Re: Namensverwirrung

Hallo Wolf Dietrich Neudorff,

derartige Namensverwirrungen gibt es h�ufig.
Zun�chst Gratulation zum Fund der Leichenpredigt (neidischer Unterton!).
Da der Verstorbene schon 92 Jahre war, ist der Verfasser der
Leichenpredigt auf die Ausk�nfte der Nachkommen und Verwandtschaft
angewiesen gewesen, wie es ja heutzutage auch der Fall ist. Da kann sich
schon mal ein falsches Datum einschleichen. Ebenso ist das mit den
Vornamen.
Wenn im Taufeintrag Jacob als Vater genannt ist, so w�rde ich das
akzeptieren. Der "Johann Michael" d�rfte auf Verwirrungen und
Verwechslungen der Nachkommen mit dem Hans/Johan basieren. So genau hat
man das ja auch nicht immer gewu�t, und im Lauf des Lebens wurden
irgendwelche Spitznamen oder Abwandlungen des Vornamens fester
Bestandteil, dann wurde der Verstorbene unter einem anderen Vornamen
beerdigt als getauft gewesen.
Hast Du denn schon die Heirat der Eltern oder deren Taufeintrag
gefunden? Oder gibt es da keine Unterlagen mehr?
Der Taufpate Michael Hagen=Hacker wurde wahrscheinlich als Oheim
bezeichnet, auch wenn keine Blutsverwandtschaft bestand. Man spricht ja
auch heute noch vom Patenonkel, auch bei Nichtverwandten. Eigentlich war
'Oheim' der Bruder der Mutter, aber so genau nahm man es vielleicht
nicht.
Fazit: Ich w�rde den Kirchenbucheintragungen etwas h�here Genauigkeit
zubilligen als der Leichenpredigt.
Obgleich die KB-Eintragungen auch nicht immer zuverl�ssig waren. Da
wurden wohl erst mal Zettel oder �hnliches gesammelt und dann alles auf
einmal eingetragen. Das sieht man an der Gleichm��igkeit der
Eintragungen und der Schrift. In unserer Familie wurden in einem Jahr
(17. Jahrh.) zwei Kinder geboren, eins im Juli, das andere im Oktober,
und es gab nur diese eine Familie am Ort. Daf�r war im darauffolgenden
Jahr eine L�cke. Also nicht alles so verbissen sehen, was vor
dreihundert Jahren geschah, sondern richtig einordnen.

Gru� Eva Tribiahn.

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Hallo Eva

vielen Dank für die Antwort.
Für die Leichenpredigt kann ich nichts. Weder selbst geschrieben :wink: noch selbst gefunden, aber ich bin froh, daß sie da ist.
Vielleicht findest Du dereinst ja auch mal eine (drücke die Daumen).
Den Taufeintrag des Vaters Jacob gibt es leider nicht, dafür eine weitere Leichenpredigt, die das Jahr 1670 angibt. Die Kirchenbuchaufzeichnungen fangen erst 1671 an. Den Taufeintrage der Mutter gibt es (Justina), auch den Heiratseintrag.
Soweit ist alles klar.
Dennoch bleiben Zweifel.
Besonders problematisch wird die Sache dadurch, daß jener Johann Michael als der Stammvater auch durchs Internet geistert (geht vermutlich auf die selbe Quelle zurück, jene Leichenpredigt eben). Jüngst wurde sogar der jüngste Sproß der Familie nach ihm benannt.
Ich würde mich also gerne so gut es geht absichern, bevor ich sagen kann: Sorry, Irrtum, Johann Michael hat es nie gegeben.
(Schon schlimm, dass man sich auf nichts mehr verlassen kann :wink: )

Deine Einschätzung hilft mir diesbezüglich schon weiter.

Besten Dank nochmal

Wolf Dietrich Neudorff