Einer meiner Vorfahren wird in Siebenmacher's großes Wappenbuch so
ungefähr beschrieben: er stammte als Soldat aus dem Osnabrückischem.
Im schwedischen Dienst behielte er das Wappen seines Vaters. Der
königlich schwedische Lt. Adolf Friedrich v. Brandenburg wurde am 30.
April, 1681 als Edelmann in Schweden naturalisiert.
Was ist das naturalisiert?
Eigentlich müßte es dann im osnabrückischen (c. 1650) eine 'von
Brandenburg' Familie gegeben haben oder nur Brandenburg? Später kamen
sie zurück auf das Gut Brandenburg in Bissendorf. Von wo wußte
Siebmacher alle diese Sachen?
Ein Sohn (*1714) wurde auch Lt. wie der Vater und diente in Riga wo
er auch Güter hatte. Von dort ging er dann in preussischen Dienst.
Gibt es preussische Ranklisten von so c. 1735?
Fred
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betr.
Was ist das naturalisiert?
Adalbert Goertz responds >>>>>>>>>>>>
Eingebu:rgert.
Fred!
Die erste brandenburg-preussische Rangliste (nur Generale) stammt aus der Zeit des Großen Kurfürsten 17. Jh) (handschriftlich). Lies mal im Internet:
http://home.foni.net/~adelsforschung/adel4.htm
(insbesondere zum Thema "1752")
Brandenburger gibt es in der Adelsgeschichte mehrfach ("hi gut Brandenburger alle dage"). Sie unterschieden sich von einander deutlich durch das Aussehen (ihres Wappens) und ihre Bedeutung. Die bekannteste Familie duerften die Luxemburger Brandenburgs sein (die "spätberufenen" Hohenzollern lassen wir mal weg), aber da gibt es auch noch "Askanier" <Albrecht der Baer, die Geschichte der Teddybaeren ist eben viel aelter als Teddy Roosevelt!!!), Wittelsbacher <Ludwig der Brandenburger> usw.
Die baltischen Brandenburger nahmen wohl später den Namen "von Ehrenstolpe" an <wer wird schon gerne staendig verwechselt> wird aber bei der bekannten Liebe der Schweden zu den suedlichen Gestaden der Ostsee ("Wer schwedische Alkoholpreise kennt, scheut keine noch so hohen Faehrpreise". und: Bis kurz vor dem zweiten Weltkrieg entsandten die schwedischen Regimenter Aufklaerungsoffiziere zu den Faehranliegern um "erkennbaren" deutschen Offizieren die Einreise zu erleichtern und sie zu einem Kasinoabend einzuladen. Das dann zustehende Alkoholdeputat "zur Bewirtung ausländischer Gaeste" reichte leicht ueber den kalten und finsteren Winter. Der "Verraeter" wird noch gesucht! Hohe Belohnung!.)
dazu muesste man aber wohl mal durch die Bestaende des "Ridderhuset" (Schwedische Adelsvereinigung) durchsehen.
Da das Buch unter den Namen J. Siebmacher bereits 1596 erschien, glaube ich nicht daran, das ER das alles selbst gewusst hat, man muesste da mal im entprechenden Band nach de Herausgebern und Quellen schauen. <Aber merke: "Sachkenntnis hemmt die Entscheidungsfreude" und "Wer Quellen angibt, nimmt den Lesern nur die Freude am Suchen!">
Ernst