SCHUPPE Breslau – Schweidnitzer Keller

Hallo zusammen,

könnt ihr mir mal bitte beim Denken helfen?

Meine Oma, 87 Jahre, geboren in Breslau, unterstützt meine
Familienforschung sehr. Und sie fragt immer: hast du was über Emma SCHUPPE
rausgefunden? Und ich habe echt keine Idee mehr.

Emma SCHUPPE wurde am 21.04.1869 in Breslau geboren, Taufeintrag habe ich
gefunden (Eltern Otto Schuppe (*25. März 1825 Ullersdorf + 15. Jul 1884
Polsnitz) und Luise FECHNER (*6. Mai 1838 Bansau, Glogau + 11. Nov 1878
Breslau))

Emma wurde wohl nach Küstrin zur Lehre geschickt wo ihre Tante ein
Offizierscasino betrieben hat. Dort hatte sie eine Liebelei mit einem
adligen Offizier, den sie leider nicht heiraten durfte. Schwanger hat sie
dann ganz schnell 15.07.1895 in Breslau geheiratet. Und zwar den Uhrmacher
Philipp STAB. Das Kind soll wohl nur wenige Jahre gelebt haben und erst
1904 wurde mein Uropa geboren.

Sie hat wohl über 70000 Mark mit in die Ehe gebracht.

Und sie soll wohl den Schweidnitzer Keller betrieben haben. Was ich nicht
ganz glauben kann, er Uhrmacher und sie gelernte „Gastronomin“?!

Ihr Vater Otto Schuppe war Kaufmann. Zur Zeit ihrer Heirat waren beide
Eltern bereits gestorben. Wer kann sie also zur Heirat gezwungen haben? Und
waren die 70000 Mark dann eher Mitgift oder Erbe?

Kurz um, noch jemand eine Idee, was ich noch rausfinden könnte? Für mich
ist Ahnenforschung Geburts-, Heirats-, und Sterbedatum, dazu die Dokumente
mit den Unterschriften meiner Ahnen. Und ich gebe zu, dass ich mich bis
jetzt wenig mit dem Drumherum beschäftigt habe. Und dabei hoffe ich auf
eure Hilfe bzw. Denkanstöße.

Herzlichen Dank und viele Grüße aus Bonn,
Gabi

Hallo Gabi,

ein adliger Offizier, der nicht heiraten darf - das wäre sehr
unwahrscheinlich, denn diese Geschichte ist es quasi immer. Aber gut, in
dem Zeitraum kann DNA-Genealogie noch hilfreich sein und so kann man den
echten Vater noch herausfinden. Am besten also die Oma (falls sie die
Tochter des Uropas ist) DNA-Test bei Ancestry machen lassen und die Daten
dort herunter- und bei GEDmatch und MyHeritage hochladen, um die
größtmögliche Übereinstimmung mit anderen Genealogen zu bekommen.

Zum Geld: Im Bestand des Amtsgerichts Breslau gibt es unter 82/260/0/1.11
und 82/260/0/3 noch Testamente aus Breslau. Allerdings ist der Bestand nur
vor Ort im Staatsarchiv Breslau einsehbar. Inwiefern die Testamente vor Ort
in Papierform verkartet wurden, kann ich nicht sagen.

Schönen Gruß,
Michael (Schätzlein)

Hallo Gabi

Wenn man mittels Ancestry in den Breslauer Adressbüchern nach "Otto Schuppe" sucht, findet man einen solchen von 1875 bis 1883. Der Eintrag von 1875 lautet:

--- Schuppe, Otto, Restaurat., GL Rathhaus K., w. Schuhbr. 14 I ---

Der Ratskeller scheint laut Wikipedia ( Schweidnitzer Keller – Wikipedia ) identisch gewesen zu sein mit dem Schweidnitzer Keller.

1878 starb die Frau Deines Otto Schuppe in Breslau, also hat er ziemlich sicher da gewohnt.
Im Adressbuch 1883 erscheint zum letzten Mal ein Otto Schuppe, jetzt als Particulier.
1884 starb Dein Vorfahre in Polsnitz.
Im Adressbuch 1890 findet man eine Pauline Schuppe, verw. Gastwirth.

Vielleicht ist ja alles Zufall, aber so wie ich mir das (ohne Kenntnis vieler Daten die Du sicherlich besitzt) zusammenreime, könnte der Kaufmann Otto Schuppe im Alter dieses Restaurant gekauft haben, und evtl. war auch er es, der nach dem Tod seiner Frau eine Pauline geheiratet hatte. Falls Deine Informationen nicht gegen diese Möglichkeit sprechen, kann ich diese gern noch weiterverfolgen.

Viele Grüsse
Ronny

Nachtrag: Im Bestattungseintrag der Louise Schuppe steht, dass der Ehemann Otto ein Restaurateur war, Totenbuch - 82_130_9_0_138 | Elisabeth-Kirche zu Breslau | Breslau/Wroclaw, Staatsarchiv | Polen | Matricula Online . (Kaufmann war er sicher vorher, steht ja so in Emmas Heiratsurkunde). Der Pfarrer hat zwar ihren Mädchennamen vergessen, aber Todesdatum und Alter stimmen mit dem was Du sagst überein.

Also, dann wäre mal die Sache mit dem Restaurant geklärt. Falls ich noch etwas finde, schicke ich es Dir mit direkter Mail.

Gruss, Ronny

Hier schon einmal nachgefragt ?

<Biuro Prezydenta - Departament Prezydenta - Biuletyn Informacji Publicznej Urzędu Miejskiego Wrocławia;

Es könnte ja auch sein das der Keller an verschiedene Wirte vergeben wurde
so groß wie der ist.
<Schweidnitzer Keller – Wikipedia;

Viele Grüße

Klaus (Ruffert)

<http://www.ruffert.de>

https://translate.google.com/translate?hl=de&sl=pl&u=http://historia-swidnica.pl/&prev=search
<ŚWIDNICKI PORTAL HISTORYCZNY •;

-----Original-Nachricht-----

Hallo zusammen,

ich suche Informationen über die Orgelbauerfamilie Scheffler:

Martin Scheffler baute von 1594 bis 1603 die 2. Orgel der Maria-Magdalenen-Kirche in Breslau
Johann Scheffler, geb. um 1590, wurde 1615 Kantor in Greifenberg
Johann Gottlieb Wilhelm Scheffler, geboren Anfang des 18. Jahrhunderts in Brieg, baute 1752 die Orgel der Reformierten Kirche in Breslau
Johann (?) Scheffler, Orgelbauer, geb. 1783 (in Breslau?), verheiratet mit Adelheid von Thielemann

Hat jemand eine Idee, wie ich mehr Informationen über diese Personen finden könnte?

Viele Grüße,
Klaus (Mendler)

Hallo Klaus (Mendler),

ich würde einmal hier nachfragen:

Es existiert wohl auch ein Buch zum Orgelbau in Schlesien (siehe Literatur dort).

Und hier: Die Orgeln der ev. Pfarrkirche zu St. Maria-Magdalena in Breslau. In: Schlesiens Vorzeit, Neue Folge, Band 8, 1924.
Gefunden hier in der Liste: Ludwig Burgemeister – Wikipedia

Außerdem könnte man in älteren Zeitungen fündig werden (es gibt auch welche zu Musikwissenschaften): http://anno.onb.ac.at/
Einfach einmal mit verschiedenen Suchworten herumprobieren, zumindest der Greifenberger Kantor taucht dann namentlich auf.

Ansonsten würde ich bei der Google-Büchersuche die Suchworte Scheffler, Orgelbauer und Schlesien ausprobieren und mich mit den Funden weiterhangeln.

Liebe Grüße
Astrid (Kreuz)

Hallo Klaus Mendler.

Ich bin Leser der Liste und habe womöglich eine Rechercheadresse für Sie
betreffend der Orgeln in Breslau.

Ich erhielt vor wenigen Tagen eine Nachricht von Herrn Schlag, mit dem
ich 2006 in Sachen Familienforschung ausgetauscht hatte.
Der Großvater von Herrn Schlag war Orgelbauer in Schlesien; Herr Schlag
ist organisatorisch noch heute in Sachen Orgel-Restauration unterwegs;
er ist 82 Jahre alt.

Hier seine Telefonnummer:
030 - 644 88 621
Bitte beziehen Sie sich auf mich : Wolfgang Fischer und die Telefonate
am 11.05. und 13.05.2020.
Ich bin sicher, dass er sich über einen Anruf freuen wird und Ihnen
möglicherweise Auskunft geben kann.

Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Fischer

Hallo Klaus,
Zu Deiner Suche nach der Orgelbaufirma SCHEFFLER.
Hier in Frankfurt(Oder) gab es bis kurz nach der Wende die Orgelbaufirma Scheffler.Diese Firma ist seit ca. 15 Jahren nach Müllrose, bei Frankfurt, gezogen. Ich kenneeinige ehemalige Mitarbeiter der Firma.Wenn es sich bei Deiner Suche um diese Firma handelt, könnte ich Dir ev. helfen.
MfGWerner

-----Ursprüngliche Mitteilung-----