Methoden zur Qualitätssicherung bei DES-Projekten

Hallo zusammen,

Aufgrund einer Diskussion zu gewünschten „Verbesserungen“ bei unserem Leuchtturm-Projekt Verlustlisten des 1. Weltkriegs sehe ich mich veranlasst, hier zu informieren, wie die Qualitätssicherung von Anbeginn des DES „funktioniert“.

  1. Während der Erfassungsphase.
    Überprüfung neu hinzukommender Erfasser durch die Projektbetreuer:
    Kommt jemand Neues hinzu wird seine Arbeit möglichst zeitnah auf Einhaltung der Editionsrichtlinien für das jeweilige Projekt geprüft. Auch die Gründlichkeit spielt dabei eine Rolle.
    Passt etwas nicht, dann wird der Erfasser angeschrieben und ihm mitgeteilt, wo die Probleme liegen.
    Manche sind dann direkt wieder weg, andere sind dankbar für derartige Hinweise.
    Ist jemand wiederholt „beratungsresistent“, dann kann dieser Erfasser auch ausgeschlossen werden.
    Dessen Fehler zu korrigieren ist mühsam und zeitaufwendiger als eine (schlechte) Erfassungsleistung.

Bei den Verlustlisten des 1. Weltkrieges ist das mindestens 1 Mal geschehen.

  1. Während der Erfassungsphase und nach Abschluss der Erfassung.
    Jeder kann Tippfehler melden, die dann bei den Projektbetreuern auflaufen, von diesen geprüft und ggf. korrigiert werden.
    Setzfehler in der Quelle werden nicht korrigiert. Auch Ergänzungen, die auf anderen Quellen als der zu erfassenden Seite stammen, werden nicht übernommen.

Projektbetreuer haben einen besonderen Status und sie wachen über die Qualität und Einhaltung der Regeln, die sie bestens kennen.

Nur Menschen, die bei ihren bisherigen Erfassungstätigkeiten beste Qualität abliefern, eignen sich als Projektbetreuer und werden ggf. angesprochen und vor allen Dingen eingearbeitet.

Das gilt nicht nur für einzelne Projekte sondern ist eine Grundregel für alle Projekte, die mit Hilfe des DES erfasst werden bzw. wurden.

Von einem Projektbetreuer wird darüber hinaus erwartet, dass dieser alle Aufgaben übernimmt, die im Rahmen dieser Tätigkeit anfallen können.

Eine Aufweichung derartiger Grundregeln, indem weniger erfahrene Menschen unkoordiniert und ungeprüft Korrekturen oder Ergänzungen in DES-Projekten vornehmen dürfen, läuft diesem Verfahren zuwider und birgt die Gefahr, die Qualität nicht zu verbessern, sondern möglicherweise zu verschlechtern.

Das muss ich mal loswerden… und an diesem System darf nicht gerüttelt werden, wenn wir unseren guten Ruf behalten wollen.

Herzliche Grüße,

Susanne (Nicola)