Hallo Arnfried Pienitz, guten Abend,
Gottlob Paul Schade, der Vater der Johanne Elisabeth wird aus einem Ort der
Umgebung stammen.
Die Schulmeister waren fast stets zugleich als örtliche Kantoren und Organisten
tätig, nicht selten hatten sie Theologie studiert, aber das Studium abgebrochen
oder stammten selbst als Pfarrerhäusern.
In der 1. Hälfte d. 18. Jh. rekrutierten sie sich aber noch überwiegend aus der
örtlichen Bevölkerung des engeren Terr., meist des jeweiligen Amtes.
Loburg gehörte administrativ zum Jerichowschen Kreis des ab 1680 kurbrandenburg.
(ab 1701 preuß.) Hztm. Magdeburg.
Der 1. Distrikt diess Kreises bestand aus:
- den beiden Immediat-Städten Burg und Loburg
- den beiden Mediat-Städten Görzke und Möckern
- dem königlichen Amt Loburg,
- dem freiherrlich-adligen Amt Möckern (adliges Amt von der Hagen)
Dieser 1. Distrikt bildete ab 1815 den neuen preuß. Landkreis Jerichow I, der unter diesem
Namen noch zu DDR-Zeiten bestand (!).
In diesem enegren Gebiet wäre die Herkunft des Gottlob Paul Schade zu recherchieren, zuvörderst
wäre in den Orten des Amtes Loburg zu beginnen.
Zum Amt Loburg gehörten die Orte Gloine, Schweinitz, Rosian und Zepppernick.
Weiterhelfen können auch die Konsistorialakten (Landeskirchenarchiv Magdeburg), weil
die Berufung und Einsetzung der Schulmeister durch das zuständige Konsist. erfolgte.
Hierzu müssten die Bestände Rep. A Spec. P (Konsistorium der Kirchenprovinz Sachsen,
Ältere Personalakten) und Rep. H 29 (Superintendentur Loburg) überprüft werden.
Viel Erfolg, viele Grüße, schönes Wochenende, Thomas Engelhardt, Ilsede