Namen oder Namenszusatz Tuetschulte, Toetenwirt

Hallo miteinander,

bei dem Treffen letzter Woche des BVfF und der BG Wuppertal der WGfF fragte ein
älteres Ehepaar, das weder PC noch Internetzugang hat, um Unterstützung.

Ihnen waren im Bereich Hamm (Westfalen) Namenszusätze TÜTSCHULTE und TÖTENWIRT
aufgefallen, die sie sich nicht erklären können.

Wie ich im IGI feststellen konnte, ist der Zusatz Tütschulte später wohl zum
Namen geworden, denn er taucht im 18. und 19. Jahrh. im Bereich Westfalen auf;
im IGI geschrieben TUTSCHULTE bzw. TUETSCHULTE.

Mehr lässt sich nicht ermitteln.

Zu Tötenwirt ist gar nichts zu ermitteln.

Kennt jemand diese Namen / Namenszusätze und kann zu deren Entstehung etwas
erläutern?

Die Antworten werde ich den Fragenden weiterreichen. In ihrem Namen bedanke ich
mich im Voraus recht herzlich für die Hilfe.

Viele Grüße

Hans-Joachim (Lünenschloß)

Hallo Hans Johachim,

vielleicht ist ein Friedhofsvorsteher gemeint. Jemand der die Grabstellen
verwaltet, die Grabpflege überwacht, quasi die Toten bewirtet ( Tötenwirth).

MfG

Petra Burbach

Hallo liebe freunde
Sollte es sich bei T�tenwirth nicht um ein T�ten macher und handler
handelen. In fruhere seiten gab es in land ecke Aachen und L�ttiche fiele
fon die macher die dan ein paar monaten auf reise waren um ihre T�ten zu
verkaufen.
    Gruszt Joop

Hallo Joop,

danke für die Antwort.

Betreff: Re: [WFA] Namen oder Namenszusatz Tuetschulte, Toetenwirt

[...]

Sollte es sich bei Tötenwirth nicht um ein Töten macher und handler
handelen.

Das ist ja interessant. Aber was sind denn "Töten" oder muss man darunter
verstehen?

Ich kenne eine "Tröte" als ein Instrument ähnlich einer Trompete.

In fruhere seiten gab es in land ecke Aachen und Lüttiche fiele
fon die macher die dan ein paar monaten auf reise waren um
ihre Töten zu verkaufen.

Hier ging es aber um einen Begriff, der im Westfälischen gebräuchlich war bzw.
aufgetaucht ist.

Es mag sicherlich aus einer regional geprägten Art von Platt hervorgegangen
sein.

    Gruszt Joop

Viele Grüße

Hans-Joachim

Hallo
Wie soll ich es in mein bestes deutsch sagen.Eine T�te is ein eimer oder ein
masbecher beim milchman.
Ein kannister dasz von kupfer oder blech gemacht ist.
Die T�ten m�cher machte die im winter und im frujahr
wanderte sie aus zum verkauf.Manchmal kehrte sie dan nicht mer nach hause
weil sie auf dem bauernhof etwas sch�nes gesehen had.

Hoffe dasz es verstehlich ist Gruszt Joop

Hallo zusammen,

ein Toetenwirt war wohl eher ein Schenkwirt, der Bier in "to(i)ten" = in gro�en Bierkannen ausschenkte (s. August L�bben, Mittelniederdeutsches Handw�rterbuch).

Viele Gr��e
Hans Stodt

-------- Original-Nachricht --------

Das bringt mich auf die Idee, dass es was mit den "T�dden" , zu Fu� reisenden H�ndlern, zu tun haben k�nnte, die bei einem T�tenwirth vielleicht jeweils Unterkunft fanden.
Viele Gr��e
Rotraud

Hallo bei einander
Von 1600 bis 1900 gab es in Belgie fiele van diese T�ten macher (Teuten) um
sich zu unterschieden von marskramer
ist in 1600 ungefahr ein Teuten verband gekommen.Diese verband hatte bis in
Denemarken zweig stelle(gesch�fte) wo
die T�ten verkauft werden k�nte.Wie ich gesteren schon sagte wanderte die
Teuten aus und festigde sich im ausland
(Deutchland)
Wehn sie denn heiraten wollen dan muszen sie beim standesambt ihr beruf
aufgeben (Teuten) Dasz wort wirtschaft sagt wirtschaft dreiben, geld
verdienen. Der beambte hat ein nettes wort fur T�tenmacher und handler
gefunden
T�tenwirt Ist dies plausibel oder nicht? Sch�nen Sontag noch Gruszt
Joop