Ort V I L I C K E M?

Lieber Arno,

mir lässt dein Vilickem keine Ruhe. :wink:
Ich denke an WILLKINNEN (WILLDORF), WILLKEIM (WYLKAYM), WILLKÜHNEN
(WILKYN; WILKIN), WILLKAMM (WILLCKAMM; WILKEKAYM), WILLKERISCHKEN...

Wo ist Hammerstein? Habe selbst das nicht gefunden. :frowning:

Könnte VILICKEM lateinisch für Venedig sein? Ich meine nicht Italien ;-),
sondern VENEDIG = VENEDIEN im Landkreis Mohrungen?

Es gibt ein Buch über alle deutsche Orte (Postbuch). Genauen Titel kenne
ich nicht, aber ich erinnere mich, dass es in etwa "Deutsches Ortsverzeichnis
für Post- und Bahnverbindungen" oder so ähnlich heißt; müsste in Bibliotheken
zu finden sein. Ich werde jemanden fragen, der mehr Ahnung hat als ich - nach
dem Motto bzw. nach der Frage:
Was ist der Unterschied zwischen einem Schüler, einem Lehrer und einem Direktor?

Lösung:

Der Schüler muss alles wissen.
Der Lehrer muss wissen, wo es steht.
Der Direktor muss einen kennen, der weiß, wo es steht. ;-)))

Kann man auch umändern in:

Der Familienforscher-Anfänger muss alles wissen.
Der Familienforscher-Spezialist muss wissen, wo es steht.
Der Listenmaster oder der Vorstand muss einen kennen, der weiß, wo es steht. ;-)))

Liebe Grüße und einen schönen Restsonntag --- Gisela

Hallo Leidensgenossen!

Als Nicht-Lateiner kenne ich die Schwierigkeiten von "gut gemischten"
Urkunden in Deutsch (oder Polnisch) und Latein nur zu gut. Trotzdem
traue ich mich zu behaupten, dass es sich bei der Ortsangabe um "aus
dem Ort" handelt. Einen Einwohner fand ich seltener als "civis"
sondern eher als "vilicus" bezeichnet. Obwohl "Der kleine Stowasser"
das mit "Verwalter" �bersetzt.
Falls der Originaltext "ex vilickem" lautet, traue ich mich auf meine
Version auch zu wetten.

Gru�,

Reiner

Hallo, wurde folgendes schon genannt:

WILLKEIM, Landkreis K�nigsberg, Kirchspiel Powunden, Stadtbezirk Wobitten
(im Gemeindelexikon f�r die Provinz Ostpreussen, 1907/8)

WILLEKAYM (1374 genannt) bei Workheim, Kreis Heilsberg
(aus Gerullis: Altpreussische Ortsnamen)

MfG
Lutz Szemkus

Und noch eines:

WILKEIM, adeliges Gut, Kreis Rastenburg, Justizkreis Angerburg, eingepfarrt zuz
Molthenen (aus Goldbeck: Topographie des K�nigreichs Preussen, 1785).

Lutz Szemkus schrieb:

Hallo Reiner,

ich glaube ich muss hier etwas richtig stellen. Die Urkunde von der ich in einigen Mails gesprochen habe, ist die Heiratsurkunde meiner Großeltern in deutscher Sprache, ausgestellt in Französisch Buchholz bei Berlin. Das besondere für mich ist, dass die ganze Urkunde in Altdeutscherschrift (Sütterlin) verfasst ist, aber die in ihr gemachten Ortsangaben sind alle klar lesbar in lateinischer Schrift eingesetzt. Das kann ganz normal sein, aber mir ist es sonst noch nicht aufgefallen.
Mir gefällt ja Deine Lösung "aus dem Ort" sehr gut, da sie in den Zusammenhang passt.
Gruß Arno

Liebe Gisela,
ich kenn den Spruch in einem anderen Zusammenhang:
Der Student mu� wissen, was in den B�chern steht!
Der Assistent mu� wissen, wo die B�cher stehen!
Der Professor mu� wissen, wo der Assistent ist.

Einen sch�nen Sonntag aus dem �berlaufenen M�nster
und fr�hliches Forschen
w�nscht Michael

Gisela H. Sanders schrieb:

Wo ist Hammerstein? Habe selbst das nicht gefunden. :frowning:

Liebe Gisela, lieber Arno,

es gibt/gab nur ein Hammerstein w 52338 Kr. Schlochau,
Pommern. Vermutlich liegt Vilickem auch in der Ecke. Habe
es aber auch nicht gefunden. Da m��ten wohl die
Pommern-Spezialisten dran.

Gru� aus Siegburg
Wolfgang F. J. (Klopietz)