Ortslazarett SILBERHAMMER bei Langfuhr Danzig !)$%

Christoph EMDEN geb 1926 in Bremen , letzte Nachricht aus dem im
Ortslazarett In Silberhammer , Danzig-Langfuhr, Anfang März 1945, seitdem
vermißt.

Wer hat Information über das Lazarett in Silberhammer im März 1945.

K. Tietje

Moin Klaus,

ich werde mal sehen, ob ich für Dich in meinen Unterlagen noch Informationen zum erwähnten Lazarett in Silberhammer finden kann.

Eins aber vorweg: Die damalige Situation war absolut chaotisch, Truppenverlustmeldungen (über Gefallene, Verwundete, Kranke oder Vermißte) gingen in dieser Lage kaum noch an die WASt oder gingen auf dem Weg dorthin verloren und das Vordingen der Roten Armee ging in den allerseltensten Fällen für Saniätspersonal sowies Verwundete und Kranke in den erstürmten Lazaretten gut aus, d. h., unter Beachtung der Genfer Konvention (die ja von der Sowjetunion grundsätzlich nie ratifiziert, anerkannt oder beachtet worden war). Massenmorde waren die Regel.

Gerade für Lazarette, ortsfeste wie die im Feldeinsatz, die ja bei Feinddurchbruch alle so gut wie ungeschützt sowie quasi unbeweglich waren, zudem noch mit Patienten, hieß es i. d. R. "Rette sich wer kann!", vor allem in den letzten Kriegsmonaten. Unterlagen wurden, falls noch Zeit war, vor der Flucht schnellstmöglich noch vernichtet oder fielen der Roten Armee in die Hände. Das ist der Hauptgrund, weshalb heute so wenige Unterlagen aus dem Sanitätswesen des 2. Weltkrieges in Archiven wie dem Bundesarchiv/Militärachiv, etc., erhalten sind - und für mich der Anlaß, mich seit vielen Jahren im Rahmen meines Forschungsprojektes (s. Signatur) damit eingehend zu beschäftigen.

Viele Grüße,
Jürgen

Moin,
an möglichen Informationen zu diesem Lazarett hätte ich auch Interesse. Dank
im Voraus!
Wilhelm (Thiele)