Wissenschaftler haben erstmals menschliche DNA von einer über fünfhundert Jahre alten Zeichnung Leonardo da Vincis gewonnen. Die Spuren stammen vermutlich von seiner Berührung des Papiers und wurden mit der DNA seiner Verwandten verglichen, um Hinweise auf sein außergewöhnliches Talent zu finden.
2024 entnahm das Leonardo da Vinci DNA Project einen Abstrich der Zeichnung Heiliges Kind und verglich die Y‑Chromosomen-DNA mit einer Probe seines Cousins. Beide Proben gehören zu einer toskanischen Linie.
Wenn sich die Echtheit bestätigt, könnten Forscher nach Genvarianten suchen, die Leonardos besondere Wahrnehmung erklären. Manche vermuten seltene Netzhautgene als Ursache.
Da keine gesicherten Biomaterialien existieren, stützt sich die Identifizierung auf die Familiengenealogie. Weitere Werke könnten untersucht werden, während sein Grab weiterhin unzugänglich bleibt.
Die Analyse solcher Kunstwerke eröffnet neue Möglichkeiten, alte DNA zu finden. Papier schützt DNA gut, ist aber wegen vieler Berührungen oft verunreinigt.
The real DaVinci Code–Science goes inside the quest for Leonardo’s DNA
In an exclusive feature, Science international correspondent Richard
Stone reveals how researchers have recovered DNA from a disputed
Leonardo da Vinci drawing – marking the first time genetic material
possibly linked to the Renaissance master has been identified on
artwork. With access to a decade-long, globe-spanning scientific effort,
Stone traces how biologists, anthropologists, and art historians are
converging on one of history’s most elusive targets: Leonardo’s genes.
The findings, based on a preprint posted today, could transform art
authentication, illuminate Leonardo’s genius, and redefine how biology
is used to probe cultural heritage.