Müllerreute im KB Aulendorf

Ich suche den Ort Müllerreute (Müllerreithe, Müllerreuthe) im KB Aulendorf.

Ich habe den Ort im Taufbuch 001 oft gefunden:

Bild _0004, Eintrag auf der rechten Seite vom 26. Mai; Bild _0005 auf der Linken Seite 2. Eintrag vom 8. Mai, auf derselben Seite vom 7.9. , auf der rechten Seite vom 20.12.; Bild _0006 auf der linken Seite vom 20. Januar, auf der rechten Seite vom 9. April; Bild _0007, Eintrag zum 11. Mai…

Weil er doch oft vorkommt, vermute ich, dass er in der Nähe von Aulendorf liegen müsste. Ich kann in der Gegend aber kein Müllerreute finden.

Weiß jemand welcher Ort damit gemeint sein könnte ?

Herzliche Grüße

Gisela König

Hallo,

ich habe mal die KI suchen lassen:

Mit dem konkreten Bezug zum Taufregister aus Aulendorf (Landkreis Ravensburg, Oberschwaben) lässt sich das Rätsel um den Ort lösen. Bei der Bezeichnung im Taufregister handelt es sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um eine ältere oder leicht fehlerhafte/mundartliche Schreibweise für Münchenreute (gelegentlich historisch auch als Mönchreute oder ähnlich dokumentiert) oder einen der anderen umliegenden historischen „-reute“-Weiler der Gemeinde. [1]

Rund um Aulendorf gibt es ein dichtes Netz historischer Rodungssiedlungen (Weiler), die im lokalen Tauf- und Kirchenbuch der römisch-katholischen Pfarrei St. Martin über Jahrhunderte erfasst wurden: [1]

  • Münchenreute (heute ein offizieller Teilort/Dorf von Aulendorf)
  • Zollenreute (ebenfalls ein großer Teilort von Aulendorf)
  • Wallenreute (ein nahegelegener Wohnplatz / Weiler) [1, 2, 3]

Hallo Gisela,

ich denke auch, dass es sich um Münchenreute (bei Blönried) handeln
sollte. Wen suchst Du dort?
Da der gesamte Weiler dem Kloster Weingarten gehörte, kann ich Dir da
wohl die Bestätigung liefern, ob es sich tatsächlich um das Münchenreute
handelt (Ortsname: von Möchen gerodet worden).

LG
Daniel

Hallo Daniel,

ich suche meine Vorfahren Kögel. Da ich nicht weiterkomme in meiner
Linie, will ich jetzt die Kögel, Kögler, Kegler sortieren.

Es gibt zwei Martin Kögel, einer ist Vorfahre von mir und kommt aus
Aulendorf, der andere kommt aus Blönried (Letzterer oo 30.5.1702
Appolonia Brecheisen).
Möglicherweise ist der Johann Kegler aus Müllerreute der Vater dieses
Martin aus Blönried.
Dieser Johann Kegler und Anna Sauter aus Müllerreute haben am 8.5.1684
eine Tochter Katharina getauft. 1691 lebten sie in Blönried.

Ich wüsste dann zumindest, dass der Johann Kegler nicht mein Vorfahre
wäre.

Blönried und Münchenreute liegen ja ganz nah beieinander. Vielleicht ist
mit Müllerreute doch das heutige Münchenreute gemeint gewesen.
Herzlichen Gruß
Gisela

Hallo Cella,

danke dir für deine KI Recherche.

Herzlichen Gruß
Gisela

Hallo Barbara,

erstmal, das Mühlenreute ist das angesprochene Münchenreute bei Blönried.
Beim nachschlagen in den Ratsprotokollen vom Kloster Weingarten wird Deine Frage zur Familie Kögel u.ä. leider nicht abschließend geklärt.

Martin Kögel oo mit Apollonia Brecheisen
Sie erhielten am 20.05.1702 vom Abt des Klosters Weingarten die Erlaubnis, sich im Haus des Johann Kögels in Blönried als Beisitzer aufhalten zu dürfen. Die Ehefrau hieß hier Eisenbrecherin.
Ratsprotokolle Kloster Weingarten, HStA-Stuttgart, B 522, Bd. 96, fol. 285r vom 20.05.1702.

Leider steht nichts zum Verwandtschaftsverhältnis der Kögels dabei. Beisitzer durften nur ein Jahr lang in einem Haus bleiben und mussten dann erneut um den Aufenthalt bitten oder wegziehen. Sie hattten also keinen Lehenhof o.ä. Aber sie waren Leibeigene vom Kloster.

Johann Kegel
Er allein erhielt am 19.02.1695 in Blönried ein kleines Gütlein, welches derzeit öde stand, verliehen. Das Gütlein hatte früher ein Andreas Eisenegger gehabt (= Eisenbrecher?). Er war wohl verheiratet, da er bei der Verleihung ein sogenanntes „Einschreibgeld“ bezahlen musste. Dies war nur fällig, wenn er sich als Leibeigener an das Kloster ergeben hatte (was aber in dem Protokoll nicht erwähnt wird).
I. d. R. waren dies pro Person 8 Kreuzer. Er musste 16 Kreuzer bezahlen, war dann also schon verheiratet und hatte sich und die Ehefrau mit Leibeigenschaft ergeben. Er düfte derjenige gewesen sein, der mit Anna Sauter verheiratet war?
Ratsprotokolle Kloster Weingarten, HStA-Stuttgart, B 522, Bd. 99, fol. 189r vom 19.02.1695

Nach den Ehrschatzbüchern (Auflistung der Höfebesitzer) gab es in Blönried zuvor keine früheren Kegel als Hofbesitzer.
In Münchenreute fand ich in den Ehrschatzbüchern auf die Schnelle keine Namen mit Kegel/Kögel.

Nachfolger Georg Kegel
Johann Kegel hat sein Gütlein aufgegeben und es wird am 07.11.1711 an seinen Sohn Georg Kegel und dessen Ehefrau Katharina Sorg von Ebenweiler verliehen. Hier wird auch das Einschreibgeld mit 8 Kreuzer für seine Ehefrau angegeben, da sie sich mit Leibeigenschaft an das Kloster ergeben muss. In dem Protokoll wird erlaubt, dass sich seine Eltern und seine Schwester Anna Maria in dem Haus weiter aufhalten dürfen (Unterschlupf, „Unterschlauff“).
Ratsprotokolle Kloster Weingarten, HStA-Stuttgart, B 522, Bd. 99, fol. 327v vom 07.11.1711.

Vielleicht hilft´s ja trotzdem :slight_smile:

Viele Grüße
Daniel

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Hallo Daniel,

entschuldige bitte, dass ich mich hier einmische. Mühlenreute gehört zu Schlier. - Mit Müllerreute und Münchenreute kenne ich mich nicht aus.

Viele Grüße

Monika

Hallo Monika,

schon klar. Das andere Mühlenreute bei Schlier gehörte ja in die Pfarrei
Altdorf (Weingarten). Da Gisela aber im KB Aulendorf sucht, kann es nur
Münchenreute sein, was dort mit Müllerreute u. ä. geschrieben wird. Wenn
man eben nur nach „Müllerreute/Mühlenreute“ sucht, kann man da schnell
auf das falsche kommen.

LG
Daniel

Hallo zusammen,

kein wirklicher Beitrag zur Lösung des Ortsrätsels. Aber so könnt es gewesen sein :wink:

Der Pfarrer hatte in seiner Ortsdatenbank im Gehirn Mühlenreute bei Schlier gespeichert.

Das war ihm geläufig. Sei es weil er aus der Region stammte oder dort Pfarrer war.

Und es gab keine Ortstafeln und es gab zuvor keine Kirchenbücher, wo er Münchenreute hätte lesen können.

Und Hörgeräte gab es auch noch nicht. Und niemand hat ihm über die Schulter geschaut.

So blieb er bei Müllereute und niemand hat es gemerkt. Außer wir, nach 342 Jahren!

Beste Grüße

Franz

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Hallo Daniel,

vielen Dank für deine Recherche in den Ratsprotokollen des Klosters
Weingarten.

Schade, dass kein Verwandtschaftsverhältnis von Johann und Martin Kegler
genannt wurde.
Der Johann Georg ist am 4.7.1687 in Aulendorf getauft worden als Sohn
des Johann Kegler und Maria uxor (KB Aulendorf).
Seine oo mit Katharina Sorg habe ich am 16.11.1711 im KB Aulendorf
gefunden.

Ich werde nochmal im Archiv in Königseggwald weitersuchen.
Liebe Grüße
Gisela

Hallo zusammen,

ich wundere mich nur, weil es eigentlich um Müllerreute ging, nicht um Mühlenreute. Womöglich trifft es mich auch noch, da ich Vorfahren aus Blönried habe.

Franz schreibt das schon richtig. Kehlen wurde z.B. eine Zeitlang Kehlheim bzw. Kelinga geschrieben. Ich kannte den Ausdruck „Kehlinger“ für Leute aus Kehlen schon in meiner Jugend. – Mit den Nachnamen ist es ja auch oft so, dass man nicht gleich weiß, wie die Person denn nun geheißen hat.

Frohes Forschen :blush:

Monika