Re: Jungborn (Kinder) - "Lebensborn"

Hallo liebe Listeenmitglieder
habe Heute eine Frage: Wer hat schon mal etwas von dem Jungborn des
3. Reiches gehöhrt und kann mir dazu etwas sagen (berichten)???
Es sollte damals eine Arische Rasse entstehen,was ist daraus
geworden???
Gibt es Listen von den Kindern,des Jungborns???

Hallo Rolf,

von Jungborn habe ich zwar noch nichts gehört, vielleicht meinst Du ja " Lebenborn" eine Einrichtung der Nationalsozialisten.

....Die Geschichte des > LEBENSBORNS <, jenes Vereins, mit dem der Nationalsozialismus die nordische Rasse aufforsten wollte, ist kaum fassbare Wahrheit. In diesem Roman ( Lebensborn e.V. ), den WILL BERTHOLD nach authentischem Material schrieb, wird eines der makabersten Verbrechen enthüllt, das je ein Staat inszinierte. Das Tiefste, das Männer und Frauen verbinden kann, wurde auf amtlichen Befehl missbraucht. Die Leidtragenden waren die Frauen, die Mütter wurden; denn ihre Kinder, kaum geboren, wurden ihnen vom Staat genommen. Und die Leidtragenden waren die Kinder, die ihren Vater und ihre Mutter nicht kannten...

weitere Informationen findest Du unter :

http://www.shoa.de/lebensborn.html

oder bei Google " Lebensborn " eingibst.

Grüsse aus Berlin

Jens

1946 wurde Lebensborn beilaeufig als Teil des Hitler-Regimes im Nuernberger
Prozess genannt, und verbrecherischer Taten beschuldigt, ohne dass dafuer
Beweise vorgebracht wurden.

Im Oktober 1947 began der Prozess (vor dem US Military Tribunal) gegen das
RSHA (U.S. v. Ulrich Greifelt et al.) und aehnlicher SS-Organizationen.
Unter den 14 Angeklagten waren die drei Leiter des Lebensbornes (Max
Sollmann, Gregor Ebner, Guenther Tesch) und Oberschwester Inge Viermetz. Am
10. Maerz 1948 wurden diese vier in allen Anklagepunkten freigesprochen,
u.A. vom Anklagepunkt 1, das systematische Kidnappen von auslaendischen
Kindern zum Zwecke der Germanisierung. Sie wurden nur unter Punkt 3
(Mitgliedschaft in der SS) verurteilt. Die Oberschwester, Inge Viermetz,
wurde ganz freigesprochen (da kein SS Mitglied). Die Unterlagen des
Prozesses hatten belegt, dass das 1936 gegruendete Lebensborn mit seinen 18
Entbindungskliniken in der Praxis ein Entbindungsheim war, wenn auch mit
rassischer Diskriminierung, denn nur "gute Arier" kamen rein. Nach der
Entbindung wurde den Eltern nahegelegt zu heiraten, wenn dass nicht moeglich
war, wurden Adoptiveltern gefunden.

Dass die blosse Existenz des Lebensbornes, damals als eine uneheliche Geburt
eine grosse Schande war, es jungen Leuten erleichterte, sich naeherzukommen,
war klar, und auch Abtreibungen verhinderte. Die Nazis haben viel boeses
getan, aber Lebensborn war etwas gutes. Eine nordische Zuchtfarm mit
SS-Zuchtbullen war es nicht. Aber natuerlich ist "sex & crime" a la Willy
Berthold unterhaltsamer als die droegen Fakten. Dieser Unsinn war waehrend
des Krieges Teil der Propaganda, und wurde in der 50er Jahren, auch durch
den Film "Lebensborn e.V." des Arthur Brauner (Atze) weiterverbreitet.

Mehr dazu aus dem Artikel "Eugenics and the Third Reich" von Stephen B.
Saetz http://www.eugenics.net/papers/3rdreich.html

III. ATTEMPTS TO BREED A BIOLOGICAL ELITE
A. LEBENSBORN
The most sensational accusation made against the Third Reich in this
category is that it attempted a sort of positive eugenics program by the
establishment of a "stud farm" institution known as Lebensborn (Spring of
Life), where selected unmarried women of Nordic phenotype were supposedly
mated with SS men, and the
illegitimate offspring of these unions raised by the institution. Whether
such an endeavor could ever legitimately be called a type of positive
eugenics or not is irrelevant, since Lebensborn was nothing of the kind. To
quote John Toland, [Toland, John. Adolf Hitler. New York: Byzantine Books,
1977] the respected author of the most comprehensive biography of Hitler in
the English language:

  . . . To promote (his) racial policy (Himmler) established Lebensborn
(Spring of Life), an SS maternity organization whose main function was to
assist racially sound unwed mothers and their children. Thousands of
children in the occupied territories were kidnapped and raised in special SS
installations . . . Lurid postwar accounts describe Lebensborn as "stud
farms" where SS men and suitable young women were mated to breed a master
race. While Himmler's program did nothing to discourage illegitimacy, there
is no evidence that he sponsored illicit sexual liaisons nor is there any
proof that the kidnapping of children was done on a large scale. The fact
that there were only 700 employees in all the Lebensborn homes casts doubts
on such claims (Toland 1977: 1046n).

Bleuel (1974: 217,221) [Bleuel, Hans Peter. Sex and Society in Nazi Germany.
New York: Bantam Books,_
1974] also exposes the "stud farm" myth:

Fantastic rumors surrounded the Lebensborn or "Fount of Life" association,
not only during the Third Reich but even more so after its downfall. SS
brothel or stud-farm, or a cross between the two--such were the sensational
constructions placed upon it by each according to his particular flight of
fancy. The truth
  . . . was far simpler and less lurid. Lebensborn was in fact a rather
bourgeois institution founded in conformity with a conservative sexual code,
serving to keep up an appearance of middle-class respectability and run in
accordance with an almost monastic set of regulations. . . . (M)en were
strictly forbidden to visit the home except on special occasions. Male
guests might then be invited to sip a cup of coffee, but any
more intimate form of hospitality was taboo. The Lebensborn motto - "Every
mother of good blood is our sacred trust" was puritanically followed to the
letter.

MfG

Thomas

Hallo Jens,
natürlich meinte ich Lebensborn, denn Jungborn gab es wahrscheinlich
nicht???
Aber Du hast mir einen guten Tipp gegeben, ich hoffe da etwas mehr zu
erfahren.
Lebensborn ist scheinbar ein Thema, wo keiner gerne drüber spricht???
Meine Mutter habe ich einmal kennen gelernt, in den 60er Jahren, aber
Sie hat
auf jede Frage, die ich Ihr gestellt habe, geschwiegen.
Nochmals Danke, freundliche Grüße
Rolf A.