Namensänderung

Mein Urgroßvater, dessen Vorfahren aus dem Hannoverschen stammten, hieß mit Familiennamen Klages. Er hieß später aus mir nicht bekannten Gründen Klaus. Angeblich soll er sich selbst um die Namenänderung bemüht haben. Diese ist um das Jahr 1920 vorgenommen worden. Der damalige Wohnsitz war Gardelegen – Isenschnibbe.

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Hallo Fragender ohne Namen,
Mir ist der Name Klages aus dem Westfälischen bekannt, das ja an Niedersachsen grenzt. Dort gab es lange Zeit die "Genannt-Namen", so z.B. Klages genannt Klaus oder Klaus genannt Klages. Diese Namen entstanden, wenn es auf einem Hof keinen männlichen Erben gab und jemand die Tochter des Bauern heiratete und damit zugleich den Hofnamen weiter führte. Heiratete z.B. der Heinrich Klages die Maria Klaus, hieß er nach der Eheschließung Heinrich Klaus genannt Klages.

In Sachsen Anhalt wirkte diese Namensgebung sicher befremdlich und der Urgroßvater hat sich dann für einen der beiden Namen entschieden. Das wäre jetzt spontan meine Theorie, kann aber nur durch entsprechende Urkunden eindeutig geklärt werden.

Beste Grüße
Marga (Grube)

Das hört sich für mich ja fast nach einer Angleichung an die Aussprache an, also Klages = Klajes --> Klaus. Aber das ist jetzt natürlich sehr spekulativ.

Liebe Grüße

Max (Stern)

Hallo Zusammen,

in Kirchenbüchern und alten Listen aus dem Kirchspiel Groß-Schwülper
(nördlich von Braunschweig), welche von Heinz Klose 1993 in Buchform
veröffentlicht wurden, kann man folgende Varianten erkennen:

Klages wurde zu Klaus und Claus, teilweise nebeneinander

Herwiges wurde zu Harwiges, dann zu Haverß, Harves, Herbst

Viele Grüße

Sven