Hallo liebe Listenteilnehmer,
Dieser Gedanke gefällt mir noch am besten. in dieser Art werde ich meine Datensicherung machen.
Aber was, wenn das Lebensende nahen sollte?
Wo gibt mann dann seine Daten vorher hin, damit nicht ein desinteressierter Verwandter die einfach alles wegschmeißt?!?
In meiner direkten Familie ist das Interesse an Familienforschung eher gering!
Ich möchte aber meine ganze Arbeit nicht "für die Katz gemacht" haben!
Für die "kurzfristige Sicherung" der ganzen Arbeit mag CDROM oder USB-Stick ja gut sein. Für die "langfristige" Speicherung erscheinen mir diese Technologien aber zu vergänglich, in dieser viel zu "bescheuert" schnelllebigen Technologie-Entwicklung! Wer kann heute noch Sicherungen auf Datasetten oder 5 Zoll Floppys lesen und verarbeiten???
Da sind Ausdrucke auf säurefreiem Papier höchstwarscheinlich sehr viel länger lesbar, und unabhängig von dem bescheuerten Entwickeln ständig neuer Dateiformate. Ich habe jetzt schon Probleme Texte und Dokumente zu öffnen und zu lesen, die ich vor zehn Jahren oder länger schrieb, und NICHT auch als ASCII speicherte, sondern in Programm-spezifischen Textformaten. Solange man reine ASCII-Textformate zum speichern von Informationen verwendet, ist die Warscheinlichkeit groß, sie auch in Jahrzehnten mit neuen Computerprogrammen öffnen zu können. Alle binären Textformate sind eigentlich "für'n Arsch".
Zwar kennt ASCII-Text keine besonderen Formatierungen (Schriftart=Font, fett, kursiv, unterstrichen; oder eingebundene Grafik), läßt sich aber dafür zwischen Computer-Welten austauschen. Daher nutzt auch GEDCOM dieses ASCII-FORMAT.
Ich habe fast 15 Jahre mit einem Amiga-System gearbeitet. Schlank, effizient, stabil = gut. doch dann ging mal die Hardware kaputt (PC-IDE-Festplatte) und fast alle Daten waren weg, weil ich nicht alle rechtzeitig auf CD's brennen konnte. So war ich gezwungen auf die fehleranfälligen, absturzfreudigen, "fetten", überladenen, resourcenverschwendenten, = schlechten Windoof-Systeme zu wechseln. Die sind aber nicht in der Lage ordentlich die Rockridge-Formate (32 Zeichen lange Dateinamen in Groß-Kleinschreibung) zu lesen. Alles wird zu GROSZBUCHSTABBEN.
Selbst Cinema4D (ein 3D Programm, daß auf dem Amiga groß wurde und dort das beste war) weigert sich Amiga-C4D-Dateien zu lesen. Ja die Hersteller verleugnen sogar ihre Herkunft vom Amiga inzwischen komplett!?! = Scheiße! Ich muß diese auf dem Amiga erstellten 3D-Szenen umständlich über Imagine- oder Lightwave-Formate ( beide Programme verdienten sich ihre Sporen auch auf dem Amiga!) verlustbehaftet umwandeln!
Ebenso kann es uns mit allen Dateiformaten gehen, die wir derzeit auf den PC's nutzen. Irgendwann gelten die als "veraltet" und werden von neuerer Software kaum oder gar nicht mehr unterstützt!
Daher sind Überlegungen, wie man seine Arbeits=Forschungsergebnisse "langfristig haltbar" machen kann, auf jeden Fall berechtigt.
Ich denke man sollte jedes Dokument mit textlichen Informationen gleich neben dem binären auch als ASCII-Text.txt abspeichern. Damit bliebe zumindest der Informationsinhalt erhalten. Egal ob auf CD, DVD, USB-Stick, SD-Karte oder noch moderneren Speichermedien.
RTF = RichTextFormat ist auch ganz gut geeignet, weil ASCII-basierend. Nur das darin eben auch Textauszeichnungen (fett, kursiv, unterstrichen, Textgröße) gespeichert werden. XML ist ebenso ein ASCII-Format, das Textauszeichnungen speichern kann. Selbst im Ungünstigsten Falle bleibt der #text zwischen den Formatbefehlen auch später mit ganz anderen Programmen lesbar, die diese Formatierungsbefehle nicht mehr verstehen. Eingebundene Grafiken können aber mit Sicherheit verloren gehen, und werden zu "Zeichensalat".
Auf (säurefreiem) Papier gedrucktes wird aber mit Sicherheit jedes Digitale Format zeitlich überdauern können.
Meine Überlegungen gehen also deswegen in die Richtung, meine Forschungsergebnisse in gedruckter Form, mit beiliegender CD, mal rechtzeitig vor meinem Tode einem Archiv zu überlassen.
Nur wie bereite ich so eine Akte am besten auf, daß sie von einem Archiv akzeptiert wir?
MfG
Ronald (Schmiers)