Hallo,
es ist immer schlecht, wenn generalisiert wird, also z.B. alle Sch�ler vor
1945 mussten in der Schule Ahnenp�sse oder �hnliches anfertigen! Das war
sicherlich nicht der Fall, denn ich habe das auch nicht erlebt. Ausserdem,
was n�tzt denn so eine Aussage, da solche Daten (also die Schulhefte)
ohnehin nicht mehr verf�gbar sind. Das das Thema jedoch im 3. Reich von
Wichtigkeit war und Beamte, hohe Funktion�re usw. so einen Pass haben
mussten, ist zweifelsfrei richtig. Sogar im Jahre 1952 wurde das Thema noch
in meiner Schule behandelt, und zwar nicht von einem �briggebliebenen
Nazilehrer. Dass beim Erstellen solcher P�sse auch in erheblichem Ma�e
"geschummelt" wurde, ist auch �berliefert. Da fiel schon mal eine j�dische
Urgro�mutter "unter den Tisch"! Also: Vorsicht, man sollte die Daten solcher
P�sse kritisch �berpr�fen. Ich selbst habe von einer entfernten Tante einen
Ahnenpa� bekommen, der aber offensichtlich einwandfrei ist.
Ich habe mit dem Bundesarchiv in Berlin gesprochen. Jawohl, Ahnenp�sse von
Nazi-Funktion�ren (Partei, SS usw.) sind dort vorhanden, aber nicht
komplett. D.h. man hat eine Chance, dort etwas zu finden, wenn ein Vorfahr
(eigentlich leider, in diesem Fall jedoch von Nutzen) einer solchen
Organisation angeh�rte. Dass in der Geneal. Zentralstelle in Leipzig so
etwas vorhanden w�re, wurde verneint.
Jetzt ganz konkret: Falls man das Vorhandensein eines solchen Ahnenpasses
ermitteln will, so schreibe man an
Bundesarchiv Berlin
Abt. Reich
Finckensteinallee 63
12205 Berlin
Tel. 018887770-411 oder 423
Stichwort: Familienforschung. Dann entsprechender Text bezogen auf das was
gesucht wird, also Name, Ort usw. Auch das Verwandtschaftsverh�ltnis
angeben!
Besten Forschungserfolg
Bernd G�rtz