"Der Münchner Holocaust-Forscher Alexander Korb schätzt, dass bis zu 200 Opfer der Todesstrafe noch auf dem Friedhof liegen – oft ohne Wissen der Familien.
„Der Sinn eines Grabes als letzter Ruheplatz ist da überhaupt nicht erfüllt gewesen in der Diktatur“, sagt Korb. „Deshalb ist es ein Versuch, den Toten Würde zurückzugeben und ihnen endlich eine Ruhestätte zu geben, wenn man sie auf die Friedhöfe in ihren Heimatorten überführt.“ Doch dafür müsste man nach ihren Angehörigen suchen. Für die könnte das auch eine Chance sein, die tiefen Wunden der Familiengeschichte ein Stück weiter zu verarbeiten."