OFB Varel

Wer hat das OFB Varel und könnte mir Hilfe geben zu Oltmann THEILEN, + vor 1834, Köter in Seghorn, Heuersmann in Seghorn und Jeringhave, 1808 Schuster in Jeringhave.
oo 22.02.1787 als Witwer (!) Anna Margaretha DIERCKS, Tochter des Anthon DIERCKS, Köter in Seghorn.
Ich suche seine Geburt, die 1. Heirat und seinen Tod. Die KB Varel sind etwas kompliziert…

Mit Gruß und Dank aus Frankreich
Colette Llorca

Hallo Colette,

bei Archion im „Mischbuch (Taufen/Uneheliche Kinder/Trauungen/Beerdigte) 1756-1786“ finden Sie am 15.06.1769 Nummer 15 die erste Ehe des „Oltmann Theilen Bruno Theilen Altenköter zu Altjürder ehel. Sohn mit Anke Eilerts weyl. Eilert Weiert Weber ehel. Tochter“ im Bild Nr. 291.

Ebenfalls in dem o.g. Mischbuch am 02.11.1785 Nummer 107 den Tod der ersten Ehefrau „Anneke Oltmann Theilen Ehefrau Schuster und Altenköter im Seghorn, 48 Jahre“ im Bild Nr. 433.

Die 2. Ehe ist dir bekannt. Ich denke, Geburt und Tod des Oltmann Theilen sind ebenfalls in dem jeweilig in Frage kommenden Mischbuch zu finden.

Freundliche Grüße
Ingrid Jakesch

Moin Colette,
Oltmann Theilen *8.10.1747 in Altjührden/Varel
+16.8.1832 in Jeringhave/Varel, begr. 20.8.1832 in Varel.
1.Ehe: 22.2.1787 in Varel, mit Anne Margarethe Diers,*13.10.1768 in
Seghorn/Varel. +3.6.1853 in Jeringhave/Varel, begr. 6.6.1853 in Varel.

Quelle: OFB Varel

Beste Grüße Jürgen Beneke

Hallo Ingrid,
bitte entschuldige die verspätete Antwort, ich hatte mich auf die „Benachrichtigung“ verlassen, die aber nicht eintraf… Nun habe ich erst heute wieder hier reingeschaut.
Vielen Dank für die Angaben, jetzt geht es wieder ein Stückchen weiter!

Grüße aus unserer verregneten Ecke von Frankreich
Colette (Llorca)

Salut Jürgen,
das „salut = salü“ ersetzt hier in F „Moin“! Warum ich so spät antworte, habe ich ja gerade Ingrid Jakesch erklärt. Warum aber keine Benachrichtigung zu einem beobachteten Thema eintrifft, kann ich mir nicht erklären. Vielleicht habe ich etwas falsch gemacht…?
Ok, Sie haben, (oder Du hast?) das OFB Varel. Prima, vielen Dank für die Auskünfte. Wie weit geht das zurück? Gibt es noch Vorfahren von Oltmann THEILEN darin?
Vielleicht komme ich dann ans Ende der Fahnenstange für unsere Freundin Heide (Tochter von Käthe THEILEN aus Varel + 2009 Bremen)

Immer noch verregnete Grüße
Colette (Llorca)

Salut Colette,

ich habe erst gerade (nach langer Zeit einmal wieder Discourse geöffnet). Beim durchstöbern der famnord-Liste bin ich auf diese Anfrage gestoßen.

Oltmann Theilen

  1. Ehe 15.6.1769 mit Anna Weyers (errechnet 1737 bis 4.11.1785) - 4 Kinder
  2. Ehe 22.2.1787 mit Anne Margarethe Dierks (13.10.1768 bis 3.6.1853) - 11 Kinder

Eltern von Oltmann:
Theile Theilen (12.1.1708 Altjührden) [bei der Hochzeit wurde Brune als Vorname und nicht Theile genannt]
Appellonia (später Apolonia) Eilers (getauft 6.5.1703 Oldenburg)
Trauung 25.9.1733 Varel

Eltern von Theile Theilen:
Brun (oder Brune) Theilen (14.7.1677 Altjührden bis vor 3.10.1724 Altjührden)
Gesche Renken (errechnet 7.1683 Grabstede bis vor 25.8.1738 Altjührden)
Trauung 13.5.1707 Varel

Eltern von Brun Theilen:
Brun Theilen (errechnet 1633 Altjührden bis vor 23.12.1715 Altjührden)
Gesche von der langen Brücke (errechnet lt. Varel 1644, Geburtsort strittig)
Trauung vermutlich um 1665 Varel (wobei das nicht ganz klar ist)

Eltern von Apellonia (Apolonia) Eilers/Eylers:
Oltmann Eilers/Eylers (bei der Hochzeit von Apolonia lt. Varel schon verstorben)
Catharina „Trine“ (Nachname für mich derzeit nicht lesbar - archion Oldenburg Trauungen 1642-1740 archion Bild 90)
Trauung 3.10.1693 Oldenburg

Vater von Oltmann Eilers/Eylers:
Stoffel Eilers - Oldenburg-Bornhorst (bei Trauung von Oltmann und Catharina schon verstorben)

Vater von Brun Theilen
Hermann Theilen (um 1600 Altjührden bis vor 1648 Altjührden)

Vater von Hermann Theilen
Brun Theilen (um 1575 Altjührden bis unbekannt)

Vater von Brun Theilen
Theile Timmermann (um 1540 Altjührden bis unbekannt)

Vater von Theile Timmermann
Theile Schmidt (um 1515 Altjührden bis unbekannt)

Lieben Gruß aus Oldenburg

Christine (Müller)

Moin, Varel fiel mir auf, weil vor vielen Jahren zwei Bekannte zwei Schwestern aus Varel geheiratet hatten, einer von beiden hat evtl. die Kontaktdaten eines örtlichen Archivars.
In Ihrer Anfrage schreiben Sie von „Kötern“. Ist das ein Verschreiber (ich kenne „Köthner“) oder ist Ihnen der Begriff so geläufig?
Grüße aus HH-Langenhorn
Günter (Bokelmann)

Hallo Günter,

haben sie Vorfahren im Bergischen Land, Mein Klassenlehrer war ein Herr Bokelmann

Dipl. Ing.

Hans Selbach

Kohlgraben 23

8280 Fürstenfeld

Austria

+43 699 119 700 46

Hallo Herr Selbach,
danke für die nette Nachfrage. Meine Vorfahren kommen aus der Heide. Außer einigen direkten Vorfahren kenne ich keine Seitenzweige mit meinem Namen. Bokelmann ist ein Herkunfts-Nachname.
Bokel, Bockel, Bokeloh, Bockeloh: Alles Namen für den Buchenwald bzw. Orte am oder im Buchenwald.
Menschen, die bei der Nachnamensgebung weder einen besonderen Beruf (z.B. Schmied, Fürböter …) noch ein anderes, hervorgehobenes Merkmal (z.B. der Lange, der Zweitgeborene = Jakobus) oder eine besondere Aufgabe hatten (Meier, Schulze) bekamen einen Herkunftsnamen (z.B. von Holt, von Hemme, von Borstel, von Bockel). Eventuell aufgrund der adligen Konkurrenz mit „von“ wurde bei einigen Namen das „von“ durch ein nachgestelltes „-mann“ ersetzt.

Da es früher in Norddeutschland sehr viele Buchenwälder gab, gab es auch nach der Phase der Namensvergabe sehr viele Familien mit Namen „von Bockel/ Bockelmann“ (z.B. Udo Jürgens), die alle nicht miteinander verwandt sind.
Kuriosität am Rande: In Norddeutschland wurde früher zur sprachlichen Dehnung nach einem Vokal und vor einem „k“ ein „c“ eingefügt. Heute noch zu sehen in „Lübeck“ (gesprochen: Lübeek) oder Mecklenburg (Meeklenburg).
Deshalb sprach man früher auf Hochdeutsch den Bockelmann eigentlich als „Bookelmann“ aus (niederdeutsch Bokkelmann). Dies kollidierte vermutlich hin und wieder mit der Überzeugung der Kirchenbuchschreiber, die geregelte Rechtschreibung tat ihr Übriges, darum bin ich, ihr früherer Lehrer und noch einige mehr ein „Bookelmann“.

Grüße ins „Austria felix“ aus dem mittlerweile gar nicht mehr so kühlen Norden
Günter (Bokelmann)

Guten Abend Herr Bokelmann,

Naja, ganz so einfach, wie Sie es oben darstellen ist es mit der Familiennamensbedeutung dann doch nicht.

Zum Einen vergessen Sie völlig die Familiennamen, die aus Rufnamen entstanden sind (z.B. Lothar Matthäus, Jan Ullrich, Bertold Brecht), zum Anderen formulieren Sie eine wichtige Tatsache sehr missverständlich: Ein „Name“ konnte nur dann zum Familiennamen werden, wenn er von anderen Personen im gleichen Ort / der gleichen kleinräumigen Gegend UNTERSCHEIDBAR war. Denn das genau war ja der Grund, warum Familiennamen überhaupt entstanden sind: Es gab zu viele Johann, Josef, Martin etc. So dass es in der Vor-Familiennamenszeit immer die Frage hinterherzog: „Welchen Johann etc. Meinst Du denn?“ So kam es zuerst zu den sogenannten Beinamen „Johann der Metzger, Martin der Schuster, Paul der bei der Steinbrücke wohnt, Nikolaus der Kleine, Jan der Sohn des Ulrich“ etc etc etc. Aus diesen Beinamen wurden schließlich die vererbbaren Familiennamen: Johann Metzger, Martin Schuster, Paul Steinbrück, Nikolaus Klein, Jan Ulrich etc. Etc. Etc.
Ein Familienname setzt immer eine Unterscheidbarkeit von anderen Personen voraus. Daher können Sie nicht argumentieren, dass es in Norddeutschland so viele Bokelmann gibt, weil es dort so viele Buchenwälder gegeben hat. Im Gegenteil: Vorausgesetzt die Deutung mit den Buchenwäldern stimmt - was noch längstens nicht bewiesen ist - dann ist der Name genau dort entstanden, wo ein Buchenwald die große Ausnahme war, weil rings herum z.B. nur Kiefernwälder gewachsen sind. Sonst wäre die Bezeichnung „der der beim Buchenwald wohnt“ eben genau KEIN Unterscheidungsmerkmal.

Ich kann zwar - da im Urlaub befindlich und meine Spezialliteratur nicht greifbar habend - nicht aus dem Stegreif schütteln, wie ich „Bokelmann“ deuten würde, aber halte den Buchenwald eher für unwahrscheinlich. Denn woher sollte das mittige -l- kommen, welches ja in der Buche nicht vorhanden ist? Für mich ist der namensgebende Begriff Bokel und nicht Bok(e) (= Buche). Was bokel im Niederdeutschen bedeutet weiß ich nicht. Das deutsche Wörterbuch der Gebrüder Grimm sagt gleich mehreres dazu: Bockel = Buckel, also ein Mensch, der einen Buckel hat (halte ich für sehr wahrscheinlich als Ursache; da der Buckel nie mehr weg geht)
Oder Bockel = Pocken/Windpocken, Blattern, Masern (halte ich für nicht besonders wahrscheinlich als Ursache). Bögel ist ein Vogelfanggerät (kann vielleicht für die Namensformen mit Bökel- gelten, aber nicht für die Namensformen Bokel-
Buchel ist die Frucht der Buche, wie die Eichel von der Eiche. Leider macht das für einen Familiennamen wenig Sinn.
Büchel ist ein Stachel (Mensch der Stacheln herstellt? Ich weiß nicht so recht…)
Buchelbaum für Buchbaum wie Eichelbaum für Eichbaum.
Kann nicht so recht für Ihre Deutung der Buche als Namensursache herhalten, da in beiden Varianten immer der „-baum“ mit drin hängt.

Da ist dann doch „buckeler“ als Ausgangsbegriff mit der Bedeutung „Buckel“ = Schild sehr viel aussagekräftiger: Demnach wäre es ein Beruf: Der -mann, der Buckel- (= Schild für Soldaten) herstellt.
Das macht in meinen Augen - neben dem Mensch der durch Osteoporose einen Buckel hat - am meisten Sinn: Somit ist der Bokelmann eine Sonderform des Schmiedes: Wenn man so will dier erste Rüstungsbetrieb.
Dann gibt es noch Bügel = Ring, Halbring (Steigbügel)

Darüber hinaus gibt es natürlich auch noch Orte, die „Bokel“ oder ähnlich heißen, Dann wäre der Bokelmann einer, der von Bokel in einen anderen Ort (vornehmlich in der Nähe von Bokel) gezogen ist (z.B. durch Beruf oder Heirat)

Baukel ist eine Trommel (unser Wort „Pauke“ steckt darin), somit wäre ein Baukelmann ein Trommler. Ob Baukel- oft oder immer mit Bokel- gleichzusetzen, kann ich so nicht beurteilen.

Pokal ist ein großer Becher, somit könnte ein Pokal (= Bokel-)mann ein Becherhersteller sein.

Hingegen ist die Salzbrühe „Pökel“ wieder mit dem Umlaut, weniger wahrscheinlich als Ursache für Bokel-

Mit dieser Auflistung möchte ich Ihnen die Unwahrscheinlichkeit aufzeigen, dass Bokel- wirklich etwas mit dem Baum „Buche“ zu tun hat.

Womit Sie völlig Recht haben, ist jedoch Ihre Ausführung zum -c- vor einem -k- in der Wortmitte. Es ist ein alter Dehnungslaut, kein Kürzungslaut.

Allzeit viel Forschererfolg wünschtz nebst einem schönen Abend

Mit freundlichen Grüßen

Alexander Peren

Vielen herzlichen Dank, Christine!
Ich werde diese Angaben gleich meinem Ahnenprogramm einverleiben.
Im OFB wurde zur Geburt von Brun THEILEN als Vorname Theil angegeben, das hat mich erst mal zögern lassen. So bin ich nur bis zu Brun Theilen oo Gesche Von der Langen Brücke gekommen.

Einen „heißen“ Gruß aus Frankreich

Colette (Llorca)

Hallo Günter,

im Vareler KB stehen tatsächlich Köter und Altenköter.

In meinem süddeutschen Hirn gab es lange nur Kätner, bei den westfälischen Vorfahren auch Kötter.

Grüße aus Frankreich
Colette (Llorca)

Danke für den Hinweis. In Finkenwerder gibt es den Köterdamm (den wir Einwohner insgeheim immer mit streunenden Hunden in Verbindung gebracht haben). Da müssen wir noch einmal neu nachdenken.

Da hat aber einer mal ordentlich „rumgespökert“. Nachstehender Text aus dem Internet, muss nicht vollständig sein, aber andere Erklärungen finde ich nicht. Bei einem belegten und nachprüfbaren Nachweis bin ich gern bereit, meine Meinung zu ändern.

Quelle: Googles KI-Antwort mit den Suchworten „Bockelmann – Name – Herkunft“
Textzitat (Auszüge):
Auszüge:
Der Familienname Bockelmann hat seinen Ursprung im norddeutschen Raum und ist ein sogenannter Wohnstättenname, der sich von dem Ortsnamen Bockel ableitet. Es gibt mehrere Orte mit diesem Namen, hauptsächlich in der Region zwischen Bremen und Soltau. Der Name bezeichnet also jemanden, der aus einem Ort namens Bockel stammt.

Bockel als Ortsname:
Es gibt mehrere Orte namens Bockel in Norddeutschland, insbesondere in der Region zwischen Bremen und Soltau.
Herkunft aus dem Mittelniederdeutschen:
Der Name leitet sich vom mittelniederdeutschen Wort „boke“ oder „bock“ ab, was „Buche“ oder „Baum“ bedeuten kann, und dem Suffix „-el“, das eine Verkleinerungsform oder einen Diminutiv darstellt. Somit kann der Name auch „kleiner Baum“ oder „Bäumchen“ bedeuten.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Familienname Bockelmann seinen Ursprung in norddeutschen Orten namens Bockel hat und ursprünglich jemanden bezeichnete, der dort lebte oder herkam.
(Ende Textauszug)
Der Ortsname „Bockel“ ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die Kurzform von "Bokeloh“ (Loh für Wald, Bokeloh gibt es auch als Ortsnamen).