicht eingetragen. Wir rufen daher gern dazu auf sich diese Einträge über die Suchfunktion anzusehen, und uns euren Lesevorschlag über die Korrekturfunktion mitzuteilen. Hierzu werde ich Kürze noch einmal gesondert schreiben.

Darüber hinaus werden wir eine größere Anzahl neu hinzugekommener digitalsierter Standesamstsurkunden und Jahrgänge von szukajwarchiwach.gov.pl bei uns einbinden. Dann geht es auch wieder in größerem Umfang mit der Erfassung dieser neuen Urkunden los.

Parallel arbeiten wir daran einen Ausbau unserer Plattform für keinere Indexierungsprojekte aus den digitalen Quellen der polnischen Staatsarchive, welche sich leicht tabellarisch erfassen lassen, bei uns einzubinden. Einzige Voraussetzung dafür ist: Die Archivalien müssen bei uns bereits in den Bestandsdaten eingebunden sind und die Links zu den Digitalisaten auf die polnischen Archivseiten entsprechend verfügbar sein. Da kann dann auch jeder sein eigenes kleines Indexierungsprojekt starten. Dieses Projekte würde ebenfalls automatisch in die Metasuche bei Compgen mit eingebunden werden und dann einem großen Kreis von Familienforschern zugänglich werden.

Du siehst, uns gehen die Ideen nicht aus.... und es gibt noch etliche mehr davon....

Viele Grüße,
Clemens