In einer eMail vom 28.08.2003 12:09:53 Westeuropäische Sommerzeit schreibt
mecklenburg-l-request@genealogy.net:
ich kann noch eine Frage nachschießen:
Wie kann es sein, daß ein TAGLÖHNER plötzlich auf einem Hof VOGT wird, ohne
eingeheiratet zu haben?
Das trifft bei einem meiner Vorfahren ca. 1770 bei Lübeck am Hofe Zarnewanz
zu.
Hallo Ute,
kann es nicht auch so sein, das seine Herrin dort eingeheiratet hat,
noch dazu einen kranken oder behinderten Mann, der vielleicht als Kind
einen Unfall (in eine Maschine gekommen, Heksler) hatte
Darum hat ihr Vater ihr seinen Großknecht mitgegeben, der dann die
Wirtschaft führte.
Es ist Spekulation, aber findet man so etwas nicht in den Hofakten.
Da ist bestimmt dann ein Vertrag, wenn nicht sogar ein Ehevertrag
aufgesetzt worden.
Ich hoffe, es hilft Dir!
Tschüüüüüüüüüüüüüüß
Wolfgang R. Dittner
Hallo Wolfgang,
das ist eine interessante Theorie, vielen Dank. Ich werde der Sache mal
nachgehen. Ich hoffe es gibt noch Hofakte!
Tsch��
Ute
Wodimepo@aol.com schrieb:
In einer eMail vom 28.08.2003 12:09:53 Westeurop�ische Sommerzeit schreibt
mecklenburg-l-request@genealogy.net:
> ich kann noch eine Frage nachschie�en:
> Wie kann es sein, da� ein TAGL�HNER pl�tzlich auf einem Hof VOGT wird, ohne
> eingeheiratet zu haben?
> Das trifft bei einem meiner Vorfahren ca. 1770 bei L�beck am Hofe Zarnewanz
> zu.
>
Hallo Ute,
kann es nicht auch so sein, das seine Herrin dort eingeheiratet hat,...
Die L�sung des R�tsels mag darin liegen, dass dem Amt des "Vogtes" zu unter-
schiedlichen Zeiten und �rtlichen Verh�ltnissen verschiedene Bedeutung im Sinne
von standesrechtlicher Wichtigkeit zukam. Manchmal war das Vogtamt recht einge-
schr�nkt. Holzv�gte hatten z.B. bisweilen nur darauf zu achten, dass niemand
unberechtigt Vieh zu Weidezwecken in den Wald trieb oder dort unberechtigt Holz
schlug und im Falle des Zuwiderhandelns die jeweilige Obrigkeit zu informieren.
Das Amt mit solcher Aufgabe konnte in dieser Form wohl auch von angesehenen
Knechten wahrgenommen werden. Einen Aufstieg in der d�rflichen Hierarchie d�rfte
es sicher dargestellt haben und der Betreffende vermutlich - vielleicht durch
Erbschaft oder anderes Gl�ck - auf dem Wege zum eigenen Hof gewesen sein. Mit
einem gewissen Ma� an gesellschaftlicher Mobilit�t kann man schon spekulieren.
mit freundlichem Gru� Hans Peter Albers