Re: Uneheliche Kinder

Guten Tag.
Meine Vorfahren waren bei der Zeugung unehelicher Kinder mitunter ziemlich
gro�z�gig. Ich habe bei den Nachforschungen die Erfahrung gemacht, da� diese
Kinder bis in die erste H�lfte des 19. Jahrhunderts immer den Namen des
Vaters trugen. Das f�hrte mitunter zu Irritationen und Suchereien, wenn der
Vater des unehelichen Kindes anschlie�end eine andere Frau heiratete, das
uneheliche Kind aber bei seiner eigenen Heirat als Kind eben dieses Vaters
genannt wurde und man sich wunderte, warum es nicht unter den ehelich
geborenen Kindern zu finden war. Noch besser war das dann bei Soldaten mit
mehreren unehelichen Verbindungen, wo die unehelichen S�hne jedesmal den
Vornamen des Vaters erhielten.
Eine �nderung habe ich erst in der ersten H�lfte des 19. Jahrhunderts
festgestellt. Ein uneheliches Kind beispielsweise erhielt sofort den Namen
der Mutter (wobei die Mutter sp�ter einen anderen Mann heiratete und die
uneheliche Tochter den Namen des Stiefvaters f�hrte), ein Kind erhielt bei
der Geburt den Namen der Mutter, wurde sp�ter aber auch mitunter unter dem
Namen des Vaters gef�hrt und ein weiteres Kind bekam den Namen der Mutter
und wurde sp�ter mit dem Zusatz "genannt" auch unter dem Namen des Vaters
gef�hrt.
Ich bin �brigens auch auf Pastoren gesto�en, die nach der Hochzeit geborene
Kinder als unehelich eingetragen haben, wenn sie fr�her als neun Monate nach
der Hochzeit geboren wurden.
Gru�
Horst (Rauschenberg)

Hallo Ihr Mitdiskutanten,

auch ich weiss nicht, ob es kirchliche, spaeter dann staatliche Regeln gab.
Aber: Bei der kuerzlichen Durchsicht von Geburtsregistern von mehreren
katholischen Pfarreien im Kreis Marienwerder fuer einen Zeitraum von 1650
bis 1900 stellte ich fest, dass das uneheliche Kind in allen Faellen den
Namen der Mutter erhielt , auch dann, wenn der Pfarrer manchmal den Namen
des leiblichen Vaters im Register auffuehrte. Die Namensgebung nach der
Mutter war so konsequent, dass der maennliche Nachwuchs sogar den auf -a
endenden polnischen weiblichen Namen bekam.

Und um mir selbst zu widersprechen ein anderes Beispiel aus dem Kreis
Niederung so um 1870: Eine unserer Vorfahrinnen hatte zwei uneheliche Kinder
von zwei verschiedenen Maennern. Kind 1 erhielt den Namen der Mutter, weil
der leiblicheVater nichts mit dem Kind zu tun haben wollte, und Kind 2 bekam
den Namen des Vaters, weil dieser sich ausdruecklich zum Kind bekannte.

Also was ist nun die Regel?

Rainer Ibowski

Karin und Dr. Rainer Ibowski
1135 Montrose Abbey Drive, Oakville, Ontario, L6M 1A2
Phone (905) 847-8052, Fax (905) 847-3473, Cellular (289) 242-8052
e-mail ibowski$sympatico.ca URL: www.ibowski.ca

Hallo Listenmitglieder

Seit vielen Jahren sammele ich mehr oder weniger intensiv (und nach
Kassenlage) alles was mit Berlin zusammenh�ngt.

Dabei sind mir bei verschiedenen Tr�dlern auch einige alte personenbezogene
Dokumente untergekommen.

Im einzelnen sind das:
  1. Vier Dokumente einer Buchh�ndlerfamilie (???) MICHAELIS aus Berlin
      1 Quittung �ber bezahltes B�rgergeld von 1854,
      1 Aufenthaltsgenehmigung f�r Berlin von 1854, beide Dokumente
         ausgestellt f�r Salomon MICHAELIS
      1 Frachtbrief von 1854 und
      1 F�hrungszeugnis von 1880 f�r Max Michael MICHAELIS
      *29.06.1857 in Berlin
  2. Ein unbenutzter Reisepa� von 1932 (Herbert Kurt Wilhelm BLUME
      *11.12.1909) wohnhaft in Berlin Neuk�lln
  3. Zwei Milit�rfahrscheine (Urlaub) vom Febr. 1918 f�r einen Musk.
      BANDELOW (Musketier?) unterschrieben von einem Hauptmann
      WIEMS
  4. Ein Milit�rfahrschein vom M�rz 1918 f�r Musk. BANDELOW
  5. Ein Milit�rfahrschein vom Sept. 1918 f�r Musk. BANDELOW
  6. Ein Milit�rfahrschein vom Okt. 1918 f�r Hugo ZARGUS
  7. Ein Wehrmachtsfahrschein vom Sept. 1942 f�r Gefr. PALING oder PEILING
      (Gefreiter?)
  8. Ein Freifahrschein vom Mai 1915 f�r eine Hilfskrankenschwester
      J. HERZER f�r Fahrten zwischen Berlin Papestr. und Postsdamer Bhf.
      unterschrieben von "v. PERTHES" (???)
  9. Eine Reisegenehmigung vom Okt. 1947 f�r eine Vera KRAAK zwischen
      Klein Warnow und Berlin
10. Reisegenehmigung vom Sept. 1944 f�r eine Elvira HOUMUTH,
      geb. WARNKE, zur Regelung von Fliegersch�den.
11. Zwei Telegramme an eine Familie BEYER Berlin Helgol�nder Ufer 6
      vom Mai 1927 und Mai 1942
12. Sechs Bezugsscheine und Haushaltsausweise (nach dem 2. Weltkrieg) f�r
      eine Familie BOBOJCESKOV Berlin Wiesbadener Str. 9
13. Ein Bezugsschein f�r Dipl. Ing. Hans Werner HERPFNER (Harpfner?)
      Bln. Tempelhof Kaiser Wilhelmstr. 12 (???)
14. Eine Reichszuckerkarte vom Mai 1944 f�r Willi KR�GER
      Berlin Zehlendorf J�nickestr. 16
15. Einen Einlieferungsschein (Einschreibbrief) aufgegeben in Berlin am
      7.4.1933 an eine Sara SINGH RAI in New York

Die genannten Schriftst�cke sind im Original bei mir vorhanden. Wer die
benannten Personen kennt, oder sie in seiner Ahnenreihe hat, kann sich an
mich wenden, zwecks genauerer Daten oder auch Scanner-Kopien.
(bitte nicht die Liste damit belasten)

Eventuell kommt auch ein Verkauf in Frage.

MfG.
J�rg Brauer
13357 Berlin
Schwedenstr. 5
Tel + Fax: 030 4925287
brauerjorg(at)compuserve.de