Hallo Klaus und andere,
man darf nicht vergessen:
KI will gefallen - ist immer diensteifrig und liefert immer perfekte Texte.
KI „denkt“, aber nicht immer richtig.
KI biegt auch mal was zurecht, damit es gut aussieht.
Ich habe das auch ausprobiert und hier
meine Erfahrungen geschildert, auch im Vergleich zu Transkribus; die
Schlussfolgerungen im Vergleich kommen am Ende.
Man darf sich nicht vormachen, dass man das Lesen von
Kirchenbucheinträgen oder anderen historischen Texten jetzt der KI
überlassen kann. Man muss schon noch selber mitdenken. Was aber
schwierig wird, wenn die KI scheinbar (!) perfekte Ergebnisse liefert.
Wenn da also ein Beruf und ein Name und ein Ort stehen, weil das im Text
so ist - aber der falsche Beruf, Name oder Ort. Statt einem falsch
geschriebenen Beruf, der für Menschen leicht korrigierbar ist: In meinem
Fall Schäfen statt Schäfer bei Transkribus - aber nicht Schuhmacher, wie
in der KI! Und nicht der Ort, der später im Text vorkommt, obwohl am
Anfang ein anderer steht (zumal Falkenhagen und Schwalenberg wirklich zu
unterscheiden sein sollten).
Bei Transkribus ist besser erkennbar, wo die Mustererkennung (mehr ist
es dort nicht) nicht funktioniert hat und man selber mitdenken und
korrigieren muss, siehe oben. Und bei Transkribus sollte man immer
verschiedene Modelle ausprobieren. Sie liefern evtl. unterschiedlich
gute Ergebnisse.
Wenn sich jetzt, weil das so gut aussieht, viele Leute mit einer toll
klingenden KI-Transkription zufrieden geben, kommen neue Fehler in die
Familienforschung, die dann auch wieder weiterkopiert werden, wie schon
die Fehler in Stammbäumen.
Und was die historische Einordnung betrifft: Diese KIs sind
Sprachmodelle, auch hier ist größte Vorsicht geboten, und eigenes
Nachrecherchieren. Wieder: Was gut klingt, muss nicht stimmen, siehe
mein oben verlinktes Beispiel.
Schöne Grüße
Renate