Hallo Glogau Forscher.
Durch meine Kartenmeister.com Arbeit komme ich nicht dazu nach meiner eigenen Familie zu suchen. Nun hat Lukasz Bielecki aus Posen/Poznan mir Unterlagen zugesandt welche einen Carl George Krickhahn geboren 1814 in Glogau. er heiratete eine Mathilde Ernst ( von Zaborowo) aufzeigt. Hat einer von euch diesen Namen schon mal gesehen und wenn nicht könnt ihr mal Ausschau halten beim durchsehen der Kirchenbücher ?
Wieder einer der vom Baum gefallen ist und der Wind in eine ganz andere Gegend getrieben hat. Diese Familie ist 1854 nach über Baltimore in die Staaten ausgewandert.
Alle meine anderen Krickhähne sind aus West - und Ostpreußen
Zaborowo habe ich auch 4, also hilft auch nicht unbedingt.
Danke füe eventuelle Hilfe.
Gutes Wochenende
Uwe
Uwe-Karsten Krickhahn
Medicine Hat, Alberta
Canada
www.kartenmeister.com
Guten Tag,
mein (verstorbener) Vater hat diesen Ausdruck oft benutzt wenn er von seinen Eltern und Geschwistern sprach. Sie kamen aus Lyck und Rastenburg und haben 1900 in Gladbeck geheiratet.
Einen schönen Sonntag noch
MfG
Frank Warius
Hallo Frank,
hier im Nieders�chsischen (und ich denke auch noch woanders) ist dieser
Ausdruck heut noch gang und g�be.
Es ist eine durchaus liebenswert gemeinte Umschreibung der *lieben*
Verwandten, oft als Sto�seuftzer vor gr��eren Familienfesten oder auch bei
sehr h�ufigem Besuch der Verwandten 
F�r was das *buckelig* einstmals stand, w�rde mich aber auch interessieren.
Ich tippe mal auf die Bedeutung *alt*, auch im Sinne von *dauerhaft*oder
*st�ndig*
Gru�
Nathalie
Hallo Herr Warius,
diesen Ausdruck kenne ich auch von meiner Verwandtschaft. Das war kein Schimpfwort. Es war einfach die Verwandtschaft, die man mit der Heirat der Fau oder des Mannes mitgeheiratet hat. Auch hier im Rheinland wird dieser Ausdruck sehr oft angewandt
Viele Gr��e
Ellen Zirkwitz
Frank Warius schrieb:
Frank!
Das gehoert eigentlich <zusammen mit Currywurst und Schalker-Markt> zum Urbestand des Ruhrpott-Deutsch <grins>
EIGENTLICH heisst es "Bukolische Verwandtschaft" <"Wat'n dat'n">
Also bei den alten Griechen, war der "Bukolos", derjenige der auf die Rinder aufpasste, also ein Cowboy oder Rinderhirte..... Irgendjemand hat dann im Laufe der Jahrhunderte ein wenig "Romantik" druebergestraeut, "die wo weil: Mann muss ja Mensch bleiben" und so entstand die Hirtendichtung, zu der dann jeder klassisch gebildete Sextaner "bukolische Dichtung" sagen durfte, und von der jeder Staedter annahm, es waere der Inbegriff des ruhigen, geselligen und erholsamen Landlebens:
<Keiner kannte damals mehr den klassischen landwirtschaftlichen Spruch: "Ich glaub mich hat ein Pferd getreten!" >
Daraus entstand dann: Meine bukolische <laendliche,
Verwandtschaft.....
und nach erfolgte Frage "Wie schreibt man das ?" wurde dann daraus eine buckelige Verwandtschaft....
Gruss
Ernst (; - )
Hallo Frank Warius
nach Röhrich: "Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten":
Für die Herkunft der Wendung "buckelige Verwandtschaft"
gibt es eine Reihe von Deutungen, die erst in der
Verknüpfung miteinander schlüssig erscheinen.
Die Redensart bezieht sich auf die nicht gerne gesehenen
Angehörigen aus Nebenlinien.
Man schämt sich einer ärmeren Verwandtschaft,
die sich "krumm und buckelig" gearbeitet hat.
Zu verweisen wäre aber auch auf das rotwelsche
"bockelig" = gierig.
Bei der bockeligen/buckeligen Verwandtschaft würde
es sich dann um alle hungrigen und gierigen Verwandten
handeln, die ungebeten zu allen Familienfesten
erscheinen, um sich "durchzufressen" und die daher
nicht gerne gesehen werden.
Grüße aus der Nordheide,
Ingeburg (Wittholz)
http://home.genealogy.net/Wittholz.html
Frank Warius schrieb:
mein (verstorbener) Vater hat diesen Ausdruck oft benutzt wenn er von seinen Eltern und Geschwistern sprach. Sie kamen aus Lyck und Rastenburg und haben 1900 in Gladbeck geheiratet.
Hallo Frank,
wohlmeinender Rat:
Geben Sie die Redewendung (in Anf�hrungsstrichen) selbst in Ihre Suchmaschine ein und Sie erfahren, was Sie suchen.
Will sagen: viele Fragen, vor allem die nicht genealogischer Art, kann man sich einfach selbst beantworten.
Mit dem Zerfall der b�uerlichen Gro�familie durch die zunehmende Verst�dterung wurde diese zunehmend als l�stig empfunden, vor allem, wenn es um angestammte Pflichten ging. Die "bucklige Verwandtschaft" waren also v.a. die weniger vorzeigbaren (weil "r�ckst�ndigen") Verwandten, die diese angestammten famili�ren Pflichten einforderten, um auch etwas vom eigenen sozialen Aufstieg abzubekommen. Besonders l�stig war, dass die Gro�familie naturgem�� immer gleich in Heerscharen einfiel.
Gr��e vom Niederrhein,
G�nther B�hm
Hallo Frank
G�nther B�hm hat dir schon eine ausf�hrliche Antwort gegeben. Auf meiner Seite it es mehr von der lustigen Seite zu betrachten weil wir, mit ganz wenigen Ausnahmen, alle ungelernte Arbeiter waren. ( Mein Vater geh�rte dazu ) Grabenausheber, Feldarbeiter, Tagel�hner, usw. eben die Arbeit die ungelernte Leute in Westpreu�en machten. Es ist jetzt schon sehr anders, weil unser doch eigentlich recht kleiner Stamm viele Doktoren, Ingenieure und andere "hochgeistige" Berufe hat. Es zeigt eben, dass wenn die Gegebenheit gegeben, der Wille und das Geld vorhanden ist , der Grad der Ausbildung und Intellekt ( Intelligenz ??? ) doch sehr ansteigt.
Ich selbe mu�te wegen Geldmangel die 9 Klasse verlassen und einen Beruf erlernen. Durch harte Arbeit und mit einer guten Frau an der Seite, war es dann m�glich unsere beiden T�chter zur Universit�t zu schicken, welche beide mit einem degree verliessen. Die Ausbildung in Kanada ist nicht frei wie in Deutschland und ist hier mit gro�em finanziellen Aufwand verbunden. Tuition f�r das erste Jahr kann schon mal CDN $ 6000.- kosten. Damit sind noch nicht einmal die "Nebenkosten" wie Ern�hrung und Unterkunft einbezogen.
Uwe
Uwe-Karsten Krickhahn
Medicine Hat, Alberta
Canada
www.kartenmeister.com
Guten Tag,
mein (verstorbener) Vater hat diesen Ausdruck oft benutzt wenn er von seinen Eltern und Geschwistern sprach. Sie kamen aus Lyck und Rastenburg und haben 1900 in Gladbeck geheiratet.
Einen sch�nen Sonntag noch
MfG
Frank Warius